Unterstützung des Projektes „Bayerisches Cluster Medizintechnik“ Jahr 2021 im Rahmen der Tätigkeiten des Medical Valley EMN e.V.

Betreff
Unterstützung des Projektes „Bayerisches Cluster Medizintechnik“ Jahr 2021 im Rahmen der Tätigkeiten des Medical Valley EMN e.V.
Vorlage
II/WA/014/2021
Aktenzeichen
II/WA
Art
Beschlussvorlage

Die Stadt Erlangen unterstützt den Medical Valley EMN e.V. bei der Realisierung des Projektes „Bayerisches Cluster Medizintechnik“ im Jahr 2021 mit einer Gesamtsumme von 40.000 EUR. Damit trägt die Stadt Erlangen dazu bei, die Medical Valley Region und speziell den Medizintechnikstandort Erlangen weiter zu stärken und auszubauen.

 
Die bislang geleistete institutionelle Förderung des Medical Valley EMN e.V. in gleicher Höhe wird damit durch eine projektbezogene Förderung fortgeführt. Damit wird ein wichtiger Beitrag geleistet, das Profil des Vereins und seine umfassende Expertise weiter zu fördern.

 

1.    Ergebnis/Wirkungen
(Welche Ergebnisse bzw. Wirkungen sollen erzielt werden?)

1.    Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen werden durch die vom Medical Valley EMN e.V. erbrachten Clusterdienstleistungen insbesondere bei der Anbahnung neuer Geschäftsbeziehungen, beim Anstoßen neuer Forschungsprojekte, bei der Vermarktung auf fachspezifischen Veranstaltungen oder bei der Qualifizierung des eigenen Personals unterstützt. Bedarfsgerecht zugeschnittene, professionelle Dienstleistungen sind der zentrale Hebel, um Vernetzungen innerhalb des Clusters aber auch über Cluster- und Technologiegrenzen hinaus zu fördern und das Innovationspotenzial zu steigern. Im Rahmen des Bayerischen Clusters Medizintechnik erfolgt im Rahmen eines dedizierten Dienstleistungsportfolios die Stimulation neuer Produkt- und Service-Ideen, die fachliche Beratung, Beurteilung und Begleitung von Innovationsprojekten sowie der Auf- und Ausbau innovationsunterstützender Dienstleistungen.

 

Zur Steigerung der internationalen Wahrnehmung des Standortes Bayern als Spitzenregion für Medizintechnik, mit dem Medical Valley EMN als Nukleus, sind auch Dienstleistungen zur Internationalisierung geplant, wie die Vernetzung mit relevanten internationalen Partnern oder Recherchen zu Akteuren und Rahmenbedingungen in internationalen Märkten. Da insbesondere Start-Ups technische Innovationen in der Medizintechnik treiben, wird für diese Unternehmen eine individuelle Begleitung unter Berücksichtigung branchen-relevanter Besonderheiten (Regulation, Erstattung, Kundenstruktur) angeboten, sowohl während der Gründungsphase als auch anschließend bei der Suche nach Kooperationspartnern, bei der Etablierung am Markt und bei der Markteinführung von Produkten.

 

Im Rahmen des über das Bayerische Wirtschaftsministerium geförderte, mehrjährige Projekt „Bayerisches Cluster Medizintechnik“ wird der Medical Valley EMN e.V. Unternehmen als Antragssteller gleichgestellt. Dies bedeutet insbesondere, dass entsprechende Eigenanteile dargestellt werden müssen. Im Rahmen dieses Projektes beträgt der Eigenanteil 50% des Projektvolumens des Medical Valley EMN e.V. Diesen Eigenanteil in Höhe von 103.500 Euro kann der Medical Valley EMN e.V. nur teilweise über verschiedene Säulen selbst erwirtschaften, insbesondere über Mitgliedsbeiträge, bezahlte Dienstleistungen und Veranstaltungseinnahmen. Der städtische Zuschuss stellt damit einen wichtigen Beitrag dar, um das Cluster-Projekt zu verstetigen sowie qualitativ und inhaltlich auszubauen.

 

Um die Profilierung des Medical Valley EMN e.V. in der Vergangenheit zu unterstützen, hat die Stadt Erlangen bis 2019 bereits regelmäßig einen institutionellen Zuschuss in Höhe von 40.000 EUR gewährt. Aufgrund der positiven Entwicklung des Medical Valley EMN e.V. ist dieser Zuschuss seit 2020 nicht mehr erforderlich. Das Wirtschaftsreferat hat trotz Gewinnen, die der Verein in den letzten Jahren in bescheidenem Umfang erzielen konnte, in der Vergangenheit bewusst darauf verzichtet, Zuschüsse zurückzufordern, um die positive Entwicklung des Vereins nicht zu gefährden. Die jetzt vorgeschlagene projektbezogene Unterstützung erscheint nunmehr als langfristig geeigneterer Weg, um den Verein und seine Entwicklung themen- und zielgruppengenau voranzutreiben.

 

2.    Programme / Produkte / Leistungen / Auflagen
(Was soll getan werden, um die Ergebnisse bzw. Wirkungen zu erzielen?)

Im Rahmen des Projektes werden u.a. folgende Aktivitäten durchgeführt:

     

Durchführung von Vernetzungs- und Qualifizierungsveranstaltungen

§  Medical Valley Innovation Night

§  Konzeption und Durchführung von Fachtagungen, Workshops oder Ideation-Formate

§  Durchführung von Sitzungen der Communities of Practice, z.B. Kompetenzpool Zulassung

      Beratung, Mentoring, Coaching

§  Unternehmensbesuche bei regionalen Medizintechnikunternehmen

§  Informations- und Beratungsgespräche für Gründer und Start-Ups

§  Sprechtage des Cluster Medizintechnik mit Experten zu spezifischen Fragen der MDR, u.a. CE-Zertifizierung, Design klinischer Prüfungen und Gewinnung klinischer Partner

      Fördermittelakquise

§  Begleitung bayerische Förderprogramme

§  Dienstleistungsangebot zur Fördermittelakquisition

      Internationalisierung

§  Gespräche zur Initiierung von Kooperationen mit internationalen Medtech Hubs

§  Betreuung von Delegationen ausländischer Ökosysteme

 

3.    Prozesse und Strukturen
(Wie sollen die Programme / Leistungsangebote erbracht werden?)

Medical Valley EMN e.V. stellt neben dem Clustermanager ein Expertenteam für die Durchführung und Umsetzung des Projekts „Bayerisches Cluster Medizintechnik“ bestehend aus Spezialisten in den Themen Eventmanagement, Fördermittelberatung und -Akquise, StartUp – Coaching und internationaler Marktzugang Medizintechnik zur Verfügung. Der Hauptsitz des Teams des „Bayerischen Clusters Medizintechnik“ ist Erlangen.


 

4.    Klimaschutz:

 

Entscheidungsrelevante Auswirkungen auf den Klimaschutz:

 

                ja, positiv*

                ja, negativ*

                nein

 

Wenn ja, negativ:

Bestehen alternative Handlungsoptionen?

 

                 ja*

                 nein*

 

*Erläuterungen dazu sind in der Begründung aufzuführen.

 

 

Falls es sich um negative Auswirkungen auf den Klimaschutz handelt und eine alternative Handlungsoption nicht vorhanden ist bzw. dem Stadtrat nicht zur Entscheidung vorgeschlagen werden soll, ist eine Begründung zu formulieren.

 

 

5.    Ressourcen
(Welche Ressourcen sind zur Realisierung des Leistungsangebotes erforderlich?)

Investitionskosten:

bei IPNr.:

Sachkosten:

€ 40.000

bei Sachkonto: 531801, Vorabdotierung: 20.575A

Personalkosten (brutto):

bei Sachkonto:

Folgekosten

bei Sachkonto:

Korrespondierende Einnahmen

bei Sachkonto:

Weitere Ressourcen

 

 

Haushaltsmittel

                 werden nicht benötigt

                 sind vorhanden auf IvP-Nr.      

                               bzw. im Budget auf Kst/KTr/Sk        

                         sind nicht vorhanden

Anlagen:             Wirtschaftsplan (nicht-öffentlich)