Betreff
Umplanung Geh-Radweg nördlich Zentralfriedhof
Vorlage
613/137/2021
Aktenzeichen
VI/61
Art
Beschlussvorlage

Mit vorliegender Planung ist die Leistungsphase „Vorplanung“ gemäß DA Bau – Abschnitt 5.4 für die Umplanung des Geh-Radwegs nördlich des Zentralfriedhofs abgeschlossen. Die Verwaltung wird beauftragt, die weiter notwendigen, vertiefenden Planungsschritte durchzuführen.

 

1.    Hintergrund

Der getrennte Geh-Radweg nördlich des Zentralfriedhofs zwischen Michael-Vogel-Straße und Äußere Brucker Straße weißt deutliche Defizite im Zustand auf. Die insgesamt sechs Meter breite Verkehrsfläche ist zu jeweils gleichen Anteilen dem Radverkehr und dem Fußgängerverkehr zugeordnet. In regelmäßigen Abständen befinden sich in der Mitte des Weges Bäume, deren Baumscheiben die tatsächlich nutzbare Breite des Weges einschränken. Der Plattenbelag weißt in genanntem Abschnitt stellenweise Unebenheiten auf.

Im Zuge einer anstehenden Deckensanierung 2022 soll der Querschnitt des Weges überarbeitet werden.

 

2.    Maßnahme
(Was soll getan werden, um die Ergebnisse bzw. Wirkungen zu erzielen?)

Der genannte Abschnitt stellt eine wichtige Achse im Erlanger Radwegenetz dar. Im Rahmen der Radschnellwegeplanung handelt es sich hier um eine mögliche Trasse des Radschnellweges zwischen Erlangen und Herzogenaurach.

Aufgrund dieser hohen Bedeutung für den Radverkehr und des deutlich geringeren Fußgängerverkehrs in diesem Abschnitt, soll die Neuaufteilung des Weges gemäß Radschnellwegestandard erfolgen.

Der Gehweg soll eine Breite von 2,50 m erhalten und durch einen taktilen Trennstreifen vom danebenliegenden Radweg getrennt werden. Der Zweirichtungsradweg soll in einer Breite von 4,0 m erneuert werden. Ein Eingriff von rund 0,5 m in den Grünstreifen ist daher notwendig. Die Baumachse in der Mitte soll, auch aufgrund des schlechten Zustandes der Bäume, komplett entfallen. Lediglich die stadtbildprägende Linde (Nr. 10172) am westlichen Ende ist zu erhalten. Eine punktuelle Einengung ist hinsichtlich des Klimaschutzes an dieser Stelle tolerierbar. Als Kompensation soll nördlich des Geh-Radwegs ein Teil des Parkplatzes entsiegelt werden, sodass hier Ersatzpflanzungen möglich sind. Die 34 betroffenen Schrägparker werden durch 15 Längsparkstände ersetzt. Weitere Neupflanzungen sind im westlichen Abschnitt im vorhandenen nördlichen Grünstreifen vorgesehen, sodass insgesamt 27 Bäume neu gepflanzt werden und sich abzüglich der zu fällenden Bäume (15 Stück) ein Plus von 12 Bäumen ergibt.

Leitungen im Grünstreifen sind in den Geh-Radweg zu verlegen.

        Der Abschnitt östlich der Michael-Vogel-Straße bis zur bereits sanierten Unterführung wird im Rahmen der Deckensanierung ebenfalls neu aufgeteilt. Hierbei sind jedoch keine weiteren Umbauten notwendig.

        Die bevorrechtigte Kreuzung zur Michael-Vogel-Straße wird im Zuge der Maßnahme barrierefrei ausgebaut und an die neuen Breiten angepasst.

        Der rund 300 Meter lange Geh-Radweg wird im Standard der Radschnellverbindungen hergestellt und soll als Muster für die Radschnellwegeplanung in der Stadt Erlangen dienen.

 

3.    Kosten:

 

        Für die Schaffung der Baumstandorte fallen folgende Kosten an:

                                                                               27 Bäume, je 3.000 €                                                    81.000 €

        In den Kosten ist nur die Lieferung und die Pflanzung (Standard Stadtgrün) inklusive 5 Jahre Pflege enthalten. Die Pflanzgruben werden gelockert und mit Lavagestein verbessert.

 

        Leitungsverlegung in Geh-Radweg:                                                                                               ca.20.000€

 

        Wegebau:                                                                                                                                                         ca. 460.000€

 

 

4.    Klimaschutz:

 

Entscheidungsrelevante Auswirkungen auf den Klimaschutz:

 

                ja, positiv*

                ja, negativ*

                nein

 

Wenn ja, negativ:

Bestehen alternative Handlungsoptionen?

 

                 ja*

                 nein*

 

*Erläuterungen dazu sind in der Begründung aufzuführen.

 

 

Falls es sich um negative Auswirkungen auf den Klimaschutz handelt und eine alternative Handlungsoption nicht vorhanden ist bzw. dem Stadtrat nicht zur Entscheidung vorgeschlagen werden soll, ist eine Begründung zu formulieren.

 

 

5.    Ressourcen
(Welche Ressourcen sind zur Realisierung des Leistungsangebotes erforderlich?)

Investitionskosten:

 

-       Wegebau:

-       Leitungsverlegung:

 

 

-       Begrünung:

 

 

ca. 460.000 €

ca.   20.000 €

 

 

ca.   81.000 €

bei IPNr.: 541.858 „GW/RW Zentralfriedhof“

 

 

 

bei IPNr. 551.500

Sachkosten:

bei Sachkonto:

Personalkosten (brutto):

bei Sachkonto:

Folgekosten

bei Sachkonto:

Korrespondierende Einnahmen

bei Sachkonto:

Weitere Ressourcen

 

 

Haushaltsmittel

                 werden nicht benötigt

                 sind gem. Entwurf des Investitionsprogramms zum HH 2022
                       bei IP-Nr. 541.858 „Geh-/Radweg Zentralfriedhof“ in Höhe von 450.000 € für 2022
                       vorgesehen.     

                 sind für die Begrünung bei IP-Nr. 551.500 anstelle von Entsiegelung von

                               Baumstandorten und Neupflanzungen Österreicher Straße vorgesehen.

Anlagen: Radweg nördlich Zentralfriedhof - Planung