Betreff
Beschlussvorlage Nr. 66/086/2011 vom 01.03.2011, hier: Sachstandsbericht Recyclingasphalt (Ökoasphalt) für Erlanger Straßen
Vorlage
66/226/2013
Aktenzeichen
VI/66
Art
Mitteilung zur Kenntnis

Der Bericht der Verwaltung dient zur Kenntnis.

Die Verwaltung wird die weiteren Forschungsergebnisse und Entwicklungsfortschritte verfolgen und beobachten und gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt wieder darüber berichten.

Bezüglich der Beschlussvorlage Nr. 66/086/2011 über einen möglichen Einsatz von Recyclingasphalt (= Öko-Asphalt: der alte Asphalt wird nicht entsorgt, sondern das ausgebaute Material wird unter Zugabe eines Wachs-Öl-Gemisches reaktiviert und mit niedrigeren Einbautemperaturen wieder eingebaut) liegt dem Tiefbauamt nach erneuter Kontaktaufnahme mit der Stadt Hamburg folgender aktueller Kenntnisstand vor.

Die im September 2010 erstmalig hergestellte Versuchsstrecke - ein ca. 500 m langer Abschnitt des Pollhornwegs - hat nach Aussage des Amtes für Verkehr- und Straßenwesen der Stadt Hamburg seither gleichbleibende Eigenschaften und zeigt bisher keinerlei Veränderungen auf klimatische Einflüsse. Daraufhin wurde im August 2012 in der Mönckebergstraße in Hamburg eine 2. Versuchsstrecke hergestellt.

Problematisch hierbei war neben der umfangreichen, aufwändigen und ausführlichen Beprobung und Untersuchung des vorhandenen Asphaltes im Vorfeld auch die Frage nach dem „Ersatzfräsgut“, da beim Fräsen des Asphaltes der Materialverlust aufgrund von bautechnischen und sonstigen Verunreinigungen sehr hoch war. Die Beschaffung eines qualitativ hochwertigen und adäquaten Ersatzfräsgutes war aufgrund fehlender Lagerhaltung von Fräsgut für derartige Maßnahmen sowie der umfangreichen Logistik sehr zeitaufwändig und kostenintensiv.
Für zukünftige Maßnahmen hat die Stadt Hamburg daher festgestellt, dass im Vorfeld zuerst ausreichende Kapazitäten an geeignetem Ausbauasphalt anzulegen sind, um effizient und ergebnisorientiert bauen zu können.

Bei dieser Technologie handelt sich um ein neues Bauverfahren, über das es noch keine Langzeiterfahrungen und –studien gibt. Deswegen wird es auch noch einige Jahre dauern bis dieses Verfahren unter Umständen in die Regelwerke aufgenommen und als Stand der Technik anerkannt werden wird.

Das Tiefbauamt wird trotzdem weiterhin die zukünftigen Erfahrungen und Entwicklungsfortschritte bezüglich des Öko-Asphaltes verfolgen.

Anlagen: