Nutzwertanalyse Busverknüpfungspunkt Erlangen

Betreff
Nutzwertanalyse Busverknüpfungspunkt Erlangen
Vorlage
613/264/2019
Aktenzeichen
VI/61
Art
Beschlussvorlage

-       Das Ergebnis der Nutzwertanalyse wird zustimmend zur Kenntnis genommen.

-       Die Verwaltung wird beauftragt, im Rahmen der weiteren Planungen die Errichtung eines Busverknüpfungspunktes zu konkretisieren.

-       Der Standort „An den Arcaden“ ist hierbei als Vorzugsvariante zu priorisieren.

 

1.   Ergebnis/Wirkungen
(Welche Ergebnisse bzw. Wirkungen sollen erzielt werden?)

Am 13.03.2018 wurde mit Vorlage 613/157/2017/1 im UVPA die Thematik „Zentraler Busverknüpfungspunkt im Bereich Innenstadt“ behandelt. Die Verwaltung wurde hierbei beauftragt, die Planungen für die möglichen Standorte „An den Arcaden“ und „Großparkplatz“ mit dem Ziel weiterzuverfolgen, eine Vorzugsvariante vorzustellen.

 

Hierfür wurde das Ingenieurbüro PB Consult GmbH aus Nürnberg mit der Erstellung einer Nutzwertanalyse beauftragt, die zwischenzeitlich vorliegt (s. Anlage 1).

 

Darüber hinaus war die Verwaltung am 13.03.2018 mit den Planungen beauftragt worden, die Verbindung Martinsbühler Straße / Thalermühlstraße / Großparkplatz für den Linienbusverkehr zu ertüchtigen. Auch hierzu wurde ein externes Ingenieurbüro mit den Planungen beauftragt, die sich derzeit aber noch in Bearbeitung befinden.

 

 

2.   Programme / Produkte / Leistungen / Auflagen
(Was soll getan werden, um die Ergebnisse bzw. Wirkungen zu erzielen?)

Als Bewertungsverfahren für die Ermittlung der Vorzugsvariante wurde eine Nutzwertanalyse eingesetzt. Vorteil dieses Verfahrens ist die Transparenz der Bewertungen und die Möglichkeit, etwaige Gewichtungen auch eigenständig verändern zu können.

 

Zur Bewertung und Gewichtung wurden zahlreiche Kriterien unter dem Aspekt der Fahrgastsicht (35 %) sowie betriebliche (20 %), verkehrliche (30 %) und städtebauliche Aspekte (15 %) verwendet (s. Anlage 1, S. 12). Zu jedem Kriterium wurde eine Bewertung von „sehr schlecht“ (--) bis „sehr gut“ (++) vergeben, d.h. inkl. einer neutralen Bewertung eine 5stufige Zielwertskala. Im Vordergrund standen somit vor allem die Fahrgastsicht sowie die verkehrlichen Aspekte.

 

Unter Berücksichtigung der gewichteten Kriterien zeigt das Bewertungsergebnis für die Variante „Arcaden“ 3,87 Punkte und für die Variante „Großparkplatz“ 3,38 Punkte bei maximal möglichen 5 Punkten.

 

Auf dieser Basis geht der Standort „An den Arcaden“ als Vorzugsvariante hervor. Letztlich resultiert die positive Bewertung aus der starken Gewichtung der Aspekte aus Fahrgastsicht. Durch die innenstadtnahe Lage der Haltestelle Arcaden überwiegen die Vorteile für den ÖV-Nutzer. Der Standort weist zahlreiche Vorteile bezüglich Erreichbarkeit, der Bildung von Durchmesserlinien und der Verflechtung mit weiteren Verkehrsträgern auf. Darüber hinaus ergeben sich für den Großparkplatz ohne einen platzaufwändigen Busverknüpfungspunkt deutlich verbesserte Rahmenbedingungen für die geplante dortige städtebauliche Entwicklung.

 

Es ist anzumerken, dass sich die hier vergebenen Bewertungen der Standorte ggf. mit der Fortschreitung der Planungen zur Stadt-Umland-Bahn noch ändern können. Deren Realisierung geht mit einer Umgestaltung des Straßenraums einher, bei der die zur Verfügung stehende Fläche für die verschiedenen Verkehrsträger neu vergeben wird.

 

 

3.   Prozesse und Strukturen
(Wie sollen die Programme / Leistungsangebote erbracht werden?)

Die tatsächlichen Realisierungsmöglichkeiten für einen zentralen Busverknüpfungspunkt in der Innenstadt können sich erst im Rahmen konkreterer Planungen für den Großparkplatz, vor allem aber für den Bereich der Bahnunterführung durch die StUB im Umfeld der Arcaden ergeben. Daher sollte die Option für einen Busverknüpfungspunkt im Rahmen der weiteren Planungen offengehalten und weiter konkretisiert werden. Nach den vorliegenden Ergebnissen ist der Standort an den Arcaden als Vorzugsvariante zu wählen und die Grundstücke sind hierfür freizuhalten.

 

Unabhängig von der Lage des Busverknüpfungspunktes soll ein Teil der in der Goethestraße verkehrenden Buslinien auf die Westseite des Hauptbahnhofes verlegt werden. Damit würde der Großparkplatz insbesondere durch die Anbindung nach Norden in jedem Fall besser durch den ÖPNV erschlossen als heute.

 

Voraussetzung hierfür sind infrastrukturelle Anpassungen zur Ermöglichung einer Verbindung Martinsbühler Straße / Thalermühlstraße / Großparkplatz für den Linienbusverkehr. Die Ergebnisse der hierzu bereits in Bearbeitung befindlichen Machbarkeitsstudie werden dem UVPA zu gegebener Zeit vorgelegt.

 

4.   Ressourcen
(Welche Ressourcen sind zur Realisierung des Leistungsangebotes erforderlich?)

Investitionskosten:

bei IPNr.:

Sachkosten:

bei Sachkonto:

Personalkosten (brutto):

bei Sachkonto:

Folgekosten

bei Sachkonto:

Korrespondierende Einnahmen

bei Sachkonto:

Weitere Ressourcen

 

 

Haushaltsmittel

              werden nicht benötigt

              sind vorhanden auf IvP-Nr.      

                        bzw. im Budget auf Kst/KTr/Sk        

                    sind nicht vorhanden

Anlagen:
Anlage 1: Nutzwertanalyse Busverküpfungspunkt Erlangen