Betreff
Antrag Nr. 130/2020 der CSU-Stadtratsfraktion;
hier: Sachstandsbericht/Fragen zur Verkehrssituation in Eltersdorf
Vorlage
66/013/2020
Aktenzeichen
VI/66
Art
Beschlussvorlage

Die Ausführungen der Verwaltung werden zur Kenntnis genommen.

Der Fraktionsantrag Nr. 130/2020 der CSU-Stadtratsfraktion gilt hiermit als bearbeitet.

Sachstandsbericht

Mit Fraktionsantrag 130/2020 beantragt die CSU-Stadtratsfraktion einen Sachstandsbericht zu folgenden Fragen:

·         Wie weit sind die Planungen einer Busverbindung zwischen Eltersdorf und Tennenlohe?

Es ist mittelfristig vorgesehen, eine Buslinie zwischen Eltersdorf und Tennenlohe (z.B. in Form eines Shuttles zum S-Bahn Halt) in Form eines Probebetriebes durchzuführen.
Voraussetzung hierfür ist aber eine Wendemöglichkeit in Eltersdorf. Derzeit laufen noch Planungen bzw. Vorbereitungen einer Ausschreibung zum Entwicklungskonzept des geplanten Nahversorgungszentrums auf der Fläche zwischen der Weinstraße und Flurstraße. Diese Planung umfasst eine neue Anbindungsstraße, welche die Durchfahrt und das Wenden von Osten und Westen und einen längeren Aufenthalt für Busse ermöglicht, was auch eine Voraussetzung für die direkte Shuttle-Verbindung ist.

Grundsätzlich ist aber davon auszugehen, dass aufgrund der nur geringen Anzahl zu erwartender Fahrgäste eine solche Busverbindung mit einem hohen Defizit verbunden ist. Eine mögliche Busverbindung von Tennenlohe nach Eltersdorf steht vor allem im Zusammenhang mit einem Anschluss von Tennenlohe an die S-Bahn. Hierbei ist oftmals nicht bekannt, dass von Tennenlohe aus der S-Bahnhalt Bruck mit nur geringfügig zeitlichem Mehraufwand bereits im Bestand durch die Linie 290 über die Haltestelle Eggenreuther Weg erreicht werden kann. Diesbezüglich wird derzeit geprüft, inwiefern die Lage Haltestelle Eggenreuther Weg angepasst werden kann, um den Fußweg zwischen S-Bahnhalt und Bushaltestelle zu verkürzen. Die Verbindung wird in der automatischen Fahrgastauskunft des VGN leider bislang nicht angezeigt.

 

·         Wie weit ist die Umsetzung eines Radwegs zwischen Eltersdorf und Tennenlohe?

Nachdem der Ausbau der Eisenbahnbrücke über die Weinstraße durch die DB abgeschlossen ist, soll nun in einem ersten Schritt eine Querungshilfe sowie ein gemeinsamer Geh-/Radweg südlich der Weinstraße im Bereich der Kleingärten angelegt werden (DA Bau-Beschluss vom 09.05.2017). Im Zuge der Realisierung der Ortsumgehung Eltersdorf wird der gemeinsame Geh-/Radweg südlich der Weinstraße dann von den Kleingärten bis zur neuen Brücke der Weinstraße über die BAB A3 fortgeführt. Dort schließt er an den bestehenden Geh-/Rad- und Wirtschaftsweg zur Lachnerstraße an. Mit der Ortsumgehung Eltersdorf wird daher die Radwegeverbindung von Eltersdorf nach Tennenlohe hergestellt werden.

·         Welche Maßnahmen wurden in Vergangenheit und werden weiterhin gegen das Wasser in der Unterführung Weinstraße/S-Bahn-Haltestelle unternommen?

Im Jahr 2003 wurde eine Sickerleitung mit Pumpenanlage in die nördliche Fahrbahnseite der Weinstraße gelegt, um im Straßenuntergrund anfallendes Wasser abzuleiten.
Im Zuge des Baus der Querungshilfe werden jetzt weitere Drainageeinrichtungen in die südliche Seite der Weinstraße zur nachhaltigen Verbesserung der Entwässerungssituation eingebaut.

·         Welche Maßnahmen sind seitens der Stadt geplant, den bisherigen Fahrradweg attraktiver zu gestalten und die Verbindung für Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer zwischen Eltersdorf und Bruck aufzuwerten?

Mit Beschluss des UVPA vom 13.03.2018 wurde die Stadtverwaltung beauftragt eine Verbreitung des östlichen Geh- und Radweges ab dem Ortsende von Eltersdorf bis zum Bahnübergang in der Fürther Straße zu planen. Vor diesem Hintergrund werden aktuell die
infrastrukturellen Möglichkeiten wie u.a. eine Asphaltierung des Grünstreifens entlang des östlichen Geh- und Radweges, die Einrichtung eines Schutzstreifens oder ein Verzicht auf die vorhandenen Leitplanken planerisch geprüft.

·         Versäumnis einer fahrradfreundlichen Gestaltung der Brücke zwischen Eltersdorf und Bruck und Ausstattung mit jeweils zwei Fahrradwegen auf jeder Brückenseite

Die Brücke im Verlauf der Eltersdorfer/Fürther Straße über die A3 wurde auf Beschluss des Erlanger Stadtrates ohne Radwege angelegt. Der UVPA hat sich am 15.09.2009 in dieser Frage abschließend festgelegt: Die Stadt Erlangen verzichtet auf ihre Forderung nach einer regelkonformen Breite von 2,50 m für den Geh- und Radweg auf der Ostseite der Brücke, da sich die Stadt ansonsten mit mehr als einer halben Mio. Euro an den Kosten des Brückenbauwerks hätte beteiligen müssen. Darüber wurde auch bereits am 29.05.2019 in der Sitzung des Stadtrates im Rahmen eine MzK berichtet.

·         Forderung nach einem barrierefreien Zugang zum Behelfsbahnsteig Eltersdorf der S-Bahn in Fahrtrichtung Erlangen

Nach einer erneuten Anfrage bei der DB Netz AG hat diese mitgeteilt, dass der Verschwenk zum Mittelbahnsteig und somit die barrierefreie Nutzung derzeit für Ende 2022 eingeplant sind.

 

Entscheidungsrelevante Auswirkungen auf den Klimaschutz:

 

             ja, positiv*

             ja, negativ*

             nein

 

Wenn ja, negativ:

Bestehen alternative Handlungsoptionen?

 

              ja*

              nein*

 

*Erläuterungen dazu sind in der Begründung aufzuführen.

 

 

Falls es sich um negative Auswirkungen auf den Klimaschutz handelt und eine alternative Handlungsoption nicht vorhanden ist bzw. dem Stadtrat nicht zur Entscheidung vorgeschlagen werden soll, ist eine Begründung zu formulieren.

 

Anlagen:        CSU-Fraktionsantrag Nr. 130/2020