Betreff
Antrag der ÖDP-Stadtratsgruppe: Jugendsozialarbeit an allen Schulen und Schularten sicherstellen
Vorlage
513/003/2021
Aktenzeichen
IV/51SCU-T.1862
Art
Beschlussvorlage

Der Sachbericht wird zur Kenntnis genommen.

Der Antrag der ÖDP-Stadtratsgruppe Nr. 081/2020 vom 30.05.2020 ist damit abschließend erledigt.

Sachbericht

 

Versorgungsstand von JaS an Erlanger Schulen

 

Jugendsozialarbeit an Schulen – Bestand: Stand Januar 2021

 

Berufliche Schulen

 

Stunden

Staatl. Berufsschule

JaS

39

Realschulen

 

 

Werner-von-Siemens-Realschule

JaS

39

Grundschulen

 

 

An der Brucker Lache

JaS

39

Max-und-Justine-Elsner-Schule

JaS

30

Büchenbach-Nord (Mönauschule)

JaS

30

Friedrich-Rückert-Grundschule

JaS

39

Herman-Hedenus-Grundschule

JaS

39

Pestalozzi-Grundschule

JaS

39

Michael-Poeschke

JaS

19,5

GS Büchenbach

JaS

30

Mittelschulen

 

 

Ernst-Penzoldt-Mittelschule

JaS

39

Ernst-Penzoldt-Mittelschule 2 Deutschklassen ESF

ESF

39 ESF

Mittelschule Erlangen Eichendorffschule

JaS

58,5

Hermann-Hedenus-Mittelschule West

JaS

39

Hermann-Hedenus-Mittelschule Nord

JaS

39

Hermann-Hedenus-Mittelschule Nord 1 Deutschklasse ESF

ESF

19,5 ESF

Förderzentren

 

 

Otfried-Preußler-Schule Mittelschulbereich

JaS

39

 

 

Begründung für noch nicht ausgestattete Schulen

 

In den letzten Jahren wurde die Förderung für JaS durch den Freistaat wegen fehlender Gelder ausgesetzt.

 

Die Förderrichtlinie wird derzeit überarbeitet und sollte zum 01.01.2021 in Kraft treten. Nach dem Entwurf der Förderrichtlinie sind Stellen an Mittelschulen, Grundschulen, Sonderpädagogischen Förderzentren und neu auch an Realschulen und Wirtschaftsschulen förderfähig. Nicht förderfähig sind Gymnasien. Eine Erhöhung der staatl. Förderung ist nicht vorgesehen und bleibt bei 16360 Euro pro Vollzeitstelle. Es sollen 70 weitere JaS-Stellen in Bayern gefördert werden.

 

Im Beschluss des JHA vom 15.03.2018 wurde die Verwaltung beauftragt ein Gesamtumsetzungsprogramm zu erstellen und vorbehaltlich des Stellenplanverfahrens jedes Jahr zwei Schulen beginnend mit dem Schuljahr 2018/2019 auszustatten.

 

Aufgrund der Priorisierungen des Stellenplanverfahrens konnten in den vergangenen Jahren jeweils 1 JaS-Stelle realisiert werden (Michael-Poeschke-GS und GS Büchenbach). Zudem wurden im September 2020 drei Grundschulen über die Regierung von Mittelfranken mit Schulsozialpädagogik ausgestattet (s.u.). Ein weiterer JaS-Standort für die Otfried-Preußler-Schule Grundschulbereich Liegnitzer Straße ist im Stellenplan für 2021 mit 39 Wochenstunden genehmigt.

 

 

Interessenbekundungen von Schulen aus dem Jahr 2017

 

GS Tennenlohe: seit 2019 mit 0,5 VZÄ Schulsozialpädagogik besetzt

GS Frauenaurach

GS Adalbert-Stifter-Schule: seit 2019 mit 1 VZÄ Schulsozialpädagogik besetzt

GS Büchenbach-Dorf: seit 2019 mit JaS besetzt

Realschule am Europakanal

Otfried-Preußler-Schule-Liegnitzerstraße: bereits im Stellenplan 2021 genehmigt

Marie-Therese-Gymnasium

Ohm-Gymnasium

Emmy-Noether-Gymnasium

 

 

Noch nicht mit JaS besetzte Grundschulen (nach Priorisierung des Schulamts von 2017):

 

GS Frauenaurach

GS Loschgeschule

GS Heinrich-Kirchner

GS Dechsendorf

 

Schulen mit Schulsozialpädagogik:

 

GS Adalbert-Stifter (1,0 VZÄ Schulsozialpädagogik)

GS Eltersdorf (0,5 VZÄ Schulsozialpädagogik)

GS Tennenlohe (0,5 VZÄ Schulsozialpädagogik)

 

Weiterführende Schulen:

 

RS Europakanal (eigenes Modell)

Wirtschaftsschule (0,5 VZÄ über Schulverwaltungsamt besetzt durch Psychologin)

Alle Gymnasien

 

Aufstockung bestehender JaS-Stellen wg Überlastung und hohem Bedarf (nach Einschätzung der Fachabteilung 513)

 

Aufgrund steigender Fall- und Schülerzahlen prüft die Verwaltung derzeit die Notwendigkeit der Aufstockung bestehender JaS-Standorte.

1.    Werner-von-Siemens-RS um mind. 0,5 VZÄ

2.    Michael-Poeschke-GS um 0,5 VZÄ

3.    Ernst-Penzoldt-MS um 0,5 VZÄ

4.    Pestalozzi-GS um 0,5 VZÄ

 

 

Konzept für stadtweites JaS-Angebot

 

Alle JaS-Stellen sind in Amt 51/ Abt 513 Jugendsozialarbeit und Jugendarbeit angesiedelt. Die Verwaltung schlägt vor, diese Verortung auch für alle zukünftigen JaS-Stellen beizubehalten. Bei einem weiteren Ausbau sind auch die Leitungskapazitäten im Bereich der Sachgebietsleitungen mit zu entwickeln.

 

Eine Ganztagesstelle für eine JaS-Fachkraft kostet nach den Personaldurchschnittskosten (Stand 10/2018), Eingruppierung S 12, 63.500,00 €, nach Abzug der Förderung (16.360 Euro) entstehen jährliche Gesamtkosten für die Stadt in Höhe 47.140,00 €. Die Förderung reduziert sich im Verhältnis der Wochenarbeitsstunden.

 

Die Verwaltung beantragt bei allen neuen Stellen, soweit förderrechtlich möglich, die entspre-chende Förderung beim Freistaat.

 

Die Verwaltung schlägt vor, bei allen Schulen Interessenbekundungen und aktuelle Bedarserhabungen abzufrangen. Daraus wird ein Umsetzungsplan in Abstimmung mit dem staatlichen Schulamt und den weiteren Schulen entwickelt.

 

 

 

Klimaschutz:

 

Entscheidungsrelevante Auswirkungen auf den Klimaschutz:

 

             ja, positiv*

             ja, negativ*

             nein

 

Wenn ja, negativ:

Bestehen alternative Handlungsoptionen?

 

              ja*

              nein*

 

*Erläuterungen dazu sind in der Begründung aufzuführen.

 

 

Falls es sich um negative Auswirkungen auf den Klimaschutz handelt und eine alternative Handlungsoption nicht vorhanden ist bzw. dem Stadtrat nicht zur Entscheidung vorgeschlagen werden soll, ist eine Begründung zu formulieren.

 

 

 

Anlagen: Antrag der ÖDP Stadtratsgruppe Nr. 081/2020 vom 30.05.2020