Betreff
Übertragung und Verwendung des Budgetergebnisses 2021 des Amtes 42
Vorlage
42/009/2022
Aktenzeichen
IV/42
Art
Beschlussvorlage

Dem bereinigten Gesamtbudgetergebnis 2021 des Amtes 42 Stadtbibliothek i. H. v. 5.821,59 € und dem Ausgleich durch Rückgabe von 4.075,11 € gemäß Budgetierungsrichtlinien sowie 1.746,48 € gemäß Kontrakt wird zugestimmt.

Dem Vorschlag zur Verwendung der in der Budgetrücklage des Amtes verbleibenden Mittel i. H. v. 45.000,00 € wird, vorbehaltlich der Beschlussfassung durch den Stadtrat, zugestimmt.

 

Hinweise:

Eine endgültige Beratung und Beschlussfassung über die Budgetabrechnung erfolgt im Haupt-, Fi-nanz- und Personalausschuss sowie im Stadtrat.

Der Betrag für die Rollregalanlage liegt über dem in den Budgetierungsrichtlinien festgelegten „Schwellenwert“ für die Verwendung der Rücklage. Im Vorgriff auf die geplante Änderung der Voll-zugsbestimmungen wurde mit Amt 20 einvernehmlich abgestimmt, dass – zur Vermeidung einer entsprechenden Mittelbereitstellung – ein Budgetverwendungsbeschluss erfolgen kann.

1.    Ergebnis/Wirkungen
(Welche Ergebnisse bzw. Wirkungen sollen erzielt werden?)

 

2.    Programme / Produkte / Leistungen / Auflagen
(Was soll getan werden, um die Ergebnisse bzw. Wirkungen zu erzielen?)

 

 

 

in EUR

2.1

Das bereinigte Gesamtbudgetergebnis 2021 des Amtes 42 beträgt

5.821,59

 

(2020: -29.263,57 EUR, 2019: -20.033,87 EUR)

 

 

 

 

Die Lastschriften aus der Abrechnung der Personalaufwendungen 2021 haben betragen

 

für das 1.Halbjahr

0

 

 

für das 2.Halbjahr

0

 

 

Der Budgetrahmen wurde durch die Lastschriften somit reduziert um insgesamt 

0

 

 

 

 

In den Investitionshaushalt 2021 wurden übertragen

0

 

(2020: 4.411,61 EUR, 2019: 0 EUR)

 

 

 

 

Das bereinigte Gesamtbudgetergebnis ist im Wesentlichen auf folgende Faktoren zurückzuführen:

 

Pandemiebedingt blieben die Einnahmen der Stadtbibliothek nochmals deutlich hinter dem ohnehin schon zurückhaltenden Ansatz zurück. Die Anzahl der physischen Ausleihen war durch die nochmalige lange Lockdown-Phase stark rückläufig. Dadurch wurden weniger Säumnisgebühren erzielt. Es zeigte sich außerdem, dass viele Nutzer*innen aufgrund der verschiedenen Zugangsbeschränkungen der Stadtbibliothek ferngeblieben sind. Die enge Nutzerbindung ging verloren. Die Stadtbibliothek konnte erneut nicht an die Besucherzahlen vor der Pandemie anknüpfen.

Da die Mitarbeiter*innen in der Verwaltung anderweitig gebunden waren (Beschaffung und Ausgabe diverser Desinfektionsmaterialien, Mund-Nase-Bedeckungen, Handschuhe etc.), konnten weniger Rechnungen und Bescheide erstellt werden, so dass auch in diesem Bereich ein Einnahmerückgang zu verzeichnen ist.

Die o. g. pandemiebedingten Anschaffungen sowie die Durchführung von Pool-Tests etc. schlugen auch auf der Ausgabenseite zu Buche. Am höchsten waren dabei die Kosten für den Wachdienst, der das Budget von Amt 42 mit monatlich ca. 5.000,- € belastete.
Einsparungen – u. a. durch die geringere Veranstaltungstätigkeit – sowie der positive Personalkostensaldo durch unbesetzte Stellen im 1. Halbjahr 2021 ermöglichten dennoch einen leicht positiven Abschluss.

2.2

Die Stadtbibliothek arbeitete mehr denn je. Dennoch konnte das Arbeitsprogramm 2021 nur partiell erfüllt werden:

 

1.    Stadtteilzentrum mit Stadtteilbibliothek Büchenbach: Die technischen Bedarfe der Stadtbibliothek wurden spezifiziert sowie die Inneneinrichtung beplant. Es wurden Überlegungen zu einem Personalbemessungskonzept angestellt. Das Projekt liegt damit voll im Zeitplan.

2.    Thekenplanung und Rücksortieranlage: Beide Projekte wurden beplant. Um einen optimalen Gesundheitsschutz für die dort tätigen Mitarbeiter*innen zu gewährleisten, soll die Einführung der Rücksortieranlage zeitnah 2022 umgesetzt werden. Im Hinblick darauf wurden u. a. der Personalrat und die Schwerbehindertenbeauftragte in die Planung einbezogen. Die weitere Thekenumgestaltung wird von der erfolgreichen Inbetriebnahme des Kassenautomaten abhängen (vgl. MzK 42/010/2022).

3.    Jubiläum – 100 Jahre Stadtbibliothek: Die Jubiläumsaktivitäten wurden im geplanten Umfang erfolgreich durchgeführt, alle Maßnahmen wurden termingerecht umgesetzt. Mit der Festschrift „100 Jahre Stadtbibliothek Erlangen“ konnte eine repräsentative und mit über 300 Abbildungen reich illustrierte Fallstudie zur Geschichte des öffentlichen Bibliothekswesens in Erlangen vorgelegt werden.

4.    „Bibliotheken – Orte für Ideen“: 28. Bayerischer Bibliothekstag 2021: Die Veranstaltung wurde wie geplant in der Heinrich-Lades-Halle durchgeführt. Die Stadtbibliothek berichtete über die geplante Zweigstelle in Büchenbach (vgl. https://www.bibliothekstag.de/programm).

5.    Fokusprojekt – Make: Kultur!: Das ämterübergreifende Fokusprojekt „Make Kultur!“ konnte infolge Ablehnung des Förderantrags nicht wie geplant realisiert werden. Die Module der Stadtbibliothek zur digitalen Medienkompetenz wurden in die Programmarbeit der Kinder- und Jugendbibliothek integriert.

6.    Gemeinsam mit der vhs – Aufbau einer Seniorenakademie: Pandemiebedingt wurde der Startschuss mehrfach verschoben. Zum 01.01.2022 hat Fr. Erben die „zielgruppenspezifische Bibliotheksarbeit“ übernommen und steht im engen Austausch mit der vhs.

7.    Ausstellung im Stadtmuseum: „Aubergine mit Scheibenwischer“ – Die Zeichnungen von Oskar Pastior: Die Ausstellung wurde erfolgreich durchgeführt.

8.    Kulturfüchse: Pandemiebedingt verzögerte sich die geplante Einbeziehung der Stadtbibliothek. Der Zeit-Maßnahmenplan wurde entsprechend modifiziert.

9.    Stärkung der Kooperation mit dem Kulturamt, Erweiterung des Veranstaltungsangebots: Die Erlanger Übersetzerwerkstatt und die Verleihung des Erlanger Literaturpreises für Poesie als Übersetzung an Monika Rinck und Orsolya Kalász wurden erfolgreich durchgeführt. In der Stadtbibliothek fanden pandemiebedingt weniger Veranstaltungen statt als ursprünglich geplant. Im Gegenzug wurden digitale und/oder Hybrid-Streaming-Formate entwickelt und eingeübt, die auch in Zukunft beibehalten werden sollen. Die Erlanger Interreligiösen Gespräche in Zusammenarbeit mit dem BaFID (Bayerisches Forschungszentrum für Interreligiöse Diskurse) wurden fortgesetzt und sollen mit einer Kooperationsvereinbarung verstetigt werden.

10.  Innenhofumgestaltung: Aufgrund der veränderten Nutzungsanforderungen wurden die Überlegungen zum Thema Innenhofumgestaltung bis auf Weiteres hintangestellt.

 

 

2.3

Entwicklung der Budgetergebnisrücklage des Amtes 42 im Jahr 2021

 

Stand am 01.01.2021

41.747,16

 

Entnahmen 2021 aufgrund Fachausschussbeschluss vom 06.05.2021

 

 

 

geplante
Entnahme

tatsächliche Entnahme

 

 

ergänzendes Mobiliar/Ausstattung im EG nach dem Einbau der neuen Rücksortieranlage und der endgültigen Verortung des Kassenautomaten (barrierefreie Theken- und Selbstverbucherplätze, Präsentationsregale u. a., hierfür erforderliche Planungsleistungen)

41.747,16

9.643,76

 

 

für Personalkosten (z.B. Fahrerlaubnisförderung Fahrbib.)

0

8.200

 

 

für Puffer für unvorhergesehene Beteiligungen

0

0

 

 

für Ergänzung Möblierung

0

0

 

 

für Unvorhergesehenes im laufenden Betrieb

0

1.500

 

tatsächliche Entnahmen gesamt:

19.343,76

 

zuzüglich Gutschriften aus der Abrechnung der Personalaufwendungen 2021

 

 

Gutschrift 1. Halbjahr

26.191,10

 

 

Gutschrift 2. Halbjahr

0

 

 

Gutschriften Personalabrechnung gesamt:

+26.191,10

=

gegenwärtiger Rücklagenstand

 

48.594,50

./.

Rücklagenentnahme zur Vermeidung eines Verlustvortrages

-0

./.

freiwillige Rückgabe eines Teilbetrages der Rücklage

 

3.594,50

=

in der Budgetrücklage verbleibender Betrag

 

45.000,00

 

 

 

 

 

Folgende Verwendung des in der Rücklage verbleibenden Betrags ist geplant:

 

 

2.3.1

Lieferung und Montage einer Rollregalanlage für das Keller-Magazin, um eine dringend benötigte Entlastung der Arbeits- und Bürobereiche im 1. OG realisieren zu können

42.000,00

 

2.3.2.

ergänzendes Mobiliar/Ausstattung im EG nach dem Einbau der neuen Rücksortieranlage und der endgültigen Verortung des Kassenautomaten (barrierefreie Theken- und Selbstverbucherplätze, Präsentationsregale u. a.)

3.000,00

 

3.    Prozesse und Strukturen
(Wie sollen die Programme / Leistungsangebote erbracht werden?)

 

4.    Klimaschutz:

 

Entscheidungsrelevante Auswirkungen auf den Klimaschutz:

 

                ja, positiv*

                ja, negativ*

                nein

 

Wenn ja, negativ:

Bestehen alternative Handlungsoptionen?

 

                 ja*

                 nein*

 

*Erläuterungen dazu sind in der Begründung aufzuführen.

 

Falls es sich um negative Auswirkungen auf den Klimaschutz handelt und eine alternative Handlungsoption nicht vorhanden ist bzw. dem Stadtrat nicht zur Entscheidung vorgeschlagen werden soll, ist eine Begründung zu formulieren.

 

5.    Ressourcen
(Welche Ressourcen sind zur Realisierung des Leistungsangebotes erforderlich?)

 

Ein Verlustvortrag nach 2022 ist aufgrund der vollständigen Deckung aus der Budgetergebnisrücklage nicht erforderlich.

 

 

Investitionskosten:

bei IPNr.:

Sachkosten:

bei Sachkonto:

Personalkosten (brutto):

bei Sachkonto:

Folgekosten

bei Sachkonto:

Korrespondierende Einnahmen

bei Sachkonto:

Weitere Ressourcen

 

 

Haushaltsmittel

                 werden nicht benötigt

                 sind vorhanden auf IvP-Nr.      

                               bzw. im Budget auf Kst/KTr/Sk        

                         sind nicht vorhanden

Anlagen:             Budgetabrechnung 2021 für Amt 42