Betreff
Seniorenpolitisches Konzept der Stadt Erlangen "Alter neu denken -Teilhabe sichern"
Vorlage
50/167/2019
Aktenzeichen
V/50/WMU.T.2442
Art
Beschlussvorlage

1. Dem seniorenpolitischen Konzept “Alter neu denken – Teilhabe sichern“ – wird in der vorliegenden Fassung zugestimmt.

 

2. Die Verwaltung wird beauftragt Formate zu entwickeln um die Bedarfe der schwer erreichbaren Gruppen (bildungsferne Senior*innen und Senior*innen mit Migrationshintergrund) zu erreichen.

3. Der von der Verwaltung vorgeschlagenen Priorisierung der Handlungsempfehlungen wird zugestimmt.

Schwer erreichbare Zielgruppen

Ein Schwerpunkt bei der Erstellung des Seniorenkonzepts war eine extensive Bürgerbeteiligung, getragen von der Überzeugung, dass die betroffenen Bürger*innen am besten die Bedarfe kennen, benennen und diese in künftigen Planungen mitgedacht und soweit möglich berücksichtigt werden sollen.

Bereits bei der Auswertung der Ergebnisse der Seniorenbefragung im Herbst 2018 wurde deutlich, dass Menschen mit Migrationshintergrund unterrepräsentiert sind.

Auch Bürger*innen aus bildungsfernen Schichten wurden nicht bzw. nicht im erforderlichen Umfang erreicht. (vgl. Ausführungen bei Ziffer 4 des Konzeptes).

Bei diesen Personengruppen handelt es sich häufig um Menschen, die in besonderem Maße auf Unterstützungsstrukturen der Kommune oder anderer Netzwerkpartner angewiesen sind.

Da das seniorenpolitische Konzept stetig weiterzuentwickeln ist, sollten Formate entwickelt werden um auch die Bedürfnisse dieser Personengruppen zu eruieren und geeignete Strukturen aufzubauen.

 

Priorisierung von Handlungsempfehlungen

Die Handlungsempfehlungen sind im seniorenpolitischen Konzept auf den Seiten 57 -76 (nach Handlungsfeldern gegliedert) in tabellarischer Form aufgelistet. Auch wenn alle Handlungsempfehlungen als wichtig erachtet werden und realisiert werden sollen, erscheint es an dieser Stelle sehr wichtig, die zentralen Erkenntnisse aus diesem Prozess festzustellen und zu priorisieren:

  1. Seniorarbeit muss vor Ort, in den Stadtteilen/ Quartieren erfolgen. Das bisherige Konzept der Seniorenanlaufstellen muss überdacht und weiterentwickelt werden; es muss Netzwerkarbeit in den Quartieren geleistet werden. Zu diesem Zweck müssen Sozialräume/ Quartiere definiert und eine Prioritätenliste für den weiteren Ausbau der Seniorenberatungsstellen erstellt werden.

Aufgrund der immer komplexer werdenden Problemlagen müssen neue Qualifikationsanforderungen für die Seniorenberatung festgelegt werden.

Daher sollte in jedem Stadtteilhaus ein qualifiziertes Angebot des Seniorenamtes mitgeplant werden.

 

  1. Viele alte Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, finden den Weg nicht zu den im Stadtgebiet vorhandenen vielfältigen Angeboten. Aufsuchende Arbeit muss künftig einen anderen Stellenwert erhalten.

 

  1. Alte Menschen mit Migrationshintergrund haben an vielen Stellen andere Bedarfe. Um eine kultursensible Seniorenarbeit aufzubauen, bedarf es eines/r Seniorenberater/in mit Migrationshintergrund um Zugang zu den verschiedenen Kulturen und spezifischen Bedarfen zu finden.

 

  1. Nahezu alle Senior*innen würden gerne in ihren eigenen vier Wänden alt werden. Um dies zu ermöglichen muss ein neues Konzept für Wohnberatung entwickelt und aufgebaut werden.

 

 

4.   Ressourcen
(Welche Ressourcen sind zur Realisierung des Leistungsangebotes erforderlich?)

Investitionskosten:

bei IPNr.:

Sachkosten:

bei Sachkonto:

Personalkosten (brutto):

bei Sachkonto:

Folgekosten

bei Sachkonto:

Korrespondierende Einnahmen

bei Sachkonto:

Weitere Ressourcen

 

 

Haushaltsmittel

              werden nicht benötigt

              sind vorhanden auf IvP-Nr.      

                        bzw. im Budget auf Kst/KTr/Sk        

                    sind nicht vorhanden

Anlagen: Seniorenpolitisches Konzept_Stadt Erlangen