Betreff
Fraktionsantrag-Nr. 076/2015/SPD Innovationskraft und Kreativität als Grundlage der Zukunft von Gesellschaft und Wirtschaft stützen
Vorlage
IV/021/2015
Aktenzeichen
IV/RDB
Art
Beschlussvorlage

1. Der Bericht der Verwaltung dient zur Kenntnis. 
2. Die Verwaltung wird beauftragt, die Konsequenzen der Kultur- und Kreativwirtschaft für die
    Stadt Erlangen weiter zu konkretisieren und im Stadtrat zu geeigneter Zeit zu berichten.
3. Der SPD-Fraktionsantrag Nr. 076 vom  06.052015 ist damit abschließend bearbeitet.

Sachverhaltsdarstellung:

Zu den Fragen der SPD-Stadtratsfraktion wird wie folgt Stellung genommen:

Zu 1.
Der Leiter des Bayerischen Zentrums für Kultur- und Kreativwirtschaft Dirk Kiefer berichtet in der Sitzung des KFA über Aktivitäten und lokale wie regionale Anbindungsmöglichkeiten des Zentrums. Der Bericht wird für 17 Uhr terminiert. Die Mitglieder des HFPA werden zu diesem Tagesordnungspunkt hinzu geladen


Zu 2.
Die EMN-Foren Wirtschaft & Infrastruktur (Geschäftsführung angesiedelt beim Wirt-schaftsreferat der Stadt Nürnberg) und das EMN Forum Kultur (Geschäftsführung angesiedelt beim Kulturreferenten der Stadt Erlangen) knüpfen an den ersten Kultur und Kreativwirt-schaftsbericht der EMN (2010) an und sorgen gemeinsam für die Fortschreibung dieses Be-richts. Hierfür gibt es zwei konkret in Planung stehende Schritte, von denen der erste bereits realisiert ist.

      Ab Mitte diesen Jahres liegt die Basis für den erweiterten fortgeschrieben Bericht vor, der in Erlangen u.a. durch methodische Begleitung des Amtes III/30 (Statistik) erarbeitet wurde, vor. Das Zahlenwerk erlaubt einen Einblick in die Fortentwicklung der 11 Teilbranchen über den Folgezeitraum 2009-2012. Er soll Mitte November, anlässlich der 5. Symposium zur Kultur – und Kreativwirtschaft vorgestellt und online publiziert werden.

      Für die gründlichere Erfassung zur Fortschreibung des Kultur- und Kreativwirtschaft ist bei der Metropolregion Nürnberg ein Projektantrag für das Jahr 2016 über die Höhe von EUR 20 Tsd. gestellt. Dieser wurde in der Sitzung des EMN-Steuerungskreises vom 28.05.2015 positiv begutachtet.

     Die Einbeziehung vom Experten und Fachkräften zur geplanten Berichterstellung erhält in diesem Prozess höchste Priorität. Begründet ist dies darin, dass die veränderte Regelung zur Weitergabe statistischer Daten eine neue Herangehensweise von Analyse und
Erhebungsmethoden erfordert. Es befördert die Transparenz zum Mess- und Schätzverfahren durch geeignete Instrumente der Datenerfassung und Statistiken.

      Aus der Analyse zur fortschreitenden Entwicklung des Kultur- und Kreativsektor sollen Maß-nahmen und Handlungsstrategien entwickelt werden, die bei konkreten Ansätzen beginnen und die Wichtigkeit von Steuerungsinstrumenten aufzeigen. Die Branchen sollen in Erlangen und der Metropolregion davon profitieren, dass valide Zahlen zur Entwicklung dieses aktuellen Wirtschaftszweiges vorliegen.

      Erst in der Vergleichbarkeit des neu zu entwickelnden Kultur- und Kreativwirtschaftsberichts haben wir ein Instrument, welches auch überregionalem Bedeutung und Anerkennung
gewinnt.


Zu 3.
Die Wirtschaftsreferenten der Städteachse streben an, gemeinsam einen Kultur- und kreativwirtschafts-Manager zu finanzieren. Der Rechts- und Wirtschaftsausschuss der Stadt Nürnberg hat eine Vollkraftstelle befristet auf drei Jahre befürwortet. Diese wird zu den Haushaltsberatungen 2016 angemeldet. In welcher Weise die anderen Städte sich an der Finanzierung beteiligen, steht noch nicht fest.

 

      Zu 4.:
Für Erlangen ist die Schaffung eines lokalen Ansprechpartners gegenüber dem Zentrum wichtig, weil so der Informationsfluss zwischen lokaler Wirtschaft und regionaler Beratung sichergestellt werden kann. Zur Gesamtsteuerung ist ein Strategiekreis des Bayerischen Zentrums für Kultur- und Kreativwirtschaft eingerichtet, dem Kulturreferent Dr. Rossmeissl angehört. So ist auch in grundsätzlichen Entwicklungsfragen die Kooperation zwischen Zentrum und Stadtinteressen institutionalisiert.

 

 

Anlagen: Fraktionsantrag-Nr. 076/2015/SPD