Betreff
Künstlerische Begleitung der Baumaßnahme KuBiC durch die Jugendkunstschule
Vorlage
47/040/2017
Aktenzeichen
IV/47
Art
Mitteilung zur Kenntnis

Der Bericht der Verwaltung dient zur Kenntnis.

Im Entwurfsplanungsbeschluss nach DA Bau (Vorlagennummer 242/180/2016) wurde angekündigt, dass die Jugendkunstschule und deren Nutzerinnen und Nutzer, die Kinder und Jugendlichen, aktiv an einer künstlerischen Begleitung der Baumaßnahme KuBiC Frankenhof beteiligt sein werden.

 

Dem Vorgehen liegt die Auffassung zugrunde, dass Laien eine besondere Art des Wissens haben, die davon herrührt, dass sie Räume nutzen: Sie bewohnen Räume, sie lernen und leben in Räumen und wissen daher um die Bedingungen, die diese Räume haben müssen. Werden Laien in Bauprozesse mit einbezogen, so erzählen sie eher Geschichten bzw. teilen ihre Erfahrungen mit, als dass sie in den eigentlichen Bauprozess involviert werden. Dieser bleibt stets Aufgabe der Architekten.

Daraus folgt, dass Nutzerbedürfnisse nicht direkt umgesetzt werden können, die Architekten aber auch nicht aus ihrer Verantwortung entlassen werden können, die Nutzerbedürfnisse zu wahren. Besonders wichtig ist der Dialog zwischen Architekten und Nutzern (zit. nach Susanne Hofmann: Partizipation macht Architektur, Berlin 2014).

 

Das Architekturbüro Heid + Heid und die JuKS mit den Kindern und Jugendlichen begeben sich gemeinsam auf diesen Weg des Austausches. Auftaktveranstaltung soll die Aktion der JuKS im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften sein.

 

Unter dem Titel „Schnittmuster für meinen Traumraum im neuen KuBiC – Kinder gestalten mit!“

wird die JuKS während der Langen Nacht der Wissenschaften/Science Weekender for Kids (21. und 22. Oktober) im E-Werk erste Anregungen für die Gestaltung der Räume im KuBiC erhalten:

 

Kinder und Jugendliche entwerfen ihren Wunsch-Kreativraum. Ein Schnittbogen aus Karton bildet die Grundlage. Unterstützt von Dozentinnen und Dozenten der JuKS werden bereitgestellte Materialien verarbeitet. Als Impuls sind verschiedene Szenarien wie eine Materialbar, „Zirkeltraining Architektur“, ein Interview u.a.m. denkbar. Es geht nicht um eine fertige Idee für die Räume im KuBiC, sondern um die Ermittlung von gewünschten Atmosphären – in welcher Umgebung fühlen sich die Nutzerinnen und Nutzer wohl? Welche Atmosphäre lässt sie kreativ werden?

 

Die Ergebnisse werden gemeinsam mit den Architekten begutachtet und das weitere Vorgehen mit dem Kulturamt und der Jugendkunstschule besprochen.

 

 

 

 

Ressourcen:

 

-       Nutzung vorhandener Formate: Kurse innerhalb der JuKS, Lange Nacht der Wissenschaften

-       Zuschuss-Antrag bei der Architektenkammer für das Beteiligungsprojekt über das Architekturbüro Heid + Heid Architekten BDA

 

Anlagen: