BezeichnungInhaltBezeichnungInhalt
Name:613/239/2019  
Aktenzeichen:VI/61
Art:Beschlussvorlage  
Datum:18.02.2019  
Betreff:ADFC-Zertifizierung der Stadtverwaltung Erlangen als "fahrradfreundlicher Arbeitgeber"
DokumenttypBezeichnungAktionen
Dokument anzeigen: Beschluss Stand: 19.03.2019 Dateigrösse: 135 KB Beschluss Stand: 19.03.2019 135 KB
Dokument anzeigen: Beschlussvorlage Dateigrösse: 130 KB Beschlussvorlage 130 KB
Dokument anzeigen: Anlage 1 Urkunde Zertifizierung fahrradfreundlicher Arbeitgeber Dateigrösse: 135 KB Anlage 1 Urkunde Zertifizierung fahrradfreundlicher Arbeitgeber 135 KB
Dokument anzeigen: Anlage 2 Aktionsfelder ADFC Zertifizierung fahrradfreundlicher Arbeitgeber Dateigrösse: 1 MB Anlage 2 Aktionsfelder ADFC Zertifizierung fahrradfreundlicher Arbeitgeber 1 MB
Dokument anzeigen: Anlage 3 Empfehlungen ADFC Zertifizierung Dateigrösse: 13 KB Anlage 3 Empfehlungen ADFC Zertifizierung 13 KB

Es wird angestrebt, die ADFC-Zertifizierung als fahrradfreundlicher Arbeitgeber mit dem Siegel in Gold schnellstmöglich zu erreichen.

Die Verwaltung wird beauftragt, hierfür einen Maßnahmenplan für den Umsetzungszeitraum bis 2022 zu erarbeiten und die erforderlichen Haushaltsmittel anzumelden.

 


1.   Ergebnis/Wirkungen
(Welche Ergebnisse bzw. Wirkungen sollen erzielt werden?)

Seit 2017 vergibt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) die neue EU-weite Zertifizierung „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“. Die Stadtverwaltung Erlangen hat eine solche Zertifizierung durch den ADFC in Auftrag gegeben und das Siegel in Bronze erhalten (vgl. Anlage 1). Der ADFC zeichnet mit diesem Programm Arbeitgeber aus, die den Radverkehr in ihrer Belegschaft nachhaltig fördern. Bewertet werden dabei Maßnahmen in sechs Aktionsfeldern (z.B. Infrastruktur, Service, Parkraummanagement / Komplementärmaßnahmen etc.) (vgl. Anlage 2).

In allen sechs Handlungsfeldern setzt die Stadtverwaltung seit vielen Jahren bereits Maßnahmen um und in einigen Bereichen wurden diese als vorbildhaft bewertet. Insgesamt hat die Stadtverwaltung 176 von 282 möglichen Punkten erhalten. Das Angebot umfasst zum Beispiel die Bereitstellung von Diensträdern, wiederkehrende Teilnahme an Aktionen wie „Mit dem Rad zur Arbeit“, überdachte und hochwertige Fahrradabstellanlagen sowie in einigen Dienstgebäuden auch Duschen & Umkleidemöglichkeiten. Die Ergebnisse zeigen jedoch auch, dass noch Verbesserungspotential besteht. Insbesondere beim Ausbau der Qualität der vorhandenen Abstellanlagen sowie beim internen Marketing zur Förderung des Radfahrens sieht der ADFC noch Handlungsbedarf. Auch die Zusammenarbeit mit den größten Arbeitgebern in Erlangen kann noch verstärkt werden. Angestrebtes Ziel ist es, eine Zertifizierung in Gold zu erreichen. Dafür sind ergänzende Maßnahmen notwendig, die in den Empfehlungen des ADFC in Anlage 3 aufgeführt sind.

 

 

 

 

 

2.   Programme / Produkte / Leistungen / Auflagen
(Was soll getan werden, um die Ergebnisse bzw. Wirkungen zu erzielen?)

In drei Jahren ist eine Rezertifizierung notwendig. Bis dahin ist es vorgesehen, die Empfehlungen der Evaluation umzusetzen. Hierfür soll ein Maßnahmenplan für folgende Aktionsfelder erarbeitet werden:

-      Die Erweiterung und Verbesserung der Qualität der vorhandenen Abstellanlagen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bereits geplant und beschlossen ist die Errichtung von hochwertigen Doppelstock-Parksystemen sowie Fahrradboxen am Kurt-Eisner-Platz (vgl. 242/243/2018). Des Weiteren ergab die Prüfung, dass auch das Angebot der Fahrradabstellanlagen am Museumswinkel erhöht werden sollte und die Qualität der Abstellanlagen im Innenhof der Schuhstraße verbessert werden sollte, um den vorgegebenen Standards zu entsprechen.

-      Das vorhandene Angebot an Umkleidemöglichkeiten und Duschen soll besser bekannt gemacht und ausgeschildert werden und zudem sollen Erweiterungsmöglichkeiten geprüft werden. Vor allem im Rathaus bestehen hier noch deutliche Defizite (fehlende Umkleideräume und Spinde für zur Arbeit radelnde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter).

-      Das interne Marketing für den Radverkehr soll ausgebaut werden. So ist zum Beispiel eine Mobilitätsseite im Intranet geplant, auf der auch regelmäßig zu aktuellen / saisonalen Themen des Radverkehrs berichtet werden soll (z.B. wie ein Fahrrad wintertauglich ausgestattet werden kann, Tipps zur Diebstahlprävention etc.). Zudem sollen auch Aktionen für Rad fahrende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erweitert werden. Mögliche Maßnahmen wären die Durchführung eines Fahrradaktionstages oder Mitmachaktion wie „Ich fahre (immer noch) mit dem Rad zur Arbeit“ im Herbst. etc.

-       Einbinden der größten Arbeitgeber in Erlangen: Die fünf größten Arbeitgeber in Erlangen sollten zusammen an einen Tisch gebracht werden, so dass gemeinsame Aktionen und

Umfragen durchgeführt werden können. Hierbei können Kosten reduziert werden und ein großer Teil der Erlanger Arbeitnehmer erreicht und zum Umstieg auf das Fahrrad motiviert werden.

Die weitere Förderung des Radverkehrs wird als wichtiger Baustein des betrieblichen Mobilitätsmanagements angesehen und bietet gleich mehrere Vorteile für die Stadtverwaltung Erlangen:

Zum einen trägt die Radverkehrsförderung dazu bei, die Arbeitswege effizient und umweltverträglich zu gestalten und zum anderen ist sie ein wichtiger Bestandteil des Gesundheitsmanagements. Rad fahrende Arbeitnehmer haben nachweislich weniger Fehlzeiten und empfinden den Arbeitsweg als stressfreier. Des Weiteren können so auch Kosten gespart werden, da die Infrastruktur für das Fahrrad deutlich günstiger ist als für Kfz-Stellplätze. Hervorzuheben ist zudem, dass durch die Zertifizierung die vielfältigen Aktivitäten in der betrieblichen Radverkehrsförderung sowohl den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als auch anderen Firmen und Betrieben in Erlangen deutlich gemacht werden. Die Stadtverwaltung kann somit eine wichtige Vorbildfunktion einnehmen.

3.   Prozesse und Strukturen
(Wie sollen die Programme / Leistungsangebote erbracht werden?)

Basierend auf den Evaluationsergebnissen der Zertifizierung zum fahrradfreundlichen Arbeitgeber sollen die Maßnahmen zur Förderung des Radfahrens bei der Stadtverwaltung erweitert werden. Ziel ist es, schnellstmöglich eine Zertifizierung in Gold zu erreichen.

Mit erfolgtem Beschluss wird die Verwaltung einen Maßnahmenplan für den Umsetzungszeitraum bis 2022 erarbeiten und die notwendigen Haushaltsmittel anmelden.

 

 

 

 

4.   Ressourcen
(Welche Ressourcen sind zur Realisierung des Leistungsangebotes erforderlich?)

Investitionskosten:

bei IPNr.:

Sachkosten:

bei Sachkonto:

Personalkosten (brutto):

bei Sachkonto:

Folgekosten

bei Sachkonto:

Korrespondierende Einnahmen

bei Sachkonto:

Weitere Ressourcen

 

 

Haushaltsmittel

              werden derzeit nicht benötigt

              sind vorhanden auf IvP-Nr.      

                        bzw. im Budget auf Kst/KTr/Sk        

                    sind nicht vorhanden


Anlagen:

 

Anlage 1 Urkunde Zertifizierung fahrradfreundlicher Arbeitgeber

Anlage 2 Aktionsfelder ADFC Zertifizierung fahrradfreundlicher Arbeitgeber        

Anlage 3 Handlungsempfehlungen ADFC