Betreff
Klärwerk Erlangen - Anpassung und Ergänzung der Anlagenstruktur - Projektabschnitt Infrastruktur Süd Betr.: Zustimmung zum Entwurf gem. Nr. 5.5.3 DA Bau
Vorlage
EBE-1/074/2013
Aktenzeichen
EBE
Art
Entwurfsplanungsbeschluss nach DA Bau

Im Vollzug der DA Bau wird:

1.       der aufgezeigte Entwurf der Maßnahme Infrastruktur Süd beschlossen, und

2.       der Entwässerungsbetrieb beauftragt, das Vorhaben mit der Genehmigungs- und Ausführungsplanung fortzusetzen.

 

1.   Ergebnis/Wirkungen
(Welche Ergebnisse bzw. Wirkungen sollen erzielt werden?)

·            Anpassung und Ergänzung der Infrastruktur im südlichen Bereich der Kläranlage Erlangen zwischen neuer mechanischer Reinigung und Werkswohnhaus sowie der Faulstufe;

·            Herstellung der abschließenden Funktionalität der neuen Betriebsanlagen Mechanik, Biologie und Zulaufanlagen sowie des bestehenden Laborgebäudes;

·            Fortsetzung der Bearbeitung Ausbaukonzept 2008 - 2014 zur Verbesserung der Anlagenstruktur im Bereich Nord.

 

 

2.   Programme / Produkte / Leistungen / Auflagen
(Was soll getan werden, um die Ergebnisse bzw. Wirkungen zu erzielen?)

·            Erweiterung und Anpassung des Betriebswegenetzes mit Herstellung der abschließenden Funktionalität der Ingenieurbauwerke Mechanik / Biologie / Zulaufanlagen und Faulstufe sowie des Laborgebäudes;

·            Abbruch funktionsloser Anlagenteile mit Begrünung der verbleibenden Restflächen, die optional als Reserveflächen für Maßnahmen im Rahmen der energiewirtschaftlichen und wasserrechtlichen Ausbaukonzeption 2030 bzw. zum Neubau eines Verwaltungs-/Betriebsgebäudes erhalten bleiben.

 

 

3.   Prozesse und Strukturen
(Wie sollen die Programme / Leistungsangebote erbracht werden?)

3.1.  Beschlusslage / Projektstand

Bereich nördliche Hälfte Werksgelände:

Das vom Bau- und Werkausschuss am 23.06.2009 beschlossene Vorhaben „Verbesserung der Anlagenstruktur“ umfasste die Abschnitte:

·       Abbruch Altbestand Baufeld neue Mechanik (abgeschlossen);

·       Aufbereitungsanlage für Ablaufwasser (Inbetriebnahme erfolgt);

·       Abbruch funktionsloser Bauteile und Schaffung von Grünachsen in den Übergangsbereichen der Anlagenbereiche Mechanik / Biologie und Abwasserfilter / Auslauf
(noch ausstehend, abschnittsweise Ausführung bis 2018).

Gemäß MzK an den Bau- und Werkausschuss am 22.11.2011 wurde die noch ausstehende Objektplanung zum bereits beschlossenen Vorhaben „Verbesserung der Anlagenstruktur – Bereich Nord“ vorläufig zurückgestellt.

 

Bereich südliche Hälfte Werksgelände:

Mit Beschluss des Bau- und Werkausschusses vom 23.10.2012 wurde der v.g. Projektumfang um folgende Abschnitte aus der „Infrastruktur Süd“, nach dem Anschluss der neuen Zulaufanlagen mit Entlastungs- und Messbauwerk an die neue mechanische Reinigung ab Mitte 2013, erweitert:

·       Anpassung Erschließung / Entsorgung Laborgebäude und Werkswohnhaus;

·       Abbruch Rechen, Sandfang, Vorbelüftung, Vorklärbecken und RÜB/VKB III;

·       Begrünung Abbruchflächen und Anpassung Betriebswegenetz und Infrastruktur.

Optionale Reserveflächen für Maßnahmen im Rahmen des energiewirtschaftlichen Aus- und Umbaues 2030 sowie zum Neubau eines Verwaltungs-/Betriebsgebäudes bleiben dabei erhalten.

 

Vorentwurf gem. Nr. 5.4 DA Bau

Der Bau- und Werkausschusses hat in seiner Sitzung am 18.06.2013

·       den aufgezeigten Vorentwurf der Maßnahme Infrastruktur Süd beschlossen, und

·       den Entwässerungsbetrieb beauftragt, das Vorhaben mit der Entwurfsplanung fortzusetzen.

 

3.2.  Sachstand / Ergebnis

In Fortsetzung des Beschlusses zum Vorentwurf des Bau- und Werkausschusses vom 18.06.2013, Anpassung und Ergänzung der Anlagenstruktur – Projektabschnitt Infrastruktur Süd – hat der Entwässerungsbetrieb der Stadt Erlangen eine Entwurfsplanung erarbeiten lassen.

Die vorliegende Entwurfsplanung gewährleistet einen betriebstechnisch optimierten Betrieb der Kläranlage Erlangen und stellt die abschließende Funktionalität, vor allem hinsichtlich einer praktikablen Andienung der neuen Anlagenteile Mechanik mit Rechen und Sandwäsche, Biologie, Zulaufanlagen, Faulstufe sowie des bestehenden Laborgebäudes und des Werkswohnhauses bestmöglich sicher.

Mit dem Neubau der Zulaufanlagen (Stauraumkanal) wurde ein neues Entlastungsbauwerk errichtet. Die Maßnahme konnte unter der Bedingung der Aufrechterhaltung des Betriebes nur in 2 Bauabschnitten ausgeführt werden. Der 1. Bauabschnitt ist bereits erfolgreich umgesetzt, der 2. Bauabschnitt ist nunmehr im Rahmen der Infrastruktur Süd umzusetzen.

Funktionslose und einer Umnutzung nicht mehr zugängliche Bauteile des Altbestandes wie Rechen, Sandfang, Vorbelüftung, Vorklärbecken und RÜB/VKB III werden abgebrochen und entsprechend ihrer Schadstoffklassifizierung entsorgt und verwertet. Die verbleibenden Restflächen werden aufgefüllt und begrünt und bleiben somit als Reserveflächen optional für zukünftige Maßnahmen im Rahmen der energiewirtschaftlichen und wasserrechtlichen Ausbaukonzeption 2030 sowie zum Neubau eines Verwaltungs-/Betriebsgebäudes erhalten.

Zur Arrondierung der Gesamtmaßnahme wird neben der Anpassung des internen Betriebswegenetzes auch die Klärwerkszufahrt mit Pforte, Garagen und außerhalb des Klärwerksgeländes liegenden Parkplätzen dem Stand der Technik angepasst.

Im Vergleich zum Vorentwurf wurde der Planungsumfang der Entwurfsplanung um folgende Bereiche erweitert:

·       Die o.g. zurückgestellte Objektplanung zur „Verbesserung der Anlagenstruktur – Bereich Nord“ wird nunmehr wieder aufgenommen und gemeinsam mit der Infrastruktur Süd abgewickelt.

Dies beinhaltet insbesondere den Abbruch der Stützmauer zwischen Schlammlagerplatz und Abwasserfilter sowie den Schotterausbau und die Geländeprofilierung des aufgelassenen Schlammlagerplatzes und den Betriebswegebau mit Außenbeleuchtung im gesamten Nordbereich und um die komplette biologische Reinigungsstufe.

·       Im Vorentwurf war noch geplant Teilmaßnahmen aus dem oben genannten Projektumfang der Infrastruktur Süd bereits im Jahre 2013 zu realisieren, um für den Abtransport der Rechengut- und Sandfangcontainer den Vorplatz der neuen Mechanischen Reinigung so herzustellen, dass ein sicherer und reibungsloser Betrieb gewährleistet ist.

Aus ausführungstechnischen, wettbewerblichen und finanziellen Gründen soll nunmehr auch dieser Teil erst gemeinsam mit der Gesamtmaßnahme der Infrastruktur Süd im Jahre 2014 durchgeführt werden.

·       Aus Synergiegründen wurde zusätzlich der bisher noch nicht berücksichtigte Betriebswegebau mit Außenbeleuchtung im Bereich der Faulstufe, Neubau Faulbehälter 2 und Revision des Faulbehälters 1, aufgenommen.

In Fortsetzung der energiewirtschaftlichen Ausbaukonzeption 2030 sollen bestehende und geplante Dachflächen mit Photovoltaikmodulen bestückt werden, was jetzt ebenfalls auf „Pforte und Garagen“ berücksichtigt wird.

 

3.3.  Terminplan

·       Genehmigungsplanung und Ausführungsplanungen der einzelnen Fachgewerke sowie deren Ausschreibungen und Wettbewerb ab 10/2013

·       Beginn der Bauausführung im Frühjahr 2014

 

 

4.   Ressourcen
(Welche Ressourcen sind zur Realisierung des Leistungsangebotes erforderlich?)

Die Kostenberechnung aus der Entwurfsplanung schließt nunmehr mit 2,941 Mio. € brutto einschließlich der Nebenkosten und liegt somit über der Kostenschätzung des Vorentwurfes und der ursprünglichen Kostenannahme mit 2,000 Mio. €.

Die Kostenfortschreibung begründet sich wie folgt:

·       Wiederaufnahme der zurückgestellten Objektplanung zur „Verbesserung der Anlagenstruktur – Bereich Nord“ mit bereits genehmigten, noch ausstehenden Kosten in Höhe von ca. 0,600 Mio €.
Siehe Beschluss des Bau- und Werkausschusses zur Erweiterung des Projektumfanges auf den Bereich der südlichen Hälfte des Klärwerksgeländes vom 23.10.2012.

·       Aufnahme der bisher nicht berücksichtigten Betriebswege und Außenbeleuchtung im Bereich der Faulstufe, sowie der neuen Photovoltaikanlage und einer Müllstation.

·       Kostenanpassung aufgrund der höheren Planungstiefe und exakteren Massenermittlung im Rahmen der Entwurfsplanung.

Der erforderliche Finanzmittel für die Maßnahme „Anpassung und Ergänzung der Anlagenstruktur - Projektabschnitt Infrastruktur Süd“ mit vor beschriebener Erweiterung werden in den Investitionskosten der Wirtschaftspläne 2014 und 2015 aufgenommen.

 

Der Übersichtslageplan im Maßstab 1:500 wird in der Sitzung zur ergänzenden Information aufgehängt.

 

Haushaltsmittel

                         werden nicht benötigt

                         sind vorhanden auf IvP-Nr.

                        bzw. im Budget auf Sk  07009

                               sind nicht vorhanden

 

Bearbeitungsvermerk des Rechnungsprüfungsamtes

 

             Die Entwurfsplanungsunterlagen mit ergänzender Kostenberechnung haben dem RPA vorgelegen. Bemerkungen waren

                         nicht veranlasst

                         veranlasst (siehe anhängenden Vermerk)

                                                                                                     06.09.2013  gez. Steinwachs

 

Anlagen: