Betreff
IGZ Innovations- und Gründerzentrum Nürnberg-Fürth-Erlangen GmbH, Jahresabschluss 2011
Vorlage
II/172/2012
Aktenzeichen
II
Art
Beschlussvorlage

Um eine ordnungsgemäße und fristgerechte Beschlussfassung der Gesellschafter zu gewährleisten, weist der HFPA den Vertreter der Stadt Erlangen an, folgenden Punkten zuzustimmen:

1.         Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2011

2.         Vortrag des Jahresüberschusses in Höhe von 74.959,65 € auf neue Rechnung

3.         Entlastung der Geschäftsführer, Herrn Dr. Gerd Allinger und Frau Sonja Rudolph,
für das Geschäftsjahr 2011

 

1.    Allgemeines

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der IGZ Innovations- und Gründerzentrum Nürnberg-Fürth-Erlangen GmbH für das Geschäftsjahr 2011 liegen nun zusammen mit dem Prüfungsbericht des Abschlussprüfers - der zu keinen Einwendungen führte - vorgelegen.
Die Gesellschafter haben spätestens bis zum Ablauf der ersten acht Monate des Geschäftsjahres über die Feststellung des Jahresabschlusses und über die Ergebnisverwendung zu beschließen. Um eine fristgerechte Beschlussfassung zu ermöglichen, erfolgt die Stimmabgabe im Umlauf- bzw. Parallelverfahren.

Die vom Vertreter in der Gesellschafterversammlung bzw. im Umlauf-/Parallelverfahren abzugebenden Stimmen bedürfen nach der Bayerischen Gemeindeordnung bzw. der Geschäftsordnung des Stadtrates der Zustimmung/Beteiligung des Stadtrates bzw. des zuständigen Ausschusses.

 

2.    Geprüfter Jahresabschluss 2011

Die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2011 wurde
von der ETH Erlanger Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft durchgeführt. Auftragsgemäß wurde der Jahresabschluss zum 31.12.2011 unter Einbeziehung der Buchführung sowie des Lageberichts gemäß § 317 HGB geprüft. Der Auftrag umfasste entsprechend Art. 94 der
Bayerischen Gemeindeordnung auch die Prüfung nach § 53 Haushaltsgrundsätzegesetz (HGrG).
Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt.


Nach Überzeugung der Wirtschaftsprüfer entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Die Bilanzsumme zum 31.12.2011 betrug 2.098.693,42 € (Vorjahr 2.111.499,57 €). Das Eigen-kapital betrug 1.282.328,88 € (Vorjahr 1.207.369,23 €). Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 61,1 % (Vorjahr 57,2 %). Damit ist die Vermögenslage der Gesellschaft nach wie vor ausgezeichnet.

Der Jahresüberschuss von 74.959,65 € (Vorjahr 63.176,50 €) soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Im Übrigen wird auf die Anlagen 1 (Bilanz) und 2 (Gewinn- und Verlustrechnung) verwiesen.

3.    Auszüge aus dem Lagebericht

Im Lagebericht vom 14. Juni 2012 gehen die Geschäftsführer, Herr Dr.-Ing. Gerd Allinger und Frau Dipl.-Volkswirtin Sonja Rudolph, u. a. auf die gute Belegungsquote ein, die im Jahresdurchschnitt leicht höher als im Vorjahr ist (aktuell 90,7%). Sie ist auch im bayernweiten Vergleich sehr zufriedenstellend und darf allenfalls temporär gesteigert werden, damit immer freie Räume verfügbar sind und das IGZ für High-Potentials attraktiv bleibt. Der Geschäftsverlauf entsprach den Erwartungen.

Die Auslastung bei der Untervermietung ist weiterhin stabil.
Es erfolgte eine kleine Umsatzsteigerung zum Vorjahr (2011: TEUR 642; Vj.: TEUR 620). Das Jahresergebnis 2011 in Höhe von TEUR +75 liegt leicht über dem des Vorjahres (Vj.: TEUR +63). Das Finanzergebnis liegt aufgrund der Auflösung des aktivierten Annuitätendarlehens im Zusammenhang mit der Finanzierung des Erbbaurechts unter dem des Vorjahres. Die Liquiditätsreserven sind ausreichend. Deshalb ist die Finanzierung des Unternehmens auch künftig sichergestellt. Anstehende Investitionen sowie die Instandhaltungen können weiterhin aus eigenen Mitteln finanziert werden.

 

Die Geschäftsführung geht aufgrund des über Jahre hin verbesserten Infrastruktur- und Coaching-Angebots sowie des hohen Bekanntheitsgrades des IGZ in der Region weiterhin von einem hohen Vermietungsstand aus.


Zum 01. März 2011 erwarb die IGZ GmbH das Erbbaurecht (Erbbaurechtgeber Stadt Erlangen) am bebauten Grundstück am Weichselgarten 7/9 von der Stadt- und Kreissparkasse Erlangen.
Die Investition führte zu Gesamtanschaffungskosten in Höhe von 1.614 TEUR (einschließlich
enthaltene Anschaffungsnebenkosten).

Durch diese Transaktion änderte sich die Kostenstruktur der IGZ GmbH. Während ab dem Zeitpunkt des Erwerbs die bis Februar 2011 gezahlten Mietaufwendungen weggefallen sind, vermindern zukünftig Abschreibungen sowie gegebenenfalls höhere sonstige betriebliche Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Betrieb und der Instandhaltung das Jahresergebnis.

Mit Ablösung des Erbbaurechts können nunmehr Investitionen und Auftragsvergaben selbst gesteuert werden.

 

Die Entwicklung der Gesellschaft ist im Wesentlichen abhängig von der Vermietungssituation und der Bonität der Mieter. Eine wesentliche Verbesserung zum gegenwärtigen Zustand ist nicht möglich. Auch in den folgenden Geschäftsjahren ist bei gleich bleibender Auslastungsquote und Kostenstruktur und dem weiterhin anhaltenden niedrigen Zinsniveau ein zumindest ausgeglichenes Ergebnis zu erwarten. Gewinne werden satzungsgemäß nicht ausgeschüttet.

 

Haushaltsmittel

             werden nicht benötigt

             sind vorhanden auf IvP-Nr.      

                        bzw. im Budget auf Kst/KTr/Sk        

                   sind nicht vorhanden

Anlagen:

Anlage 1 Bilanz
Anlage 2 Gewinn- und Verlustrechnung