SPD-Fraktionsantrag 244/2020: Temporäre Kunst in den Stadtteilen (im öffentlichen Raum)

Betreff
SPD-Fraktionsantrag 244/2020: Temporäre Kunst in den Stadtteilen (im öffentlichen Raum)
Vorlage
47/038/2021
Aktenzeichen
IV/47/GA020
Art
Mitteilung zur Kenntnis

Der Bericht der Verwaltung dient zur Kenntnis.

Im Fraktionsantrag 244/2020 der SPD-Fraktion wurde beschrieben, welche Möglichkeiten Kunst im öffentlichen Raum in Stadtteilen eröffnen kann.

 

Kunst im öffentlichen Raum und auch in den Stadtteilen ist seit einigen Jahren deutlich im Fokus der Programme des Kulturamts, beispielsweise der Jugendkunstschule, des Kunstpalais und der Festivals, aber auch von Initiativen und Vereinen vor Ort. So hat Erlangen bereits einen Stadtteil, der aufgrund seiner künstlerischen Aktivitäten touristisches Interesse auf sich zieht (Tennenlohe). In anderen Stadtteilen wurden und werden niederschwellige Kunstvermittlungsprogramme initiiert (Kunsthaltestellen, Kunstspaziergänge in Büchenbach Nord und bald auch im Erlanger Südosten, Kulturfüchse in Alterlangen und Büchenbach Nord). Zudem kann Erlangen Stadtteile aufweisen, in denen interessante Großprojekte stattfanden und -finden, zum Beispiel das Figurentheater auf der „Wiese“ in Büchenbach, die partizipative Kunst in Büchenbach Nord (ebenfalls auf einem Fraktionsantrag der SPD beruhend), die Kunst am Bau am BBGZ im Erlanger Südosten und weitere Kunst am Bau-Projekte.

 

Gerade die Kunst-am-Bau-Projekte – einschließlich Büchenbach Nord – basieren auf Auslobungen und Wettbewerben. Diese zeitaufwändige Arbeit ist in der Abteilung Bildende Kunst, Kunstpalais und Städtische Sammlung verortet und funktioniert lediglich, weil die bewilligte halbe Stelle für Kunst am Bau aus dem Budget des Kulturamts vorübergehend auf eine ganze Stelle aufgestockt wurde. Ähnlich stellt es sich in der Jugendkunstschule dar. Die Kunsthaltestellen, die Programme mit den Schulklassen wie z. B. „Klima Klasse – Klasse Klima“ und das Regelprogramm lassen die Abteilung bereits jetzt über ihre Grenzen gehen. 

 

Man kann jedoch feststellen, dass die Nutzung des öffentlichen Raums als Kunst- und Kulturraum in Bezug auf die kulturpolitischen Leitsätze des Kulturreferats in den letzten Jahren einen großen Schritt nach vorne gekommen ist.

 

Für ein weiteres Großprojekt in Stadtteilen, das jurierte Ausstellungen mit verschiedenen Akteuren initiiert und im besten Falle die Eigenheiten der Stadtteile sinnvoll in die Auslobungen integriert, fehlen zum gegenwärtigen Zeitpunkt in allen Abteilungen des Kulturamts die personellen Ressourcen.

Anlagen: