Städtepartnerschaft Erlangen-San Carlos: Kurzbericht von Delegationsreise im Oktober 2019

Betreff
Städtepartnerschaft Erlangen-San Carlos: Kurzbericht von Delegationsreise im Oktober 2019
Vorlage
13-3/045/2019
Aktenzeichen
OBM/13-3
Art
Mitteilung zur Kenntnis

Der Bericht der Verwaltung dient zur Kenntnis.

Vom 24.10. bis 01.11.2019 reiste eine Delegation von Vertreter*innen des Büros für Chancengleichheit und Vielfalt/Internationale Beziehungen der Stadt Erlangen und des Amts für Internationale Beziehungen der Stadt Nürnberg sowie der Klimaschutzbeauftragte der Stadt Nürnberg nach San Carlos. Anlass der Reise war der Abschluss und die Evaluation eines vom BMZ / Engagement Global geförderten Projektes im Rahmen des Förderprogramms für kommunale Klimaschutz- und Klimaanpassungsprojekte (FKKP), mit einem Gesamtvolumen von ca. 245.000 €, das die Stadt Nürnberg in Kooperation mit der Stadt Erlangen im Zeitraum 2017-2019 durchführte. Die geplanten Aktivitäten zur Steigerung der Energieeffizienz, Waldschutz und Wiederaufforstung mit Schwerpunkt auf Quellgebiete sowie Umweltbildung wurden umgesetzt, insbesondere die Kooperation mit der NGO Asodelco ist sehr positiv verlaufen. Aufgrund der Unruhen in Nicaragua im vergangenen Jahr kam es zu Verzögerungen im Projektablauf, daher wurde die ursprünglich geplante Laufzeit um drei Monate bis Ende 2019 verlängert.

Bei dieser Gelegenheit konnte sich die Erlanger Delegation auch von der erfolgreichen Umsetzung anderer Partnerschaftsprojekte überzeugen. Das mit Unterstützung der Stadt Erlangen gebaute Pathologiegebäude im Hospital von San Carlos ist in Betrieb genommen worden und auch die Renovierung von vier Patientenzimmern ist abgeschlossen.

Auch von den aktuell geförderten Maßnahmen des Frauenhilfsprojektes Fundación San Lucas/ ARETE zur Sensibilisierung der Bevölkerung und Prävention von Menschenhandel, Gewalt gegen Frauen und Kinder, Drogenprävention und AIDS-Vorsorge konnte die Delegation ein positives Bild gewinnen.

Im Rahmen der Reise trafen einige Delegationsmitglieder auch einen Vertreter der Deutschen Botschaft Managua. Nach seiner Einschätzung gilt Nicaragua nach wie vor als sicherstes Land in Zentralamerika. Zudem sieht er es als Verdienst von Bürgermeister Jhonny Gutiérrez, dass es im vergangenen Jahr in San Carlos und Río San Juan im Vergleich zu anderen Landesteilen ruhig geblieben ist.

In Folge des Besuches wurden weitere Partnerschaftsprojekte vereinbart: ein Projekt zur Aufklärung über Menschenrechte für die LGBTIQ-Community, Bau einer Kühlkammer für zwei Leichen im Hospital von San Carlos und die Wartung neuer verbesserter Öfen, die durch Unterstützung der Deutschen Botschaft Managua gebaut werden können.

 

Anlagen: