Winterdienstbericht 2019/2020

Betreff
Winterdienstbericht 2019/2020
Vorlage
772/035/2020
Aktenzeichen
I/EB77
Art
Mitteilung zur Kenntnis

Der Bericht der Verwaltung dient zur Kenntnis.

Die Verkehrssicherungspflicht ist ganzjährige Pflichtaufgabe der Stadt Erlangen und schließt die Wintersicherung öffentlicher Flächen ein. Zur Erfüllung des kommunalen Winterdienstes stellen die Verantwortlichen des EB 77 eine aufgabengerechte Organisation, die sich aus Gesetz und Rechtsprechung ergibt, bereit.
Die Mitarbeiter*innen des Winterdienstes tragen persönlich strafrechtliche Verantwortung.
Der Winterdienst wird nach den Richtlinien des differenzierten Winterdienstes durchgeführt und unter den Gesichtspunkten Rechtssicherheit, Wirtschaftlichkeit, Umweltschutz und Bürgerfreundlichkeit fortlaufend optimiert.
Der EB 77 entscheidet über den Einsatz des geeignetsten Streumittels nach pflichtgemäßer Abwägung der Verkehrssicherheit und der Umweltbelange. Auf besonders sparsame Verwendung von Auftausalz auf den Fahrbahnen wird geachtet und nach dem Motto „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“ gehandelt.

Zur besseren Übersicht hat EB 77 die Zahlen und Fakten zum Winterdienst in Tabellenform
zusammengestellt.

1. Organisation

Aufgabe

Winterdienst als Teilaufgabe der Verkehrssicherungspflicht gemäß Bayer. Straßen- und Wegegesetz und geltender Rechtsprechung

Verantwortung

Stadt Erlangen

Organisation / Leitung

EB77

Planung

EB77 unter Einbeziehung von: Polizei, Rettungsdiensten, Verkehrsbetrieben, ADFC, AG Radverkehr

Durchführung

EB77 unter Einbeziehung von:
Amt 66, EBE, Amt 34
Bereitstellung von Personal und Fahrzeugen und
Geräten

2. Kommunikation

 Homepage der
 Stadt Erlangen

Winterdienstpläne der gesicherten Radwegeachsen und Fahrbahnen, winterliche Sicherungspflichten, Standorte Streugutbehälter

3. Leistungsumfang

Wintersicherung nach Prioritäten 1 - 3

 Priorität 1

Sicherungsflächen mit hoher Verkehrsbedeutung:
265 laufende Fahrbahnkilometer, 8 Streustrecken,
(entsprechen 172 einfache Fahrbahnkilometer)

120 km Radwege

417 Bushaltestellen

146 Ampelanlagen

178 Fußgängerüberwege und Querungshilfen

55 Kreuzungen

35 Treppenanlagen

25 Park- und öffentliche Plätze

Gehwege an städtischen Grundstücken

 Priorität 2

Sicherungsflächen mit geringerer Verkehrsbedeutung:
Steigungen, Gefällstrecken, Straßen zu Schulen,
Kindertagesstätten, Altenheimen, Industriegebiete

 Priorität 3

Neben- und Anliegerstraßen im Stadtgebiet

Angaben: 2019/2020 (2018/2019)

Winterdiensteinsätze

 

an 55 (51) Tagen, erster Einsatz: 23.11.2019

  Fahrbahnen

18 (27) Voll- und 46 (35) Teileinsätze

  Geh-/Radwege,
  Bushaltestellen...

 7  (17) Voll- und 16 (11) Teileinsätze

4. Personal- und Materialaufwand

  Rufbereitschaft

22.11.2019 – 31.03.2020
(bis 23.03.2020 für Fahrer zur Fahrbahnräumung)


  Personaleinsatz

164 Mitarbeiter/innen (inkl. aller zeitweise im
Winterdienst tätigen Personen)

  Einsatzstunden

6.214 (12.450) Stunden

  Fahrzeuge

13 große Räum- und Streufahrzeuge
(12 für Feuchtsalz, davon 2 Kombinationstreuer zum Sole sprühen, 1 für Trockensalz)

56 Transporter und Kleintraktoren
(15 mit Schleuderbesen ausrüstbar)

  Streumittelverbrauch

Angaben: 2019/2020 (2018/2019)

   Steinsalz

555 (887) t                  10 Jahres Durchschnitt: 740 t     

   Granulat

272 (560) m³               10 Jahres Durchschnitt: 492 m³

 

 

5. Kosten

Gesamtkosten

1.775 T€; davon 1.204 T€ Fixkosten

davon Personalkosten

   935 T€

davon Sach-/Gemeinkosten

   840 T€

6. Witterung
Witterungsverhältnisse


häufig wiederkehrend überfrierende Nässe,
punktuelle Glätte, Glättebildung in den Morgen-
stunden sowie häufig gemeldeter Eisregen;
max. Schneehöhe bis 8 cm am 28.02.2020;
immer wieder Nachtfrost bis Anfang April,
Temperaturen tagsüber deutlich im Plus,

wenig Niederschlag in Form von Schnee;


Anspruch des Winters


hoher Kontrollaufwand, ungleiche Verteilung
winterlicher Belagszustände, rechtzeitiges Feststellen bzw. Auffinden der Gefahrenstellen, Schwierigkeit der richtigen Einsatzentscheidung;
bei Minustemperaturen erhöhter Kontrollaufwand an der Unterführung der Deutschen Bahn Weinstraße
Eltersdorf wegen auslaufenden Schichtwassers;
unterschiedlichste Niederschläge in verschiedenen Stadtteilen;

Die Dienstvereinbarung über die Durchführung des Winterdienstes bei der Stadt Erlangen, geschlossen, entsprechend dem Bayerischen Personalvertretungsgesetz, zwischen dem Oberbürgermeister der Stadt Erlangen und dem Vorsitzenden des Gesamtpersonalrates der Stadt Erlangen, endete zum 31. Mai 2020. Derzeit verhandeln die Beteiligten über die Inhalte einer neuen Dienstvereinbarung Winterdienst.

 

Anlagen: