Förderantrag Kulturstiftung des Bundes Bibliotheken "hochdrei"

Betreff
Förderantrag Kulturstiftung des Bundes Bibliotheken "hochdrei"
Vorlage
42/057/2020
Aktenzeichen
IV/42
Art
Beschlussvorlage

1.Der Bericht der Verwaltung dient zur Kenntnis.

 

2. Die Verwaltung wird beauftragt, die erforderlichen Haushaltsmittel bei erfolgreicher Antragstellung (Kulturstiftung des Bundes) zu den Haushalten 2021 und 2022 anzumelden bzw. für fehlende Gelder im laufenden Jahr eine Mittelbereitstellung zu beantragen (der Eigenmittelteil wird voraussichtlich bei 20.000€ liegen)

1.    Ergebnis/Wirkungen
(Welche Ergebnisse bzw. Wirkungen sollen erzielt werden?)

 

Im Arbeitsprogramm der Stadtbibliothek für 2020 (4) wird ein neues Medienkonzept in Kooperation mit dem Medienzentrum angekündigt. Dazu heißt es im Arbeitsprogramm: „Ferner ist geplant, einen Förderantrag bei der Kulturstiftung des Bundes („hochdrei – Stadtbibliotheken verändern“) zu stellen. Die Förderquote beträgt 90:10 bei einem Mindestprojektvolumen von 50.000 Euro.“ Die maximale Förderung von 200.000 Euro soll mit dem Projektantrag vollständig ausgeschöpft werden.

In Abstimmung mit der Kulturstiftung des Bundes hat die Stadtbibliothek in Kooperation mit dem Medienzentrum einen Projektantrag „make: Kultur!“ vorbereitet, der über einen Zeitraum von zwei Jahren ein vielfältiges Workshop-Angebot für Kinder- und Jugendliche entwickelt. Unterstützer sind der Comic-Salon, das figuren.theater.festival, das Institut F.A.T.I.M.A., die Jugendkunstschule, der Stadtjugendring und das Theater. Das Gesamtprojektvolumen beträgt ca. 220.000 Euro. Davon sollen 200.000 Euro durch Fördermittel gedeckt werden.

 

Vorsorglich beantragt die Stadtbibliothek, im Falle einer erfolgreichen Antragstellung, Eigenmittel in Höhe von insgesamt 20.000 Euro für den Projektzeitraum Mai 2020 bis April 2022. Der Zuschussbedarf für das Gesamtprojekt könnte sich ggf. reduzieren, wenn Eigenanteile der beteiligten Ämter (42, 44, 47, 471 etc.) vom Fördergeber anerkannt werden.

 

Das Projekt „make: Kultur!“ befähigt die Bibliothek, kulturelle Bildungsangebote partizipativ, bedarfsgerecht, medienpädagogisch fundiert, technologisch zeitgemäß sowie zukunftsorientiert auszubauen und damit Heranwachsende in ihrer ästhetisch-kulturellen und ethischen Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen.

 

Als innovativer Bildungs-, Kultur(festival)- und Wirtschaftsstandort bietet Erlangen ideale Voraussetzungen für die kooperative Entwicklung innovativer Veranstaltungsformate im digitalen Zeitalter, die auch über den Förderzeitraum hinaus Bestand und Geltung haben.

 

Die Workshops werden medienpädagogisch begleitet und aufbereitet mit dem Ziel, die erworbene "maker experience" zu sichern, zu dokumentieren und mit anderen Bibliotheken, Schulen, Lese- und Kulturförder-Institutionen zu teilen.

 

Der Netzwerk- und Community-Gedanke leistet einen wichtigen Beitrag zur "civic education" (Lernen für Demokratie und Zivilgesellschaft), der nicht nur die Bibliothek, sondern auch die Kultur und Stadtgesellschaft in Erlangen nachhaltig verändert.

 

2.    Programme / Produkte / Leistungen / Auflagen
(Was soll getan werden, um die Ergebnisse bzw. Wirkungen zu erzielen?)

Die vorhandenen Ressourcen im Bereich der digitalen kulturellen Bildung werden durch die Vernetzung gebündelt und zielgerichtet weiterentwickelt. Im Rahmen von insgesamt zehn Modulen, für die entweder die Bibliothek oder einer der Unterstützer-Akteure verantwortlich zeichnet, wird ein spielerisch-experimenteller Umgang mit digitalen Medientechnologien erprobt und eingeübt. Die Workshops sind so konzipiert, dass die Teilnehmer*innen von "usern" zu "makern" und von "Konsumenten" von Inhalten zu souveränen, selbstbestimmten "prosumern" werden, die gemeinsam Comics, Escape Games, Hörspiele, animierte Kurzfilme u.a. produzieren oder mit Apps musizieren.

 

3.    Prozesse und Strukturen
(Wie sollen die Programme / Leistungsangebote erbracht werden?)

Für die Projektkoordination und medienpädagogische Betreuung wird eine 2/3 Projektstelle beantragt. Die Kosten für Leitung, Organisation, Durchführung (Honorare, Entgelte), Reise- und Aufenthaltskosten, Veranstaltungs- und Produktionskosten, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit etc. werden zu 90% von der Kulturstiftung des Bundes gefördert.

 

Die einzelnen Teilprojekte von „make: Kultur!“ sind (mit Arbeitstiteln):

 

·         42 „make: Digital Citizen!“ Umgang mit Desinformationen und Meinungsmanipulation im Netz

·         42 „make: Digitales Erzählen!“ Leseförderung mit digitalen Mitteln

·         42 „make: Escape Game!“ Entwicklung und Umsetzung eines Escape Games

·         42 „make: Hörspiel!“ Entwicklung und Umsetzung eines Hörspiels

·         42 „make: Musizieren mit Apps!“

·         44 „Make: Media & Me!“ Klassenzimmer-Stückentwicklung zum Thema Faktenchecks, Fake-News und rechte Influencer*innen

·         471 „make: Comics digital!“ Im Zusammenhang mit dem Internationalen Comic-Salon Erlangen 2020s

·         471 „make: Figurentheater digital!“ Im Zusammenhang mit dem internationalen figuren.theater.festival Erlangen 2021

·         Jugendkunstschule „make: Augmented Reality!“ Anregung kreativer Prozesse zum Erwerb von Medienkompetenz durch Eigenproduktion

·         Stadtjugendring „make: Erschließung religiöser Räume durch Virtual Reality!“

 

Die Durchführung der einzelnen Teilprojekte obliegt den jeweiligen Modulverantwortlichen in Absprache mit dem Leiter der Stadtbibliothek (Dr. Adrian La Salvia) und dem Projektkoordinator (N.N.). Für die einzelnen Workshops wurden Modulbeschreibungen sowie ein Zeit-Maßnahmeplan für den Projektzeitraum Mai 2020 bis April 2022 erarbeitet.

 

4.    Klimaschutz:

 

Entscheidungsrelevante Auswirkungen auf den Klimaschutz:

 

                ja, positiv*

                ja, negativ*

X                   nein

 

Wenn ja, negativ:

Bestehen alternative Handlungsoptionen?

 

                 ja*

                 nein*

 

*Erläuterungen dazu sind in der Begründung aufzuführen.

 

Falls es sich um negative Auswirkungen auf den Klimaschutz handelt und eine alternative Handlungsoption nicht vorhanden ist bzw. dem Stadtrat nicht zur Entscheidung vorgeschlagen werden soll, ist eine Begründung zu formulieren.

 

5.    Ressourcen
(Welche Ressourcen sind zur Realisierung des Leistungsangebotes erforderlich?)

Investitionskosten:

bei IPNr.:

Sachkosten:

€ 120.000

bei Sachkonto:

Personalkosten (brutto):

€ 80.000

bei Sachkonto:

Folgekosten

bei Sachkonto:

Korrespondierende Einnahmen

€ 200.000

bei Sachkonto:

Weitere Ressourcen

Eigenmittel in Höhe von 10% der Fördermittel

 

Haushaltsmittel

                 werden nicht benötigt

                 sind vorhanden auf IvP-Nr.      

                               bzw. im Budget auf Kst/KTr/Sk        

      X                      sind nicht vorhanden

Anlagen: