Weiterführung und Ausbau Stadtteil-Werkstatt 56nord im Rahmen des ISEK-Prozess "Sozialer Zusammenhalt" (vormals "Soziale Stadt" Büchenbach-Nord

Betreff
Weiterführung und Ausbau Stadtteil-Werkstatt 56nord im Rahmen des ISEK-Prozesses "Sozialer Zusammenhalt" (vormals "Soziale Stadt") Büchenbach-Nord 2030/35
Vorlage
610.3/020/2021
Aktenzeichen
VI/61
Art
Beschlussvorlage

Die Verwaltung wird beauftragt, die Stadtteil-Werkstatt 56nord im Untersuchungsgebiet „Sozialer Zusammenhalt“ (vormals „Soziale Stadt“) Büchenbach-Nord – wie dargestellt –weiterzuführen und in Hinblick des zukünftigen Quartiersmanagements weiter zu entwickeln.

 

Die Verwaltung wird beauftragt, den Umbau von Räumlichkeiten für die Stadtteil-Werkstatt 56nord und das zukünftige Quartiersmanagement in Kooperation mit dem AWO-Ortsverein West sowie dem AWO-Sozialzentrum zu begleiten sowie eine finanzielle Beteiligung im dargelegten Rahmen mit Unterstützung der Städtebauförderung vorzubereiten.

 

Weiterführung Stadtteil-Werkstatt 56nord

        Im Rahmen der Erstellung des ISEK Büchenbach-Nord wurde im April 2020 die Stadtteil-Werkstatt 56nord sowie eine Projektassistenz als Interimsquartiersmanagement installiert und im Untersuchungsgebiet Büchenbach-Nord etabliert. (Siehe auch UVPA Beschlussvorlage vom 21.01.2020, Vorlagennummer 610.3/089/2019)

        Die Stadtteil-Werkstatt 56nord fungiert als Anlaufstelle und Vernetzungsstelle für Akteure, Bewohner*innen im Stadtteil Büchenbach-Nord für alle Themen rund um die Stadtteilentwicklung im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms „Sozialer Zusammenhalt“ (vormals „Soziale Stadt“).

        Die Stadtteil-Werkstatt 56nord kann - trotzt pandemischer Randbedingungen - auf eine erfolgreiches Jahr 2020 zurückblicken. So konnten, jeweils angepasst an die Situation, unterschiedliche vertiefende Beteiligungsformate angeboten sowie Informationsangebote entwickelt werden, u.a.:

  • wöchentliche Sprechstunde in Zusammenarbeit mit dem Büro für Bürgerbeteiligung und Ehrenamt
  • die zweitägige „Werkstatt an der Wasserfront am Europakanal“ (16./17. Juli 2020)
  • das digitale Stadtteil-Forum Büchenbach-Nord (12. November 2020)
  • Herbstprogramm mit niederschwelligen Angeboten in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern (Kunstspaziergang, etc.)
  • der regelmäßige Infobrief und die saisonale Programmkarte für Bewohnende und Akteure.
  • die mobile Stadtteil-Werkstatt in Form eines eigens gebrandeten Lastenfahrrades mit Mobiliar, das im Stadtteil unterwegs für Aufmerksamkeit sorgt

 

Am Ende des Jahres 2020 mussten dennoch eine Reihe an Angeboten auf nachpandemische Zeiten verschoben bzw. eingeschränkt werden.

 

Das Interesse an den bisherigen Angeboten und die Fortsetzung des ISEK-Prozesses im Jahr 2021 macht es erforderlich, die Stadtteil-Werkstatt mit Projektassistenz sowie ihre (an die jeweiligen Möglichkeiten angepassten) Angebote auch im Jahr 2021 weiterzuführen. Somit besteht die Chance diese Einrichtung in Hinblick auf ein längerfristiges Quartiersmanagement im Programm „Sozialer Zusammenhalt“ weiter zu entwickeln. Neben der Vernetzung mit weiteren Kooperationspartnern soll die Mitwirkung an der Planungswerkstatt „Freiraum Neue Mitte“ (Vgl. UVPA Beschlussvorlage vom 22.09.2020, Vorlagennummer 610.3/009/20209) oder die Mitgestaltung des Stadtteil-Festes „50 Jahre – 50 Tische“ im Fokus der Tätigkeit stehen.

 

Ausbau und Umbau von Räumlichkeiten für die Stadtteil-Werkstatt 56nord

Ursprünglich war in Ermangelung an Alternativen im Stadtteil eine mobile Box in Form eines Containers angedacht, um angemessene Räumlichkeiten für die Stadtteil-Werkstatt 56nord zu schaffen (Siehe auch UVPA Beschlussvorlage vom 21.01.2020, Vorlagennummer 610.3/089/2019).

 

Die Stadtteil-Werkstatt 56nord fand eine provisorische Unterkunft in den untergenutzten Vereinsräumlichkeiten des AWO-Ortsvereins West im AWO-Sozialzentrum (Büchenbacher Anlage 27 bzw. 27a). Diese Räumlichkeiten samt Ausstattung sind aber in die Jahre gekommen und eignen sich momentan für die Nutzung als Stadtteil-Werkstatt 56nord nur bedingt.

 

Nun bietet sich die Gelegenheit in Kooperation mit dem AWO-Ortsverein, dem AWO-Bezirksverein und insbesondere dem AWO-Sozialzentrum die Räumlichkeiten umzubauen sowie für eine gemeinsame langfristige Nutzung (Verein, Stadtteil-Werkstatt 56nord sowie AWO-Stadtteil-Café) umzugestalten.

 

Geplante generationenübergreifende Nutzungen:

  • regelmäßige Sprechstunde und mobiler Arbeitsplatz der Projektassistenz/ später des Quartiersmanagements sowie des Büros für Bürgerbeteiligung und Ehrenamt
  • Gruppen- und Einzelgespräche
  • Netzwerktreffen, Workshops,
  • Vorträge, kleine Ausstellungen
  • Aktionen

 

Der zunächst angedachte Container erübrigt sich mit der dargelegten Lösung. Die Idee einer mobilen kleineren Info-Box zu den Stadterneuerungsmaßnahmen kann zu gegebenem Zeitpunkt wieder aufgegriffen werden.

 

Förderung und Finanzierung

        Für die Weiterführung des Betriebs der Stadtteil-Werkstatt 56nord (Personalkosten Projektassistenz/ Interimsquartiersmanagement, externe Begleitung einschließlich vertiefter Öffentlichkeitsarbeit und Beteiligung) sind 65.000 € kalkuliert.

        Für den Umbau der Räumlichkeiten für die Stadtteil-Werkstatt 56nord sind bislang ca. 142.000 € vorgesehen. Diese werden von der Eigentümerin des Gebäudes gemeinsam mit dem AWO-Sozialzentrum als Teilnutzer getragen. Dies beinhaltet auch die neue Innenausstattung für die Räumlichkeiten mit einem Kostenrahmen von ca. 82.000 €. Für letztgenannte wäre eine Kostenbeteiligung von 50% durch die Stadt im Rahmen der Städtebauförderung vorgesehen.

        Im oben dargestellten Rahmen hat die Regierung von Mittelfranken die weitere finanzielle Förderung der Stadtteil-Werkstatt 56nord in Aussicht gestellt.

 

Entscheidungsrelevante Auswirkungen auf den Klimaschutz:

 

                ja, positiv*

                ja, negativ*

                nein, da die Nutzung bestehender untergenutzter Räumlichkeiten intensiviert wird. 

 

Wenn ja, negativ:

Bestehen alternative Handlungsoptionen?

 

                 ja*

                 nein*

 

*Erläuterungen dazu sind in der Begründung aufzuführen.

 

 

Falls es sich um negative Auswirkungen auf den Klimaschutz handelt und eine alternative Handlungsoption nicht vorhanden ist bzw. dem Stadtrat nicht zur Entscheidung vorgeschlagen werden soll, ist eine Begründung zu formulieren.

 

 

5.    Haushaltsmittel

Förderung mit Mitteln der Städtebauförderung sind in Aussicht gestellt.

                 werden nicht benötigt

                 sind vorhanden auf IvP-Nr. 511.604

(41.000 € Aus- bzw. Umbau Raum für Stadtteil-Werkstatt)      

                               bzw. im Budget auf Kst/KTr/Sk 610390 / 51100010

(65.000 €, Betrieb u. Öffentlichkeitsarbeit)       

                         sind nicht vorhanden

Anlagen: