Bedarfsfeststellung für weitere Spielstubenplätze im Kindergartenplanungsbezirk 08-Innenstadt III (Rathenau)

Betreff
Bedarfsfeststellung für weitere Spielstubenplätze im Kindergartenplanungsbezirk 08-Innenstadt III (Rathenau)
Vorlage
511/062/2018
Aktenzeichen
IV/51/511/SW009
Art
Beschlussvorlage
  1. Der Bedarf von zusätzlichen 16 Betreuungsplätzen in der Spielstube im Kindergartenplanungsbezirk 08-Innenstadt III (Rathenau) wird bestätigt.
  2. Der aufgezeigte Weg, Bauträger errichtet die Räumlichkeiten, Stadt mietet an, soll weiter verfolgt werden.

 

Vorbemerkung:

      Der StR hat in seiner Sitzung am 08.12.2016 einstimmig den Bedarf für eine zweigruppige Grundschullernstube und für 16 Plätze für eine Spielstube im Stadtteil Rathenau festgestellt (Vorlage 511/036/2016).

 

Einschätzung der Jugendhilfeplanung:

Kindergartenalter

Der Standort der geplanten Spielstuben wird dem Kindergartenplanungsbezirk 08-Innenstadt III zugerechnet. In diesem Planungsbezirk stehen für 146 Kindergartenkinder aktuell 125 Betreuungsplätze zur Verfügung. Davon werden 50 im Kindergarten St. Bonifaz und 75 im Kindergarten St. Matthäus angeboten. Die kleinräumige Versorgungsquote liegt mit 85,6% unter dem städtischen Durchschnitt von 99,7%. In der Expertenbefragung 2017 wurde deutlich, dass viele im Planungsbezirk wohnende Kinder in angrenzenden Planungsbezirken betreut werden.[1]

Die Kinderzahlprognose erwartet in diesem Planungsbezirk 176 Kindergartenkinder im Jahre 2025. Dies entspricht einem Anstieg von ca. 41%. Für das Jahr 2033 liegen noch keine entsprechenden kleinräumigen Daten vor, stadtweit wird ein Anstieg von aktuell 3470 auf 3712 Kindergartenkinder (plus von ca. 8%) vorhergesagt.

Der Stadtrat hat 2017 den Ausbau von ca. 535 neuen Kindergartenplätzen beschlossen. Dabei sind ca. 50 für den Planungsbezirk Innenstadt III vorgesehen. Die Verwaltung schlägt dem Stadtrat für 2018 einen stadtweiten Bedarfsbeschluss analog dem Jahre 2017 vor (Vorlage 51/162/2018).[2]

Im Planungsbezirk 08-Innenstadt III ist im Kindergartenalter neben den geplanten zusätzlichen 16 Spielstubenplätzen bereits eine Spielstubengruppe mit 16 Plätzen beschlossen (Vorlage 511/036/2016). 50 Kindergartenplätze im Neubau der GBW-Gruppe (Hans-Geiger-Str.) werden dem Stadtrat im Oktober 2018 zur Bedarfsanerkennung vorgeschlagen (Vorlage 512/058/2018).[3]

Unter Berücksichtigung dieser Projekte sind insgesamt 379 neue Kindergartenplätze konkret in Planung. Dies entspricht einem Anteil von über zwei Drittel der vom Stadtrat 2017 beschlossenen 535 zusätzlichen Kindergartenplätze.

Die Schaffung von insgesamt 32 Spielstubenplätzen im Planungsbezirk 08-Innenstadt III sowie 50 zusätzlichen Kindergartenplätzen im Neubau der GBW-Gruppe (Hans-Geiger-Str.) wird als bedarfsnotwendig gesehen. Der Bedarf besteht stadtweit und im Planungsbezirk besteht aufgrund der sozialen Belastungslage[4] ein Bedarf an der Schaffung von integrativen Betreuungsplätzen[5] und Spielstubenplätzen.

 

 

1.   Ergebnis/Wirkungen
(Welche Ergebnisse bzw. Wirkungen sollen erzielt werden?) Es werden ausreichend Plätze für Kinder mit dem Bedarf einer Spielstube im Stadtteil Rathenau geschaffen.

 

 

2.   Programme / Produkte / Leistungen / Auflagen
(Was soll getan werden, um die Ergebnisse bzw. Wirkungen zu erzielen?) Die Verwaltung wird mit Bauträgern nach Realisierungsmöglichkeiten für die Räume suchen und in Abstimmung mit den fachlichen Bedarfen die Räumlichkeiten in Abstimmung mit der Regierung von Mittelfranken und dem Bauträger entwickeln. Die Räume, die ein Bauträger erstellen soll, sollen durch die Stadt angemietet werden.

 

 

 

3.   Prozesse und Strukturen
(Wie sollen die Programme / Leistungsangebote erbracht werden?) Die Spielstube wird  je Gruppe jeweils bis zu drei integrative Plätze anbieten.

 

 

1.      Ressourcen
(Welche Ressourcen sind zur Realisierung des Leistungsangebotes erforderlich?) Die FAG-Förderung für den Bau von Kindertageseinrichtungen wird erheblich verbessert, so dass die Investitionssummen und die Förderung, die 2016 aufgezeigt wurden, überholt sind. Die aufgezeigten Kosten und Einnahmen beziehen sich auf die gesamte Einrichtung, also zwei Spielstubengruppen und zwei Gruppen für die Grundschullernstube mit je insgesamt 32 Plätzen. Das Bauprojekt wurde für den HH 2019 angemeldet.

Der Baukostenzuschuss wird zu einer deutlichen Reduzierung der Mietkosten führen.

Baukostenkostenzuschuss:

€ 2.735.000,--

bei IPNr.:

Sachkosten:

€ 245.000,--

bei Sachkonto:

Personalkosten (brutto):

bei Sachkonto:

Folgekosten Miete

€ noch nicht bezifferbar

bei Sachkonto:

Korrespondierende Einnahmen (FAG-Förderung)

2.462.000,--

bei Sachkonto:

Weitere Ressourcen

 

 

Haushaltsmittel

             werden nicht benötigt

             sind vorhanden auf IvP-Nr.      

                        bzw. im Budget auf Kst/KTr/Sk        

                   sind nicht vorhanden



[1] Expertenbefragung 2017, S. 100

[2] Vgl. Bestands- und Planungsbericht Kindertagesbetreuung 2018, S. 54ff

[3] Im Bestands- und Planungsbericht 2018 wird das Projekt als „Spielstube GBW2 Hans-Geiger-Str.“ geführt. Alle 32 geplanten Plätze werden im Bericht mit dem Ziel der Aktualität des Berichts als schon beschlossene Plätze geführt, da sie im Oktober 2018 in JHA und Stadtrat eingebracht werden.

[4] Vgl. Stadt Erlangen, Statistik und Stadtforschung (2018): Sozialmonitoring 2018 der Stadt Erlangen, S. 9

[5] In der Expertenbefragung für die Bedarfsplanung 2017 hat sich gezeigt, dass im November 2017 zwar von den Einrichtungen der Bedarf an integrativen Plätzen gesehen wurde, diese aber nicht umgesetzt waren (vgl. S. 139).

Anlagen: keine