Sanierung und Ausbau des Stadtmuseums - Sachstand

Betreff
Sanierung und Ausbau des Stadtmuseums - Sachstand
Vorlage
46/003/2020
Aktenzeichen
IV/46
Art
Mitteilung zur Kenntnis

Der Bericht der Verwaltung dient zur Kenntnis.

Am 26. November 2019 fand im Stadtmuseum die Auftaktveranstaltung zur Entwicklung des Museumskarrees statt. Von den teilnehmenden Vertreter*innen der Politik, der beteiligten Fachreferate und Fachämter sowie von Multiplikator*innen der Stadtgesellschaft konnte dabei ein erstes Meinungsbild zu den Erwartungen hinsichtlich der Wirkung des Museumskarrees in die Stadt und Region, der künftigen inhaltlichen Ausgestaltung des Stadtmuseums und zu denkbaren Formen der Öffentlichkeitsbeteiligung eingeholt werden.

 

Im Folgenden wurde durch das Stadtmuseum eine Analyse der bestehenden räumlichen Grundlagen aus musealer Sicht auf Basis der Machbarkeitsstudie für das Pinolihaus aus dem Jahr 2015 beauftragt, die auch die vorhandenen Unterlagen zum Gebäude Martin-Luther-Platz 10 einbezieht. Dieses konnte in diesem Zusammenhang erstmals in weiten Teilen besichtigt werden, um einen Eindruck von den baulichen Gegebenheiten zu erhalten. Eine genaue Analyse des baulichen Zustands wird durch GME erfolgen.

 

Ziel der Studie ist es, wichtige Erkenntnisse zu den bestehenden räumlichen Möglichkeiten, aber auch zu vorhandenen Problematiken (Raumgrößen- und zuschnitte, Verbindungen zwischen den einzelnen Gebäudeteilen, Erschließungsmöglichkeiten, Eingangssituation etc.) zu gewinnen, die grundlegend für die Erarbeitung der künftig möglichen Aufteilung der verschiedenen musealen Bereiche und die Definition des Flächenbedarfs sind. Diese Studie liegt mittlerweile in einem Erstentwurf vor und wird aktuell vom Stadtmuseum durchgesehen und präzisiert. Die Ergebnisse sollen nach Auswertung vorgestellt werden.

 

Parallel zur Beauftragung der Studie konnten, insbesondere in Folge der durch die CoronaPandemie bedingten Schließung, umfangreiche Inventarisierungsarbeiten zu noch nicht erfassten Exponaten in der Dauerausstellung und Neuerwerbungen erfolgen, die laufend fortgeführt werden. Die vollständige Inventarisierung ist unerlässliche Basis für die Erarbeitung des künftigen Konzepts sowie für die Festlegung des Umfangs und inhaltlicher Schwerpunkte der neuen Dauerausstellung. 

 

Des Weiteren wurden umfangreiche Recherchen bei vergleichbaren Museen mit Neukonzeptionen und/oder Neubauten betrieben, um Erkenntnisse zur Vorgehensweise bei der Erarbeitung der Museumskonzeption sowie zu hierfür in Frage kommenden Gestaltungs- und Architekturbüros zu gewinnen. Diese Recherchen wurden ergänzt um eine deutschlandweite Umfrage bei vergleichbaren Museen zum jeweiligen Flächenangebot der unterschiedlichen musealen Bereiche. An dieser Umfrage haben sich 18 von 31 Museen beteiligt. Die Umfrage bestätigt die Anforderungen, die an ein modernes und partizipatives Stadtmuseum heutzutage gestellt werden, etwa hinsichtlich der zur Verfügung stehenden Flächen für Sonderausstellungen, museumspädagogischen Angebote, Gastronomie sowie flexibel einsetzbare Veranstaltungsräume.

 

Im nächsten Schritt wird das Stadtmuseum, mit fachlicher Unterstützung der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern, ein Rahmenkonzept entwickeln, das die Erkenntnisse aus der Vorstudie einbezieht und Basis für die bauliche Umsetzung sein wird. Um Bürger*innen und Interessensvertreter*innen frühzeitig in den Prozess einzubinden, ist geplant, parallel auch ein Beteiligungskonzept zu erarbeiten.

Beides soll durch externe Expertise begleitet werden. Hierzu findet eine Identifizierung und Vorauswahl von in Frage kommenden Büros durch das Stadtmuseum statt.

 

Für die Beauftragung sind als nächstes die Erarbeitung der konkreten Aufgabenstellung sowie die Vorbereitung der Vergabe, über die nach aktueller Planung im ersten Quartal 2021 im KFA/Stadtrat entschieden werden soll, erforderlich.

 

Die Arbeiten an der Planung und Konzeption des Museumskarrees laufen parallel zum regulären Museumsbetrieb. Aus dem gestiegenen Arbeitsaufwand ergeben sich notwendige Änderungen für das Ausstellungsprogramm. So sollen Ausstellungen in den nächsten Jahren vermehrt von externen Kooperationspartnern erarbeitet oder von anderen Museen übernommen werden, um Kapazitäten für die Neukonzeption freizuhalten. Auch die Zahl der gezeigten Ausstellungen wird gegebenenfalls verringert.

 

Anlagen: