Personalkostenausstattung beim Kinderschutzbund für die Koordination Familienpaten

Betreff
Personalkostenausstattung beim Kinderschutzbund für die Koordination Familienpaten
Vorlage
51/155/2018
Aktenzeichen
MMM/IV/51
Art
Beschlussvorlage

1. Die Verwaltung wird beauftragt, das Projekt Familienpatenschaften fortzuführen und insbesondere im Hinblick auf eine angemessene Personalausstattung für die Projektkoordination beim Kinderschutzbund die entsprechenden Mittel im Budget einzuplanen. Die in der Begründung beschriebenen Kosten sollen als Zuschuss ausgereicht werden.

 

2. Die erforderlichen Mittel für 2019 können der Budgetrücklage des Amtes 51 entnommen werden.

1.    Ergebnis/Wirkungen
(Welche Ergebnisse bzw. Wirkungen sollen erzielt werden?)

Das Projekt Familienpatenschaften ist beim Kinderschutzbund Erlangen angesiedelt und steht unter dem Dach des Erlanger Bündnisses für Familien. Das Projekt wird von der Stadt Erlangen finanziell und personell unterstützt: finanziell durch ein Budget beim Erlanger Bündnis für Familien in Höhe von 6.000,00 zur Refinanzierung der Kosten der geringfügigen Beschäftigung der jetzigen Koordinatorin beim Kinderschutzbund und personell durch die Unterstützung der beim Jungendamt angesiedelten Geschäftsführung des Familienbündnisses in Bezug auf Öf-fentlichkeitsarbeit, Sponsoring, organisatorische und rechtliche Fragen.

 

Die vielfältigen Aufgaben der Projektkoordination (Begleitung der Schulungen, Auswahl der Familienpaten, Gespräche mit Familien, Vermittlung der Familienpaten an Familien, fachliche Begleitung der Familienpatenschaften, Angebote von Fortbildungen und Austauschgesprächen für Familienpaten) werden von der Koordinatorin bisher im Rahmen der geringfügigen Beschäf-tigung und durch das Einbringen eines nicht unerheblichen zusätzlichen Zeitanteils als ehren-amtliche Tätigkeit bewältigt.

 

Im Projekt Familienpatenschaften zeigt sich ein über die Jahre hoher Bedarf: Es gibt immer ei-ne Warteliste von Familien, die sich einen Paten wünschen. Dieser ist gekoppelt an eine weit-gehend stabile Erfolgsquote bei der Gewinnung von neuen Familienpaten. Jährlich werden in Kooperation mit dem ähnlich organisierten Familienpatenprojekt des Landkreises ein bis zwei Schulungen zur Qualifizierung von Familienpaten durchgeführt.

 

Der Lenkungskreis Familienpatenschaften arbeitet zudem stetig an einer qualitativen Verbes-serung des Projekts. So wurden die Familienpatenschaften 2017 durch die Evangelische Hochschule Nürnberg evaluiert. Der Evaluationsbericht wurde dem Jugendhilfeausschuss vor-gestellt. Weiterhin wurde von den Projektverantwortlichen ein differenziertes Präventionskon-zept installiert mit präventiven Bausteinen zu Auswahl und Verpflichtungen der Paten sowie der Begleitung der Familien, die helfen sollen, Fehlverhalten im Projekt nach Möglichkeit zu

 

verhindern. Dieses beinhaltet auch regelmäßige Austauschgespräche der Koordinatorin mit den Familien.

 

Die jetzige Projektkoordinatorin wird im Herbst 2018 ihre Tätigkeit beenden. Im Evaluaitonsbe-richt, der in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses vom 08.02.2018 vorgestellt wurde, wird die Einrichtung einer halben sozialpädagogischen Stelle für die Aufgabe der Projektkoordination für unerlässlich gehalten um den qualitativen und den zeitlichen Anforderungen der Aufgabe gerecht zu werden und den langfristigen Fortbestand des Projekts zu gewährleisten.

 

2.    Programme / Produkte / Leistungen / Auflagen
(Was soll getan werden, um die Ergebnisse bzw. Wirkungen zu erzielen?)

Das Angebot Familienpatenschaften muss nicht zwingend von der Stadt selbst betreut werden. Die bisherige Aufgabenaufteilung bzw. die Kooperation zwischen Stadt und dem Kinderschutz-bund hat sich bewährt und soll nicht verändert werden.

 

Der Kinderschutzbund soll jedoch durch einem Zuschuss zur Deckung der Personalkosten einer halben sozialpädagogischen Stelle (Einstufung S 12) in die Lage versetzt werden, die Empfehlungen der Evaluation (siehe Abschlussbericht 5., Empfehlungen Pkt. 5) hinsichtlich der Personalausstattung für die Koordination des Projekts umzusetzen. Im ähnlich aufgebauten Projekt Familienpatenschaften des Landkreises ist für die Koordination bereits seit Jahren eine halbe sozialpädagogische Stelle installiert.

 

3.    Prozesse und Strukturen
(Wie sollen die Programme / Leistungsangebote erbracht werden?)

Die Stelle der Koordination für die Familienpatenschaften beim Kinderschutzbund ist ab 01.10.2018 auf Grund des Ausscheidens der Koordinatorin neu zu besetzen.

 

Für den Zeitraum von 3 Monaten in 2018 (01.10. – 31.12.2018) sollen die anfallenden Mehr-kosten für die Personalausstattung in Höhe von ca. 9.000 € aus dem Budget des Stadtjugend-amts finanziert werden.

 

Ab 2019 soll dem Kinderschutzbund ein jährlicher Personalkostenzuschuss gewährt werden, der die jährlichen Personalausgaben für einen halbe Stelle Koordination abdeckt. Der Zuschuss soll sich an den Personaldurchschnittskosten der Stadt Erlangen orientieren (2017= 31.000,00 Euro).

Zusätzlich zu den bereits im Budget enthaltenen 6.000,00 Euro fallen Mehrkosten in Höhe von 26.000,00 Euro an, die für 2019 der Budgetrücklage entnommen werden können. Soweit für die Folgejahre zusätzliche Haushaltsmittel erforderlich werden, wird die Verwaltung entsprechende Anträge stellen.