Haushalt 2020, Antrag 208/2019 der SPD-Fraktion, Arbeitsprogramm Amt 61 hier: ÖPNV-Schnuppertickets für die Begrüßungsmappen für Neubürgerinnen und Neubürger

Betreff
Haushalt 2020, Antrag 208/2019 der SPD-Fraktion, Arbeitsprogramm Amt 61 hier: ÖPNV-Schnuppertickets für die Begrüßungsmappen für Neubürgerinnen und Neubürger
Vorlage
613/277/2019
Aktenzeichen
VI/61
Art
Beschlussvorlage

1. Die Durchführung eines Mobilitätsmanagements für Neubürger*innen in Form einer Mobilitätsmappe mit ÖPNV-Schnupperticket sowie eines begleitenden Dialogmarketings wird in das Arbeitsprogramm von Amt 61 aufgenommen.

 

2. Der Antrag der SPD Stadtratsfraktion Nr. 208/2019 vom 14.10.2019 ist damit bearbeitet.  

 

1.    Ergebnis/Wirkungen
(Welche Ergebnisse bzw. Wirkungen sollen erzielt werden?)

Zur Förderung einer umweltverträglichen Mobilität wurde eine Mobilitätsmappe für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung erstellt (vgl. 613/265/2019). Diese soll neue Beschäftigte schnell und kompakt über das vorhandene Mobilitätsangebot und die speziellen Serviceangebote und Regelungen zum Thema Verkehr bei der Stadtverwaltung informieren. Zusätzlich liegen auch Incentives, z. B. ein Gutschein zum Fahrradcheck, eine Fahrradnavigations-App inkl. Handy-Halterung, ein Fahrradstadtplan etc. bei. Um den ÖPNV zwischen Wohn- und Arbeitsort unverbindlich zu testen, wird zudem ein kostenloses Schnupperticket in Form einer 7-Tage-MobiCard angeboten.

Dieses Konzept soll zukünftig auch für Neubürger*innen angeboten werden. Die Neubürger*innen sind nicht nur eine große Zielgruppe (Erlangen 10.302 Zugezogene 2018), sondern müssen durch den Umzug nach Erlangen auch ihre Mobilitätsabläufe umstellen. Wie Beispiele aus anderen Städten zeigen (z.B. Frankfurt, Halle, München, Norderstedt), kann hierbei durch gezielte Information und Beratung zum Mobilitätsangebot das individuelle Mobilitätsverhalten nachhaltig beeinflusst werden.

 

2.    Programme / Produkte / Leistungen / Auflagen
(Was soll getan werden, um die Ergebnisse bzw. Wirkungen zu erzielen?)

Mit der Mobilitätsmappe für Beschäftigte der Stadt Erlangen besteht bereits eine Arbeitsgrundlage. Jedoch muss der Inhalt sowohl inhaltlich als auch graphisch für die Zielgruppe Neubürger*innen angepasst werden. Zudem wird empfohlen, begleitend eine telefonische individuelle Mobilitätsberatung anzubieten. Nach dem Erhalt der Mappe bietet das Dialogmarketing die Möglichkeit einer vertiefenden Beratung zu einzelnen Mobilitätsangeboten (z.B. Abos ÖPNV, Carsharing-Mitgliedschaft etc.) sowie der Bestellung von zusätzlichem Informationsmaterial. Um insbesondere die Nutzung des ÖPNV zu fördern, soll zudem ein kostenloses ÖPNV-Schnupperticket angeboten werden.  Die ESTW bieten dieses Angebot bereits in Form eines Tages-Ticket Plus bzw. einer 7-Tage-MobiCard (Tarifzone 400) für neue Haushalte in Erlangen an. Daher soll eine Zusammenarbeit angestrebt werden.

Für die Erstellung und den Versand der Mobilitätsmappen sowie die Durchführung eines Dialogmarketings für Neubürger*innen werden Kosten in Höhe von ca. 90.000 € jährlich angenommen (Ø Haushaltsgröße 1,9, ca. 5.500 Neubürger-Haushalte). Aufgrund des dauerhaften personellen Aufwandes (Versand und Beratung) ist hierfür ggf. die Zusammenarbeit mit einem externen Dienstleister notwendig, welche in der Kostenkalkulation berücksichtigt ist.

Für die Bereitstellung der kostenlosen ÖPNV-Schnuppertickets sind jährliche Kosten in Höhe von ca. 80.000 € (Antwortquote 75 %) notwendig. Die Kosten für die ÖPNV-Schnuppertickets sind abhängig von der Kooperation mit den ESTW.

3.    Prozesse und Strukturen
(Wie sollen die Programme / Leistungsangebote erbracht werden?)

        Die Verwaltung wird ein Mobilitätsmanagement für Neubürger*innen einführen. Hierzu wird eine Mobilitätsmappe in Kombination mit einem Dialogmarketing für Neubürger*innen konzipiert und umgesetzt. Für die Bereitstellung eines kostenlosen ÖPNV-Schnuppertickets wird die Zusammenarbeit mit den ESTW angestrebt.

4.    Ressourcen
(Welche Ressourcen sind zur Realisierung des Leistungsangebotes erforderlich?)

Investitionskosten:

bei IPNr.:

Sachkosten:

€ 170.000

bei Sachkonto:

Personalkosten (brutto):

bei Sachkonto:

Folgekosten

€ 170.000 sind jährlich zu

beantragen

bei Sachkonto:

Korrespondierende Einnahmen

bei Sachkonto:

Weitere Ressourcen

 

 

Haushaltsmittel

                 werden nicht benötigt

                 sind vorhanden auf IvP-Nr. 547.870/Kst 613090/Ktr 54710010

                               bzw. im Budget auf Kst/KTr/Sk        

                         sind nicht vorhanden

Anlagen:

Antrag SPD-Fraktion Nr. 208/2019 vom 14.10.2019