Zwischenbericht des Kulturamts zum Arbeitsprogramm 2020 - Stand 31.07.2020

Betreff
Zwischenbericht des Kulturamts zum Arbeitsprogramm 2020 - Stand 31.07.2020
Vorlage
47/002/2020
Aktenzeichen
IV/47/STB
Art
Beschlussvorlage

Das Arbeitsprogramm 2020 – Stand: 31.07.2020 – wird zur Kenntnis genommen.

 

Die unter Punkt 4.3 des Zwischenberichtes aufgeführten Vorschläge zur Einhaltung des Arbeitsprogrammes werden rückwirkend beschlossen.

1.   Ergebnis/Wirkungen

Der Lock-Down traf die Kulturszene hart, ist diese doch auf Begegnung angelegt. Das Kulturamt der Stadt Erlangen sah und sieht sich in der Verantwortung, nicht nur auf die Einhaltung des eigenen Arbeitsprogramms zu achten, sondern die Lage der Kulturschaffenden in der Stadt und der Region zu beobachten und gegebenenfalls unterstützend einzugreifen.

 

2.   Programme / Produkte / Leistungen / Auflagen

Die einzelnen Abteilungen des Kulturamts sind mit ihren jeweiligen Situationen unterschiedlich umgegangen. Ziel war stets, mit den großen und kleinen Bürger*innen Kontakt zu halten. Im Folgenden die einzelnen Formate aus dem Arbeitsprogramm 2020 in ihrer Veränderung im Überblick (es werden nur die Arbeitsfelder aufgezählt, die durch Corona eine deutliche Veränderung erfahren haben):

 

a.    Abteilung Festivals und Programme:

-       Ausfall des Comic Salons Erlangen => Aufsetzung und Durchführung des Digitalen Internationalen Comic Salons

-       Undurchführbarkeit der Schlossgartenkonzerte => Konzerte im Heinrich-Kirchner-Skulpturengarten unter Corona-Bedingungen

-       NEU: Initiierung der Aktion „Kultur vor dem Fenster“ für Erlangen

-       NEU: Initiierung und Durchführung (gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Kultur im Großraum) des Förderprogramms „Kleiner Grenzverkehr“ (1000 € für 100 Künstler*innen für innovative Konzepte – aus dem ARGE-Etat).

-       Das Poetenfest wurde in gleicher Größe wie sonst unter den geltenden Hygienevorschriften durchgeführt, was zu räumlichen Bewegungen führte (dezentralere Orte statt „Wiese im Schlossgarten“ als zentraler Veranstaltungsort). Eine Besonderheit waren die Aktionen im öffentlichen Raum, die zur Diskussion anregten, ohne dass sich die Bürger*innen in großer Zahl versammeln mussten.

-       Verschiebung des Independent-Literaturfests, das 2020 in Zusammenarbeit mit dem E-Werk erstmals stattfinden sollte. Geplant war das erste Jahresdrittel, wegen Corona wurde das Festival in den Herbst verschoben. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Vorlage kann noch keine seriöse Aussage über die Sinnhaftigkeit dieses Festivals in Corona-Pandemie-Zeiten (also 2020) getroffen werden.

 

  1. Abteilung 472 Bildende Kunst, Kunstpalais und Städtische Sammlung

-       Schließung des Hauses => Verlängerung der Gruppenausstellung „Survival of the Fittest“ => Öffnung des Hauses unter strengen Hygienebedingungen

-       Wegfall des Kunstvermittlungsprogramms => Aufsetzen der Digitalen Kleinen Meister

-       Konzeptionierung von Kunstspaziergängen

-       Pop-up-Sammlungsausstellung „Meet and Greet“ vom 18.-23. September

 

  1. Abteilung 474 Sing- und Musikschule

-       Kontakthalten mit einem Großteil der Schüler*innen der Sing- und Musikschule durch digitale Formate mit dem Ziel, die jungen Menschen weiter zum Üben anzuhalten und die Erfolge nicht zu gefährden

-       Öffnung des Hauses unter den jeweils herrschenden Bedingungen

 

  1. Jugendkunstschule

-       Kontakthalten mit den Kursteilnehmer*innen der JuKS mittels digitaler Formate

-       Outdoor-Aktionen, Bauzaun-Aktion, Plakataktion im öffentlichen Raum

-       Teilnehmer*innenreduzierung bei Kursen, rasche Hausöffnung unter den gegebenen Hygienebedingungen

 

3.   Prozesse und Strukturen
(Wie sollen die Programme / Leistungsangebote erbracht werden?)

Das Budget des Kulturamts wurde umgeleitet, angepasst oder anderweitig verwendet. So wurden beispielsweise die Gelder, die durch den Wegfall der Zelte in der Innenstadt frei wurden (ca. 185.000 €) für das Street Art-Projekt (statt Mittelbereitstellung 60.000 €), zum Ankauf der Kirchnerskulptur „Wanderer“ (statt Mittelbereitstellung 27.000 €) und für den Ausgleich der Mindereinnahmen der Abteilungen verwendet. Des Weiteren soll eine Untersuchung zum CO-Fußabdruck der Zelte des Comicsalons aus diesem Geld finanziert werden. Eine genaue Abrechnung wäre zum jetzigen Zeitpunkt unseriös, eine Schätzung des Amts besagt, dass das Kulturamt in diesem Jahr sein Budget einhält. 

 

 

 

4.   Ressourcen: - entfällt -

 

Anlagen: Budget und Arbeitsprogramm 2020 – Stand 31.07.2020 – des Amtes 47