Betreff
Erstellung eines 20-kV-Elektroanschlusses für das Festivalgelände am Dechsendorfer Weiher
Vorlage
41/031/2016
Aktenzeichen
I/41
Art
Beschlussvorlage

Alternative A:

Die Herstellung einer Stromversorgung für das Festivalgelände am Dechsendorfer Weiher wird aus Kostengründen nicht weiter verfolgt.

Alternative B:

Das Festivalgelände soll eine ausreichende Stromversorgung (20-kV-Leitung) erhalten. Die Umsetzung der Maßnahme erfolgt im Jahr 2017. Die Verwaltung wird beauftragt, die erforderlichen Mittel in Höhe von 261.000,- € für den Haushalt 2017 nachzumelden.

Alternative C:

Das Festivalgelände soll eine ausreichende Stromversorgung (20-kV-Leitung) erhalten. Die Umsetzung der Maßnahme soll noch im Jahr 2016 beginnen. Die Verwaltung wird beauftragt, eine Mittelbereitstellung in 2016 herbeizuführen, der fehlende Restbetrag der Maßnahme (261.000 € Gesamtsumme) wird durch die Verwaltung für den Haushalt 2017 nachgemeldet.

1.   Ergebnis/Wirkungen
(Welche Ergebnisse bzw. Wirkungen sollen erzielt werden?)

Die Stromversorgung für das Festivalgelände soll für Veranstaltungen wie z.B. Klassik am See zuverlässig sichergestellt werden.

 

2.   Programme / Produkte / Leistungen / Auflagen
(Was soll getan werden, um die Ergebnisse bzw. Wirkungen zu erzielen?)

Die Erlanger Stadtwerke planen zurzeit, das vorhandene, störanfällige Mittelspannungskabel im südlichen Bereich des Dechsendorfer Weihers - Trafostation Naturbadstraße 66 (TS66) bis Trafostation Naturbadstraße 97 (am Forsthaus) - durch eine Niederspannungsverbindung zu ersetzen und damit einhergehend die Trafostation Naturbadstr. 97 aufzugeben.

In diesem Zusammenhang bestand die Überlegung aus dem Referat I (Sportamt, Amt für Soziokultur), den Strombedarf des östlich gelegenen Kiosks und des durch den Verein Klassik Kultur e.V. genutzten Festivalgeländes zu überprüfen und gegebenenfalls Synergien durch die ESTW-Maßnahme zu nutzen.

Aufgrund der großen Entfernungen und des tatsächlich benötigten Strombedarfes kommt für  das Festivalgelände nur eine Mittelspannungsversorgung in Frage.

Hierfür wäre es erforderlich, dass das vorhandene, störanfällige Mittelspannungskabel zur Trafostation Naturbadstr. 97 nicht, wie von den Stadtwerken geplant, durch eine Niederspannungsverbindung ersetzt wird, sondern die Mittelspannungsversorgung und die 20-kV-Schaltanlage in dieser Trafostation erneuert wird.

 

Strombedarf Kiosk und Festivalgelände:

Eine Prüfung durch Amt 24 hat ergeben, dass die Leistung des vorhandenen Stroman-schlusses für den Betrieb des Kiosks derzeit ausreichend ist. Allerdings ist der Kioskbetrieb seit den 1970er Jahren nahezu unverändert.

Das Festivalgelände am Dechsendorfer Weiher ist einer der wenigen Orte in und um Erlangen, an denen Open-Air-Veranstaltungen möglich sind. Grundsätzlich ist eine Stromversorgung dieses Geländes daher sinnvoll.

Der Verein Klassikkultur e.V., der das Festivalgelände seit einigen Jahren nutzt, deckt seine gesamte Stromversorgung derzeit durch den Einsatz mehrerer großer mobiler Dieselaggregate des THW Erlangen, Baiersdorf und Fürth. Diese Art der Stromversorgung birgt aber jederzeit das Risiko, die Veranstaltungen abrupt abrechen zu müssen, denn im Katastrophenfall in der Region, wie z.B. bei Starkregenereignissen o. ä., muss das THW sofort abrücken.

Der große Aufwand einer mobilen Stromversorgung führt darüber hinaus zu einer problema-tischen Bodenverdichtung und belastet die Umwelt.

 

Im August 2016 fand ein Gespräch über die Stromversorgung mit der zweiten Bürgermeisterin, Vertreter*innen der SPD-, FDP-, und CSU-Fraktion, Vertreter*innen der Verwaltung, der ESTW, des THW und des Vereins „Klassikkultur e.V.“ statt.

Dabei wurde unter folgenden Voraussetzungen eine Beteiligung der Stadt Erlangen (Alterna-tiven B und C) bei der Verlegung einer Stromversorgung für Veranstaltungen am Dechsen-dorfer Weiher diskutiert:

Die ESTW klären sich bereit, die Mittelspannungsversorgung bis zur Trafostation Natur-badstraße 97 (am Forsthaus) auf eigene Kosten (ca. 160.000 €) zu erneuern und der Verein Klassikkultur e.V. erklärt sich bereit, sich an den Kosten für die Leitungsstrecke vom Kiosk bis zum Festivalgelände (Sängerwiese) in Höhe von 146.000,- € durch einen jährlichen, festgelegten Betrag zu beteiligen.

 

Der Verein Klassikkultur e.V. hat sich mittlerweile schriftlich dazu bereit erklärt, sich in den Jahren, in denen das Areal für Konzerte des Vereins und seinen Kooperationspartnern genutzt wird, an den Kosten durch einen jährlichen Beitrag in Höhe von 7.500,- € bis zu einem Maximalbetrag in Höhe von 146.000,- € zu beteiligen. Die erstmalige Zahlung des Beitrags soll mit der ersten Nutzung der Strominfrastruktur erfolgen. Der Kostenbeitrag soll so lange erbracht werden, bis der genannte Investitionsbetrag getilgt ist. Sollte das Gelände in Zukunft auch an andere Pächter vergeben werden, soll der Kostenbeitrag des Vereins Klassikkultur angemessen gekürzt werden. Unterverpachtungen des Vereins, wie zurzeit die Veranstalter von Live am See, wären von einer solchen Kürzung ausgenommen.

 

 

 

 

 

4.   Ressourcen
(Welche Ressourcen sind zur Realisierung des Leistungsangebotes erforderlich?)

Investitionskosten:

261.000,- €

bei IPNr.:

Sachkosten:

bei Sachkonto:

Personalkosten (brutto):

bei Sachkonto:

Folgekosten

bei Sachkonto:

Korrespondierende Einnahmen

bei Sachkonto:

Weitere Ressourcen

 

 

Haushaltsmittel

             werden nicht benötigt

             sind vorhanden auf IvP-Nr.      

                        bzw. im Budget auf Kst/KTr/Sk        

                   sind nicht vorhanden

Anlagen: