Betreff
Machbarkeitsstudie Radschnellwege im Großraum Nürnberg - Veröffentlichung des Endberichts
Vorlage
VI/114/2017
Aktenzeichen
Referat VI
Art
Mitteilung zur Kenntnis

Der Bericht der Verwaltung dient zur Kenntnis.

Am 13. September 2017 hat Bayerns Innen- und Verkehrsminister die Machbarkeitsstudie Radschnellverbindungen Nürnberg – Fürth – Erlangen – Herzogenaurach – Schwabach und umgebende Landkreise vorgestellt.

 

Für die Stadt Erlangen sind drei Trassen aufgenommen:

-Trasse Nürnberg – Erlangen

-Trasse Fürth – Erlangen

-Trasse Erlangen - Herzogenaurach

 

Die Studie ist so aufgebaut, dass zunächst differenzierte Qualitätsstandards für ein Radschnellverbindungsnetz im Großraum Nürnberg implementiert werden. Es wird hierbei von einem sog. „Bayerischen Weg“ gesprochen. Diese Qualitätsstandards sind differenziert in:

 

-       Radschnellwege

-       Radhauptverbindungen

-       Radverbindungen

 

Sie unterscheiden sich vor allem im Hinblick auf die Anforderungen an die jeweiligen Führungsformen und Querschnittsgestaltungen und bilden eine Grundlage bei der weiteren Netzplanung. Entsprechende Musterlösungen für Querschnitte und Knotenpunkte bei den einzelnen Qualitätsstandards sind in der Studie enthalten.

Aufbauend auf verschiedenen verkehrswichtigen Kriterien (Netzbedeutung, Pendlerverflechtungen, Verlagerungspotenzial etc.) untersucht die Studie anschließend die Potenziale von 21 Korridoren im Großraum, um die wichtigsten Trassen zu identifizieren, die einer vertieften Untersuchung unterzogen werden. Von diesen sieben Vorzugstrassen haben die drei oben genannten Erlangen als Quelle bzw. Ziel.

Für diese Vorzugstrassen wurde eine detaillierte Trassenplanung mit Anwendung der Musterlösungen für Querschnitte und Knotenpunkte erstellt. Ebenfalls wurden grobe Kostenschätzungen für die einzelnen Trassen durchgeführt und in der Studie aufgelistet (vgl. S. 200 ff).

Abschließend wurde eine Einschätzung zu Trägerschaft und Förderungen von Radschnellverbindungen auf Bundesebene und Bayern sowie zu Baulast, Planungs- und Baurecht abgegeben. Es zeigte sich, dass diesbezüglich derzeit noch offene Fragen bestehen, deren Klärung es zur weiteren Konkretisierung der Planungen bedarf. Die Stadt Erlangen begrüßt die Studie und die abgestimmte Vorgehensweise. Offene Fragen wie Baulast, Finanzierung und Planung sowie Bauzuschuss werden in weiteren Lenkungskreissitzungen abgearbeitet, die in ihrer Besetzung gleichbleibt.

Die Stadt Erlangen begrüßt die Studie und die abgestimmte Vorgehensweise. Offene Fragen wie Baulast, Finanzierung und Planung sowie Bauzuschuss werden in weiteren Lenkungskreissitzungen abgearbeitet, die in ihrer Besetzung gleichbleibt.

Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden bei der Radwegenetzplanung im Rahmen der Bearbeitung des Meilensteins F2 des VEP (Rad- und Fußverkehr) berücksichtigt.

Für die Stadt Erlangen kann erwartet werden, dass mit Umsetzung der drei Radschnellverbindungen nach Herzogenaurach, Fürth und Nürnberg eine deutliche Verlagerung vor allem von Berufspendlern auf das Fahrrad entsteht.

 

Die umfangreiche Studie ist unter
https://www.erlangen.de/desktopdefault.aspx/tabid-1288/804_read-34376/

einsehbar.

 

Weiteres Vorgehen:

 

Die Verwaltung wird in einer der nächsten Sitzungen des UVPA die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie Radschnellverbindungen detaillierter vorstellen, bewerten und die nächsten Planungsschritte darlegen. Weiterhin sollen die Trassenführungen der Radschnellverbindungen mit möglichen Varianten (z. B Radschnellweg Erlangen-Herzogenaurach entlang der StUB-Trasse) zum Beschluss vorgelegt werden. 

Anlagen: