Neubau eines Feuerwehrgerätehauses für die Freiwillige Feuerwehr Bruck; Bedarfsbeschluss nach DABau 5.3

Betreff
Neubau eines Feuerwehrgerätehauses für die Freiwillige Feuerwehr Bruck; Bedarfsbeschluss nach DABau 5.3
Vorlage
37/004/2020
Aktenzeichen
I/37
Art
Beschlussvorlage

Dem vorliegenden Bedarfsbeschluss für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses mit zwei Stellplätzen, Schulungsraum und notwendigen Nebenräumen für die Freiwillige Feuerwehr Bruck wird gemäß DABau 5.3 zugestimmt. Die weiteren Planungsschritte sind zu veranlassen.

1.   Ergebnis/Wirkungen
(Welche Ergebnisse bzw. Wirkungen sollen erzielt werden?)

      Durch den Neubau des Feuerwehrgerätehauses soll die Einsatzbereitschaft und Leistungsfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehr Bruck für die Sicherheit der Menschen erhalten bleiben.

 

 

2.   Programme / Produkte / Leistungen / Auflagen
(Was soll getan werden, um die Ergebnisse bzw. Wirkungen zu erzielen?)

Am 06.09.2005 wurde eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Siemens AG und der Stadt Erlangen geschlossen. Diese Kooperationsvereinbarung regelt bis heute die Unterbringung der Freiwilligen Feuerwehr Bruck mit Mannschaft und Gerät auf dem Firmengelände (Günther-Scharowsky-Straße) der Firma Siemens. Darüber hinaus regelt sie die Alarm- und Ausrückeordnung für die Einsatzbereitschaft der Werkfeuerwehr (WF) Siemens Erlangen bei Hilfeleistungen im Stadtbereich, insbesondere im Ortsteil Bruck, sowie die Inanspruchnahme der FF Bruck bei Bränden und technischen Hilfeleistungen im Zuständigkeitsbereich, hier kon-kret dem ehemaligen Forschungszentrum der Siemens AG.

Die seit nunmehr über 15 Jahre währende gewinnbringende Zusammenarbeit stellte eine win-win-Situation dar, von der die Firma Siemens und die Stadt Erlangen sehr profitiert haben. Die FF Bruck (für die im Jahr 2005 kein adäquates Gerätehaus mehr zur Verfügung stand) nutzte gemeinsam mit der WF Siemens das Gerätehaus der WF mit allen notwendigen Räumlichkeiten wie Fahrzeugstellplatz, Umkleidebereich, Schulungsraum etc.. Neben dem eigenen Löschgruppenfahrzeug der FF Bruck konnte durch die Kameraden/-innen der FF Bruck jederzeit auch auf Einsatzfahrzeuge der WF zurückgegriffen werden. Die Kameraden/-innen der FF Bruck unterstützten u.a. in großer Mannschaftsstärke im Gegenzug vor allem in den Nachtstunden und an den Wochenenden die Einsatzkräfte der WF bei Einsätzen auf dem Firmengelände. Werktags wiederum rückten die nebenamtlichen Einsatzkräfte der WF bei Alarmierungen für die FF Bruck mit ins Stadtgebiet aus.

Durch die Kooperationsvereinbarung hatten sich die Vertragspartner von der gegenseitigen Kostenerstattung für Gebäudenutzung, Einsatzstunden und Verbrauchsmaterial entbunden. Die Kooperationsvereinbarung wurde auf eine Laufzeit von zehn Jahren geschlossen und hat sich nach Ablauf der zehn Jahre bis heute jeweils um ein Jahr verlängert.

Zwischenzeitlich haben sich die beiden Werkfeuerwehren (Forschungszentrum und Gerätewerk) der Firma Siemens zu einer Werkfeuerwehr zusammengeschlossen, das Gerätehaus der WF Siemens an der Günther-Scharowsky-Straße musste dem Campus II-Bauabschnitt weichen und die gemeinsame WF Siemens Erlangen hat ihr neues Gerätehaus an der Frauenauracher Straße bezogen. Die Zuständigkeit für die Sicherstellung des Brandschutzes für den Bereich Siemens Healthineers, die Siemens Liegenschaften Erlangen-Mitte und der Siemens Campus sind im Verlauf der letzten Jahre an die Feuerwehr Erlangen übergegangen.

 

Aufgrund des notwendigen Abrisses des vormaligen WF-/FF-Gerätehauses im Zusammenhang mit der Entwicklung des Siemens Campus II wurde der Freiwilligen Feuerwehr Bruck für ihr Einsatzfahrzeug und die Einsatzspinde seitens der Siemens AG freundlicherweise eine leerstehende Industriehalle auf dem Firmengelände an der Günther-Scharowsky-Straße zur Verfügung gestellt. Dort können sie mit der verbliebenen kleinen Löschgruppe der WF Siemens zwischenzeitlich auch einen durch die Siemens AG renovierten Schulungsraum und Sanitäreinrichtungen nutzen. Leider liegt das „neue Gerätehaus“ der FF Bruck soweit auf dem Firmengelände, dass man von öffentlicher Fläche aus erst 600 Meter auf dem Siemensgelände zum „Gerätehaus“ und beim Ausrücken mit dem Einsatzfahrzeug wiederum 600 Meter bis zur öffentlichen Fläche zurücklegen muss.

 

Mit dem Umzug der WF Siemens in die Frauenauracher Straße und dem Übergang der Zuständigkeit für den sich schnell entwickelnden Siemens Campus zur Feuerwehr Erlangen ist die über 15 Jahre mehr als gewinnbringende Grundlage der Kooperationsvereinbarung so nicht mehr gegeben, so dass es nach dem Neubau des Gerätehauses der WF Siemens an der Frauenauracher Straße notwendig ist, im Stadtteil Bruck ein neues Gerätehaus für die Freiwillige Feuerwehr Bruck zu bauen, um dann die Kooperationsvereinbarung in der bestehenden Form in Abstimmung mit der Siemens AG auslaufen zu lassen.

 

Aufgrund der beschriebenen Situation ist für die Zukunftsfähigkeit der in Erlangen praktizierten intensiven Einbindung der Freiwilligen Feuerwehren die Schaffung eines neuen Feuerwehrgerätehauses im Stadtteil Bruck unabdingbar notwendig. Dies sollte aufgrund der Notwendigkeit der schnellen Erreichbarkeit im Alarmfall an einem entsprechend gut erreichbaren Standort liegen. Das neue Gerätehaus muss über zwei Stellplätze für das vorhandene Löschgruppenfahrzeug und ein noch zu beschaffendes Mehrzweckfahrzeug (hier konnte in der Vergangenheit das Mehrzweckfahrzeug der WF genutzt werden) verfügen.

 

Neben der Fläche für die zwei Stellplätze werden in dem Gerätehaus getrennte Umkleiden für Männer und Frauen, Sanitärbereiche, ein Büro, ein Lagerraum und ein Schulungsraum mit Küchentheke benötigt. Darüber hinaus soll auch das neue Gerätehaus im Stadtteil Bruck im Rahmen der Thematik des flächendeckenden Stromausfalls (Leuchtturmkonzept) mit einem Notstromaggregat ausgestattet werden. Für die Förderfähigkeit durch den Freistaat Bayern müssen darüber hinaus neben den Stellflächen vor der Fahrzeughalle ausreichend Fläche sowie genügend Parkplätze für die im Alarmierungsfall anrückenden ehrenamtlich Aktiven zur Verfügung stehen. Die notwendigen Räumlichkeiten finden sich im vom Amt 24 erarbeiteten und mit den Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr abgestimmten Raumprogramm anbei wieder.

 

 

Raumprogramm Gerätehaus Freiwillige Feuerwehr Bruck:

 

Raum- progr. Nr.

Raumbezeichnung

 

Fläche Raumprogramm m²

 

 

Ansatz

NUF

TF

VF

 

FF Erlangen-Bruck

 

 

 

 

 

Fahrzeughalle 2 Stellplätze

12,5x10

125

 

 

 

Schulungsraum

 

50

 

 

 

Teeküche

 

8

 

 

 

Büro

 

20

 

 

 

Lager allgemein

 

20

 

 

 

Lager Getränke

 

4

 

 

 

Umkleide und Dusche Herren

50

50

 

 

 

Umkleide und Dusche Damen

20

20

 

 

 

Zwischensumme FFW

 

297

 

 

 

Sanitär- und Technikbereich

 

 

 

 

 

WC Damen

10

10

 

 

 

WC Herren

15

15

 

 

 

Behinderten-WC

6

6

 

 

 

Putzraum

6

6

 

 

 

Raum Notstromaggregat

5*3

 

15

 

 

Technik + Anschluss

20

 

20

 

 

Verkehrsflächen

NUF1*25%

 

 

80

 

Zwischensumme Sanitär- und Technikbereich

 

37

35

80

 

Übungsfläche

250

 

 

 

 

Pkw-Stellplätze im Freien

12-17

 

 

 

 

evtl. Aufzug

 

 

 

 

 

SUMME

 

334

35

80

 

 

 

3.   Prozesse und Strukturen
(Wie sollen die Programme / Leistungsangebote erbracht werden?)

Als nächster Schritt steht in Zusammenarbeit mit Amt 23 die Suche nach einem möglichen geeigneten Standort für den Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses im Stadtteil Bruck und die notwendige Vorplanung der Maßnahme in Zusammenarbeit mit Amt 24 an.

 

4.   Klimaschutz:

 

Entscheidungsrelevante Auswirkungen auf den Klimaschutz:

 

             ja, positiv*

             ja, negativ*

             nein

 

Wenn ja, negativ:

Bestehen alternative Handlungsoptionen?

 

              ja*

              nein*

 

*Erläuterungen dazu sind in der Begründung aufzuführen.

 

 

Falls es sich um negative Auswirkungen auf den Klimaschutz handelt und eine alternative Handlungsoption nicht vorhanden ist bzw. dem Stadtrat nicht zur Entscheidung vorgeschlagen werden soll, ist eine Begründung zu formulieren.

 

 

 

5.   Ressourcen
(Welche Ressourcen sind zur Realisierung des Leistungsangebotes erforderlich?)

 

      Vom Freistaat Bayern wird für den Bau der beiden Stellplätze eine Förderung in Höhe von 110.000 Euro erwartet.

 

Investitionskosten:

bei IPNr.:

Sachkosten:

bei Sachkonto:

Personalkosten (brutto):

bei Sachkonto:

Folgekosten

bei Sachkonto:

Korrespondierende Einnahmen

bei Sachkonto:

Weitere Ressourcen

 

 

Haushaltsmittel

              werden nicht benötigt

              sind vorhanden auf IvP-Nr.      

                        bzw. im Budget auf Kst/KTr/Sk        

                    sind nicht vorhanden

Anlagen: