Neufassung des Teilplans Kinder- und Jugendarbeit - "ERwachsen werden"

Betreff
Neufassung des Teilplans Kinder- und Jugendarbeit - "ERwachsen werden"
Vorlage
51/033/2021
Aktenzeichen
IV/51/PJ012
Art
Beschlussvorlage
  1. Die Jugendhilfeplanung wird mir der Erstellung eines lebensweltlich orientierten Teilplans zur Kinder- und Jugendarbeit „Erwachsen werden in Erlangen“ beauftragt. Im Zuge dessen wird die Verwaltung beauftragt:

1.1   Die notwendigen Daten zu erheben, hierzu zählen insbesondere der Bestand an Angeboten, die Bedürfnis und Bedarfslage, sowie die Einbettung in den sozioökonomischen Kontext

1.2   Unter größtmöglicher Beteiligung von Kindern, Jugendlichen, Familien, Fachkräften und Trägern in Erlangen Maßnahme- und Handlungsempfehlungen zu entwickeln und in diesem Zuge einen Einwurf für eine „Charta der Kinder- und Jugendarbeit in Erlangen“ vorzulegen

1.3   Zwischen- und Endergebnisse den entscheidungsverantwortlichen Gremien vorzulegen und diese nach entsprechender Verabschiedung in einer dem technischen Entwicklungsstand und der Komplexität des Themenfeldes angemessen Art und Weise, in Form eines Wikis zu veröffentlichen

 

Moderne pädagogische Konzepte in allen Bereichen der Jugendhilfe sind in unserer dynamischen Gesellschaft Voraussetzung für die Erfüllung der gesetzlichen Pflichtaufgaben. Die Stadt Erlangen hat in den letzten Jahren ihre Angebote durch Einrichtung und Modernisierung der Jugendhäuser stetig ausgebaut und damit die Angebotsstruktur für Kinder und Jugendliche im Stadtgebiet deutlich erweitert. Kinder und Jugendliche verbringen immer mehr Zeit in der Schule. Die Freizeit, die ihnen zur Verfügung steht, soll intensiv genutzt werden. Doch die Kinder und Jugendlichen selbst wissen nicht immer von den möglichen Angeboten in ihrer Nähe und/oder in ihrem Stadtteil bzw. über die Grenzen darüber hinaus.

 

Der fertiggestellte Plan nimmt deshalb die lebensweltliche Perspektive von Kindern und Jugendlichen in Erlangen ein und wird aus diesem Grund nicht primär entlang von juristischen oder verwaltungs-logischen Ordnungskategorien strukturiert. Er stellt das bestehende Angebot in Erlangen übersichtlich dar, benennt Bedürfnis- und Bedarfslagen von Kindern und Jugendlichen und beinhaltet eine in einem breiten Abstimmungs- und Beteiligungsprozess erarbeitete „Charta der Kinder- und Jugendarbeit in Erlangen“.

Auf diesem Wege werden Angebotslücken identifiziert und Zusammenhänge verdeutlicht. Durch das Bereitstellen handlungsleitender Informationen wird die Planungssicherheit freier Träger erhöht, gesetzeskonformes, inhaltlich kohärentes und zukunftsorientiertes Verwaltungshandeln erleichtert und Transparenz für die Erlanger Bürgerinnen und Bürger erzeugt.

Die beteiligungsgestützte, lebensweltliche Perspektive erlaubt es, die Schnittstellen und fließenden Übergänge zwischen formeller und informeller Bildung, unterstützungsgeleiteter Jugendhilfe und freizeitorientierten Angeboten zu beleuchten und allen Akteuren, die in Erlangen mit Kindern und Jugendlichen arbeiten zur Verfügung zu stellen.
Aus den erhobenen Informationen werden konkrete Handlungsziele und Maßnahmenvorschläge abgeleitet. Diese sollen eine zukunftsfähige Planungsgrundlage für die kommenden Jahre bieten. Um ein differenziertes, jugendkonformes Angebot in Erlangen schaffen bzw. erhalten zu können, erfordert dies eine regelmäßige Fortschreibung der Datengrundlage sowie einen regelmäßigen Austausch mit den Fachämtern und verschiedenen Akteuren in der Kinder- und Jugendarbeit.

 

 

2.    Programme / Produkte / Leistungen / Auflagen
(Was soll getan werden, um die Ergebnisse bzw. Wirkungen zu erzielen?)

Zur Erstellung des Teilplans wird eine Projekt-Kern-Gruppe initiiert, amtsintern bestehend aus Sozialpädagogischer Leitung, Abteilungsleitung 513 Jugendsozialarbeit und Jugendarbeit, Fachcontrolling und Jugendhilfeplanung. Im erweiterten Team findet sich der Kommunale Jugendpfleger. Dieses Kernteam wird im Entstehungsprozess weitere interne und externe Akteure mit einbinden. exemplarisch seien hier (nicht abschließend) genannt.

Interne Kooperationspartner der Erlanger Stadtverwaltung (unsortiert)

Die verschiedenen Abteilungen des Stadtjugendamtes, Abteilung für Statistik und Stadtforschung, Stabsstelle für Bürgerbeteiligung, Bildungsbüro, Büro für Chancengleichheit und Vielfalt, Koordinationsstelle Integration, Teile des Amtes für Stadtteilarbeit VHS, Bürgermeister- und Presseamt, Schulverwaltungsamt, Sozialamt, Datenschutzbeauftragte

etc.

Externe Kooperationspartner der Erlanger Stadtverwaltung (unsortiert)

Kinder und Jugendliche, Eltern und Familien, Stadtjugendring (SJR), Jugendparlament, Verbände und Vereine, Ausländer und Integrationsbeirat, Schulen, E-Werk, Polizei, Wohlfahrtsverbände (Freie Träger der Jugendarbeit), Kirchen/Vertreter von Religionsgemeinschaften, Stadt-SMV, Stadtteilbeiräte

etc.

 

Im Rahmen der Erstellung werden sowohl quantitative als aus qualitative Befragungsinstrumente zur Erhebung der Bedürfnisse der Erlanger Kinder und Jugendlichen angewandt. Dies erfolgt in Abstimmung und unter Einbezug der bestehenden Beteiligungsinstrumente und Formate, die in Erlangen bereits etabliert sind. (z.B. JuPa, beteiligt&DABEI, SMV, etc…).

Die bestehenden Angebote für Kinder und Jugendliche werden in Kooperation mit den freien Trägern erhoben und dargestellt. Das Formulieren einer handlungsleitenden Charta der Erlanger Kinder- und Jugendarbeit erfolgt in Kooperation mit bzw. unter Beteiligung von Kindern, Jugendlichen, freien Trägern und oben genannten Kooperationspartnern.

Der Einbezug aller relevanten Gruppen, auch außerhalb der klassischen Jugendhilfe, stellt planerisch und logistisch eine enorme Herausforderung dar.
Dies wird den zeitlichen Umfang der Arbeit deutlich beeinflussen, ist aus Sicht von Amt 51 jedoch inhaltlich unabdingbar. Amt 51 geht davon aus, dass bis zur Fertigstellung des Teilplans Kinder- und Jugendarbeit ca. zwei Jahre veranschlagt werden müssen.

Die Erfahrungen aus anderen Kommunen zeigen, dass vergleichbare Teilpläne einen erheblichen Textumfang darstellen. Dies schränkt die Reichweite und Handlungsrelevanz aufgrund der sperrigen Handhabung oft stark ein. Da es das Ziel ist, den Bericht so zu verfassen, dass er zum einen für unterschiedliche Zielgruppen und Nutzungsinteressen geeignet und gewinnbringend ist und andererseits in Bezug auf Fortschreibung und Anpassung an sich ändernde Rahmenbedingen handhabbar bleiben muss, soll der Teilplan nicht in Form eines klassischen, linearen Textes/ Druckwerkes verfasst werden, sondern in Form eines nichtlinearen Wikis.

Die Vorteile liegen neben der leichteren Auffindbarkeit einzelner Informationen auch im leichteren Einbinden von weiteren Fachleuten durch eine geeignete Rechtestruktur und die deutlich erweiterten Möglichkeiten zur punktuellen Fortschreibung. Der letztgenannte Punkt stellt im Bereich der Bedarfsplanung im interkommunalen Vergleich weitgehendes Neuland dar. Die Nutzung eines digitalen, vernetzten Ansatzes wird in den Augen der Verantwortlichen dazu beitragen, die Transparenz gerade auch für fachfremde Personen, insbesondere auch für Kinder und Jugendliche, erheblich zu erhöhen.

In Fortführung der Planungsaufgabe wird die Datengrundlage zukünftig systematisch fortgeschrieben und weiterentwickelt. Um den Veränderungen innerhalb der Jugend(sozial)arbeit Rechnung tragen zu können, kann die Angebotsstruktur so regelmäßig überprüft und im Bedarfsfall angepasst werden.

 

 

3.    Prozesse und Strukturen
(Wie sollen die Programme / Leistungsangebote erbracht werden?)

Die Entwicklung der „Charta der Kinder- und Jugendarbeit für die Stadt Erlangen“ erfolgt durch das Jugendamt. Im Rahmen der Projektgruppe wird die Erstellung koordiniert, die internen und externen Kooperationspartnern entsprechend einbezogen.

Die Erarbeitung einer „Charta der Kinder- und Jugendarbeit“ stellt sicher, dass (alle) Angebote der Kinder- und Jugendarbeit sowohl von den Fachämtern, den Verantwortlichen für Kinder- und Jugend(sozial)arbeit im Stadtgebiet und vor allem den Kindern und Jugendlichen selbst abgerufen werden können. Über alle Angebote hinweg, kann so, wo nötig, die Struktur ausgebaut und angepasst werden.

 

 

 

4.    Klimaschutz:

 

Entscheidungsrelevante Auswirkungen auf den Klimaschutz:

 

                ja, positiv*

                ja, negativ*

                nein

Wenn ja, negativ:

Bestehen alternative Handlungsoptionen?

 

                 ja*

                 nein*

 

*Erläuterungen dazu sind in der Begründung aufzuführen.

 

Falls es sich um negative Auswirkungen auf den Klimaschutz handelt und eine alternative Handlungsoption nicht vorhanden ist bzw. dem Stadtrat nicht zur Entscheidung vorgeschlagen werden soll, ist eine Begründung zu formulieren.

 

5.    Ressourcen
(Welche Ressourcen sind zur Realisierung des Leistungsangebotes erforderlich?)

Investitionskosten:

bei IPNr.:

Sachkosten:

bei Sachkonto:

Personalkosten (brutto):

bei Sachkonto:

Folgekosten

bei Sachkonto:

Korrespondierende Einnahmen

bei Sachkonto:

Weitere Ressourcen

 

 

Haushaltsmittel

                 werden nicht benötigt

                 sind vorhanden auf IvP-Nr.      

                               bzw. im Budget auf Kst/KTr/Sk        

                         sind nicht vorhanden

Anlagen: