Betreff
Entwicklung der Berufspendler von 2006 bis 2016
Vorlage
II/WA/002/2017
Aktenzeichen
II/WA
Art
Mitteilung zur Kenntnis

Der Bericht der Verwaltung dient zur Kenntnis.

Anfang April gab es eine Meldung in den Nachrichten, dass die Zahl der Pendler in Deutschland auf eine Rekordhöhe gestiegen ist. 2015 pendelten demnach bundesweit bereits 60% aller Arbeitnehmer zur Arbeit in eine andere Gemeinde. Im Jahr 2000 waren es „erst“ 53%. Die meisten Pendler gäbe es in München – rd. 355.000 Menschen kommen von außerhalb.

 

Beleuchtet man die Erlanger Zahlen, so ergibt sich folgendes Bild:

Vom 30.06.2006 bis 30.06.2016 erhöhte sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von 74.019 auf 89.552. Dies war eine Steigerung um 21,0 %. Diese Zunahme war insbesondere durch eine deutliche Zunahme der Einpendler (24,1 %) geprägt. Die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die in Erlangen wohnen und hier auch arbeiten, nahmen nur um 14,5 % zu.

 

Jahr
(30.06.)

Einpendler

Wohn- und
Arbeitsort
Erlangen

Diff. Ein-
pendler:
Erlanger

soz. vers.
pflichtig
Beschäft.

Anteil Ein-
pendler

Beschäft.
am Wohn-
ort ER

Einwohner
(31.12.)

2006

49.927

24.092

25.835

74.019

67,5%

37.379

103.389

2011

58.364

26.938

31.426

85.302

68,4%

41.341

105.964

2016

61.956

27.596

34.360

89.552

69,2%

44.287

112.023

2016 zu
2006 in %

24,1%

14,5%

33,0%

21,0%

 

18,5%

8,4%

 

 

 

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Ein- und Auspendler in den letzten 10 Jahren.

 

Jahr
(30.06)

Einpendler

Auspendler

Diff. Aus-/
Einpendler

soz. vers.
pflichtig
Beschäf.

2006

49.927

13.287

36.640

74.019

2011

58.364

14.403

43.961

85.302

2016

61.956

16.691

45.265

89.552

2016 zu 2006 in %

+24,1%

+25,6%

 

+21,0%

 

 

Einpendler

Von 2006 bis 2016 erhöhte sich die Zahl der Einpendler um 12.029 (+24,1 %) auf 61.956.

Sowohl 2006 als auch 2016 kamen rund 68 % der Einpendler aus den Landkreisen Erlangen-Höchstadt und Fürth sowie den Städten Nürnberg und Fürth.
Allerdings gab es sehr unterschiedliche Entwicklungen:
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die von Nürnberg nach Erlangen ein-pendelten, erhöhte sich von 2006 bis 2016 von 6.867 auf 10.814 (+57,5 %).
Aus Fürth betrug die Steigerung sogar 86,6 % (von 2.473 auf 4.614).

Deutlich geringer fielen die Steigerungen der Einpendler aus dem Landkreis Forchheim (+10,9 %) von 9.527 auf 10.568 und dem Landkreis Erlangen-Höchstadt (+7,4 %) von 15.011 auf 16.124 aus.

Aus der Stadt Forchheim fuhren 2016 2.756 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte zur Arbeit nach Erlangen. Dies waren 24,5 % mehr als 2006 (2.231).

Aus Herzogenaurach gab es im vergangenen Jahr 2.351 Berufseinpendler. Zehn Jahre zuvor
waren es 2.332.

 

Auspendler

Von den 16.691 Auspendlern zum 30.06.2016 arbeiteten 12.230 (=73,3 %) in Nürnberg, Fürth
oder den Landkreisen Forchheim und Erlangen-Höchstadt. 2006 waren es noch 76,7 %.

Während der Anstieg der Auspendler nach Fürth mit 30,3 % über dem Gesamtanstieg aller Auspendler von 25,6 % lag, fielen die Zuwächse in die Landkreise Forchheim (+10,9 %) und Erlangen-Höchstadt (+7,4 %) sowie der Stadt Nürnberg (+6,5 %) deutlich niedriger aus.

Demgegenüber arbeiteten in 2016 deutlich mehr Erlanger in Herzogenaurach (3.588) und Forchheim (737) als in 2006. Die Zunahmen betrugen 33,6 % (+902 Auspendler) bzw. 66,4 % (+294).

 

 


Zusammenfassung

Innerhalb von 10 Jahren hat sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die von außerhalb nach Erlangen zur Arbeit fahren um 12.029 (+24,1%) erhöht. Im selben Zeitraum hat
die Zahl der Erlanger, die ihren Arbeitsplatz außerhalb unserer Stadt haben, um 3.404 (+25,6%) zugenommen. Zusammengefasst pendelten 2016 rund 15.400 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mehr zwischen Erlangen und dem Umland als 10 Jahre zuvor.

 

 

 

 

Anlagen: Artikel aus der NZ vom 3.4.2017