Haushalt 2021: SPD-Fraktionsantrag 250/2020 - Antrag zum Arbeitsprogramm von Amt 47: Archivräume für den Verein „Comicmuseum Erlangen e. V.": Städtische Unterstützung bei Suche und Finanzierung

Betreff
Haushalt 2021: SPD-Fraktionsantrag 250/2020 - Antrag zum Arbeitsprogramm von Amt 47: Archivräume für den Verein „Comicmuseum Erlangen e. V.": Städtische Unterstützung bei Suche und Finanzierung
Vorlage
47/010/2020
Aktenzeichen
IV/47/GA020
Art
Beschlussvorlage

1. Der Antrag 250/2020 der SPD-Fraktion wird ins Arbeitsprogramm 2021 von Amt 47 aufgenommen.

2.  Der SPD-Fraktionsantrag 250/2020 vom 13.10.2020 ist damit bearbeitet.

1.   Ergebnis/Wirkungen

Das Kulturamt, hier in erster Linie die Abteilung Festivals und Programme, ist mit dem Verein „Comicmuseum Erlangen e. V.“ seit dessen Gründung im November 2018 in engem Austausch. Im Rahmen des Internationalen Comic-Salons 2020 hätte sich der Verein in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt einer breiten Öffentlichkeit präsentieren sollen. Im Rahmen des Digitalen Comic-Salons fand ein Expert*innengespräch mit Kurator*innen und Museumsdirektor*innen statt, das live gestreamt wurde. Das Gespräch kann im YouTube-Kanal des Comic-Salons angesehen werden.

 

Als nächsten Schritt verstärkter öffentlicher Wahrnehmbarkeit hat der Comicmuseum Erlangen e. V. jetzt für zwei Jahre ein Ladengeschäft in der Schiffstraße 9 angemietet. Der Ort wird den Namen „Aktions- und Schauraum des Comicmuseum Erlangen e. V.“ tragen, um nicht den Eindruck zu erwecken, dies wäre schon ein Museum oder an dieser Stelle würde ein Museum entstehen können. Eröffnet wird der Aktions- und Schauraum am 06.11.2020 mit einer Ausstellung mit den Ergebnissen von zwei Jahrgängen des Internationalen Comiczeichner-Seminars Erlangen. Das Kulturamt engagiert sich bei dieser Ausstellung finanziell und personell.

 

Eine wesentliche Grundlage für ein künftiges Comicmuseum ist der Aufbau einer eigenen, wissenschaftlich betreuten Sammlung. Der Zeitpunkt ist passend, da derzeit viele Comic-Sammler*innen der ersten Stunde sich Gedanken über die Zukunft ihrer Sammlungen machen. Dem Kulturamt wurden in der Vergangenheit mehrfach hochwertige Sammlungen angeboten, die mangels konservatorisch geeigneter Räumlichkeiten und personeller Ressourcen abgelehnt werden mussten. Der Comicmuseum Erlangen e. V. hat in diesem Jahr eine Sammlung übernommen, die derzeit im Lager des Kulturamts unter schwierigen konservatorischen Bedingungen provisorisch eingelagert ist. Die Sammlung ist zunächst zumindest grob zu sichten, um den Wert und damit auch den Umfang und die Qualität zu findender Lagerräume einschätzen zu können.

 

2.   Programme / Produkte / Leistungen / Auflagen

Mittel- bis langfristig gilt es als Ziel, für die Städtische Sammlung, die Sammlung des Kunstmuseums und des Stadtmuseums geeignete Depoträume zu schaffen – auch das Stadtarchiv meldet Erweiterungsbedarf. Vor allem die Städtische Sammlung ist derzeit, wie bekannt, in konservatorisch unzureichenden Räumlichkeiten untergebracht. In einer gemeinsamen Sitzung von Ref. IV, GME und den betroffenen Institutionen am 6. März 2020 wurden die Bedarfe noch einmal formuliert und festgehalten, dass eine vernünftige Unterbringung der Sammlungen nur gesamtstädtisch zu lösen ist. Es wurde vereinbart, dass im Rahmen der Baumaßnahme Museumskarree die Depotsituationen der jeweiligen Institutionen mit in die Planungen einbezogen werden. 

 

3.   Prozesse und Strukturen

Das Kulturamt wird den Depotbedarf des Vereins Comicmuseum Erlangen in die o. g. gesamtstädtischen Depot-Planungen einbeziehen.

Bis dahin wird das Kulturamt den Verein bei der Suche nach einem geeigneten Übergangslager unterstützen. Ein entsprechender Mietkostenzuschuss wäre dann beim Amt für Soziokultur zu stellen bzw. im laufenden Haushalt 2021 nachzubewilligen.

 

4.   Klimaschutz:

 

Entscheidungsrelevante Auswirkungen auf den Klimaschutz:

 

             ja, positiv*

             ja, negativ*

             nein

 

Wenn ja, negativ:

Bestehen alternative Handlungsoptionen?

 

              ja*

              nein*

 

*Erläuterungen dazu sind in der Begründung aufzuführen.

 

Falls es sich um negative Auswirkungen auf den Klimaschutz handelt und eine alternative Handlungsoption nicht vorhanden ist bzw. dem Stadtrat nicht zur Entscheidung vorgeschlagen werden soll, ist eine Begründung zu formulieren.

 

5.   Ressourcen
(Welche Ressourcen sind zur Realisierung des Leistungsangebotes erforderlich?)

Investitionskosten:

bei IPNr.:

Sachkosten:

bei Sachkonto:

Personalkosten (brutto):

bei Sachkonto:

Folgekosten

bei Sachkonto:

Korrespondierende Einnahmen

bei Sachkonto:

Weitere Ressourcen

 

 

Haushaltsmittel

              werden nicht benötigt

              sind vorhanden auf IvP-Nr.      

                        bzw. im Budget auf Kst/KTr/Sk        

                    sind nicht vorhanden

Anlagen:        SPD-Fraktionsantrag 250/2020