BezeichnungInhaltBezeichnungInhalt
Name:610.3/066/2019  
Aktenzeichen:VI/61
Art:Beschlussvorlage  
Datum:17.01.2019  
Betreff:Stadtmöblierung in der Erlanger Innenstadt - SPD-Fraktionsantrag Nr.190/2018 vom 08.11.2018, Fraktionsantrag der GL Nr. 188/2018 vom 06.11.2018 und 195/2018 vom 21.11.2018
DokumenttypBezeichnungAktionen
Dokument anzeigen: Beschluss Stand: 19.02.2019 Dateigrösse: 154 KB Beschluss Stand: 19.02.2019 154 KB
Dokument anzeigen: Beschlussvorlage Dateigrösse: 147 KB Beschlussvorlage 147 KB
Dokument anzeigen: Anlage 1 Fraktionsantrag SPD Nr. 190-2018 Dateigrösse: 227 KB Anlage 1 Fraktionsantrag SPD Nr. 190-2018 227 KB
Dokument anzeigen: Anlage 2 Fraktionsantrag GL Nr. 195-2018 Dateigrösse: 122 KB Anlage 2 Fraktionsantrag GL Nr. 195-2018 122 KB
Dokument anzeigen: Anlage 3 Fotos und Infos zu mobilen Sitzmöbeln Dateigrösse: 264 KB Anlage 3 Fotos und Infos zu mobilen Sitzmöbeln 264 KB
Dokument anzeigen: Anlage 4 Fraktionsantrag GL Nr. 188-2018 Dateigrösse: 139 KB Anlage 4 Fraktionsantrag GL Nr. 188-2018 139 KB

Die Verwaltung wird beauftragt, für die zwei vorgeschlagenen Maßnahmen Mittel für 2020 zu beantragen.

Danach kann die Maßnahme umgesetzt werden.

 

Der SPD-Fraktionsantrag Nr. 190/2018 vom 08.11.2018 und die Fraktionsanträge der Grünen Liste Nr. 188/2018 vom 06.11.2018 sowie Nr. 195/2018 vom 21.11.2018 sind damit abschließend bearbeitet.

 


1.   Ergebnis/Wirkungen
(Welche Ergebnisse bzw. Wirkungen sollen erzielt werden?)

Mit dem Fraktionsantrag der SPD wird die Verwaltung um die Beantwortung folgender Fragen zur Stadtmöblierung in der Erlanger Innenstadt gebeten:

Wie können durch mobile Bänke o.ä. die Aufenthaltsqualität und die Kommunikation im öffentlichen Raum gefördert werden?
Welche Standorte sind in der Erlanger Innenstadt geeignet?
Welche Finanzmittel erfordert dies?
Ist eine Kombination von Sitzgelegenheiten mit mobilem Grün möglich?

 

Mit den beiden Fraktionsanträgen der Grünen Liste wird beantragt, dass die Anzahl der Sitzbänke in der Erlanger Innenstadt deutlich erhöht und in Zukunft neben Bänken auch die Aufstellung von Einzelsitzen z.T. lose gruppiert oder vergleichbare Sitzgelegenheiten geprüft werden soll. Die Verwaltung wird gebeten, in einem Jahr ein Bericht zu den umgesetzten Maßnahmen vorzulegen.

Insbesondere auf dem Rathausplatz sollen zusätzliche Sitzmöglichkeiten z.B. moderne Sitzmöbel in einem Pilotversuch bereitgestellt werden.

 

 

 

 

 

2.   Programme / Produkte / Leistungen / Auflagen
(Was soll getan werden, um die Ergebnisse bzw. Wirkungen zu erzielen?)

Wie können durch mobile Bänke o.ä. die Aufenthaltsqualität und die Kommunikation im öffentlichen Raum gefördert werden?
Mobile Sitzmöbel sind z.B. Bänke, die nicht fest im Boden verankert sind und von den Nutzern auch entsprechend der Bedürfnisse versetzt werden können. Ferner können auch Skulpturen oder Plastiken, die zum Sitzen und Bespielen einladen, bzw. begrünte Pflanzgefäße oder informelle Sitzgelegenheiten wie z.B. ein Baumstamm zu den mobilen Sitzmöbeln gezählt werden. Die Mehrheit der mobilen Sitzmöbel bestehen aus Holz, Kunststoff oder Metall, um transportabel zu sein. Der Vorteil mobiler Stadtmöblierung besteht darin, dass diese flexibel auf Plätzen, in Parks und in Straßenräumen einsetzbar sind. Saisonale Nutzungen sind ebenso aufgrund des schnellen Aufstellens und Wegräumens der Sitzmöbel möglich. Mobile Stadtmöbel können aber auch leicht gestohlen werden. Zudem erfordern sie Lagerräume, für die Zeiten, in denen sie nicht im öffentlichen Raum aufgestellt sind.

Als unkomplizierte Zwischennutzung für öffentliche Räume ist auch denkbar, dass die Möbel wie am Beispiel der Palettenmöbel in einem Partizipationsprozess mit der Bürgerschaft hergestellt werden können. Künstlerisch gestaltete oder farbige Sitzmöbel können zugleich attraktive Blickpunkte sein und den ausgewählten Räumen einen Imagegewinn bringen. Mobile Stadtmöbel verbessern die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt, indem durch zusätzliche Sitz- oder Liegeangebote ein Verweilen ermöglicht wird. Mobile Sitzelemente erlauben ein sofortiges Reagieren auf spezifische Anforderungen der Nutzer. So können z.B. Menschen zusammen im Freien picknicken oder arbeiten. Die Kommunikation im öffentlichen Raum wird begünstigt.                                                  In den letzten Jahren haben sich der Nutzungsdruck und die gewünschte Flexibilität des öffentlichen Raumes erhöht. Neue Denkweisen und Lösungsansätze sind erforderlich. Mit zusätzlichen mobilen Sitzangeboten kann die Erlanger Innenstadt belebt und ein weiterer Wohlfühlfaktor erzeugt werden.

 

 

Welche Standorte sind in der Erlanger Innenstadt geeignet?
Die Stadtmöblierung im öffentlichen Raum in der Innenstadt Erlangens wird durch ein weitgehend einheitliches Erscheinungsbild geprägt. Dabei wird die Basismöblierung hinsichtlich der Sitzmöbel durch die Materialien Holz und Metall, anthrazitfarben, bestimmt. In Parks und auf Spielplätzen kommen bei den Sitzbänken und den Tischen zusätzlich die Farben Dunkelgrün oder Weinrot zum Einsatz.

 

Auf ausgewählten Plätzen können farbige, mobile Sitzmöbel (siehe Anlage) diese Basismöblierung ergänzen, einen Akzent setzen und den jeweiligen Plätzen ein individuelles Aussehen geben.

Für die Aufstellung mobiler Sitzmöbel in der Erlanger Innenstadt werden zwei mögliche Standorte vorgeschlagen, die zugleich den Anfang und das Ende der Geschäfts- und Kulturachse Hauptstraße/Nürnberger Straße kennzeichnen. Vor Realisierung müssen die geplanten Standorte in einem Ortstermin konkretisiert werden.

 

Vorschlag 1: Lava-Wolkenliegen auf dem Martin-Luther-Platz
Für die Belebung des Martin-Luther-Platzes wird die Aufstellung von vier farbigen Wolkenliegen Lava aus Polyethylen mit einer Größe von 2,60 m x 1,20 m und einer Sitzhöhe von 50 cm (siehe Anlage) vor dem Stadtmuseum oder dem Quartiersbüro vorgeschlagen, die dem steinernen Stadtplatz als Farbtupfer dienen, auf den Eingang des Stadtmuseums aufmerksam machen und zugleich alternative Sitzmöglichkeiten für die wartenden Fahrgäste an der Bushaltestelle sind.

 

Vorschlag 2: Sitz-Hocker auf dem Rathausplatz
Die Aufstellung von mobilen Sitzhockern wie z.B. der farbigen SitzHock HopOp (siehe Anlage), lose gruppiert und als Angebot zum Kommunizieren und Verweilen gedacht, kann die Aufenthaltsqualität des Rathausplatzes erhöhen. Die farbigen Sitzhocker sollten an einem Standort gestellt und dafür ein bis zwei ältere Sitzbänke entfernt werden.

 

 

                                                           

Welche Finanzmittel erfordert dies?
Für die aufgezeigten Lösungen sind Finanzmittel in der Höhe von mind. 21.000,00 € erforderlich. Dementsprechend könnten realisiert werden:

 

  • vier Wolkenliegen Lava auf dem Martin-Luther-Platz (Kosten ca. brutto 11.000,00 Euro)
  • 24 SitzHock HopOp auf dem Rathausplatz (Kosten ca. brutto 10.000,00 Euro)

 

Ist eine Kombination von Sitzgelegenheiten mit mobilem Grün möglich?
Die vorgeschlagenen Sitzelemente wirken aufgrund ihrer Farbgebung sowie ihrer Materialität und eignen sich nicht für eine Kombination mit Grünpflanzen. Auch sind die Sitzelemente mit zusätzlichen Pflanzbehältern wegen des größeren Gewichts (Pflanzerde/Wasser) nicht mehr flexibel stellbar. Für Standorte in begrünten Bereichen ist eine Kombination mit zusätzlicher Begrünung ebenso nicht erforderlich. Aus Sicht der Verwaltung sind Sitzmöglichkeiten mit mobilem Grün für die Standorte in der historischen Innenstadt nicht geeignet.

 

Zukünftige Aufstellung von Sitzbänken in der Erlanger Innenstadt
Die Verwaltung wird auch weiterhin kontinuierlich das Angebot an Sitzmöglichkeiten in der Erlanger Innenstadt erhöhen. Dabei wird der Einsatz von Einzelsitzen oder anderer innovativer Sitzangebote geprüft. In den zweijährlich erscheinenden Jahresberichten zur Innenstadtentwicklung wird u.a. über die Aufstellung von neuen Sitzbänken regelmäßig informiert.

 

 

 

3.   Prozesse und Strukturen
(Wie sollen die Programme / Leistungsangebote erbracht werden?)

In die Entscheidung hinsichtlich der Standorte und der Auswahl der mobilen Stadtmöbel werden die Abteilung Stadtgrün und  Straßenreinigung von EB77, das Tiefbauamt sowie die Untere Denkmalschutzbehörde einbezogen.

 

 

 

4.   Ressourcen
(Welche Ressourcen sind zur Realisierung des Leistungsangebotes erforderlich?)

Für die Anschaffung und die Aufstellung von mobilen Sitzmöbeln stehen bisher keine Mittel zur Verfügung.

 

Eine finanzielle Unterstützung der geplanten Maßnahmen über das Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ ist nur für den Standort Martin-Luther-Platz im Sanierungsgebiet „Nördliche Altstadt“ möglich. Für den Standort Rathausplatz kann eine dementsprechende finanzielle Förderung nicht beantragt werden.

 

Investitionskosten:

€ 21.000,00

bei IPNr.:

Sachkosten:

bei Sachkonto:

Personalkosten (brutto):

bei Sachkonto:

Folgekosten

bei Sachkonto:

Korrespondierende Einnahmen

bei Sachkonto:

Weitere Ressourcen

 

 

Haushaltsmittel

              werden nicht benötigt

              sind vorhanden auf IvP-Nr.      

                        bzw. im Budget auf Kst/KTr/Sk        

                    sind nicht vorhanden


Anlagen:                   

Anlage 1 Fraktionsantrag SPD Nr. 190/2018 vom 08.11.2018

Anlage 2 Fraktionsantrag GL Nr. 195/2018 vom 21.11.2018

Anlage 3 Fotos und Infos zu mobilen Stadtmöbeln vom 22.01.2019

Anlage 4 Fraktionsantrag GL Nr. 188/2018 vom 06.11.2018