Fahrradklimatest 2016, Ergebnisse für Erlangen

Betreff
Fahrradklimatest 2016, Ergebnisse für Erlangen
Vorlage
31/159/2017
Aktenzeichen
I/31
Art
Beschlussvorlage

Die Ergebnisse des Fahrradklimatests 2016 werden zur Kenntnis genommen. Der Antrag von Stadtrat Bußmann aus der 8. Sitzung des Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschusses/Werkausschusses EB77 vom 26.09.2017 (Protokollvermerk) ist damit bearbeitet.  

1.    Ergebnis/Wirkungen
(Welche Ergebnisse bzw. Wirkungen sollen erzielt werden?)

Der ADFC-Fahrradklima-Test dient als Anzeiger für die Fahrradfreundlichkeit einer Kommune.

Über 120.000 Bürgerinnen und Bürger haben an der siebten Umfrage des ADFC teilgenommen und dabei die Fahrradfreundlichkeit von über 500 Städten bewertet.

 

Am 19. Mai 2017 wurden in Berlin die Ergebnisse des bundesweiten Fahrradklimatests 2016 bekanntgegeben. Erlangen ist in der Gruppe der Städte von 100.000 bis 200.000 Einwohnern in der Spitzengruppe vertreten, diesmal aber nicht mehr auf dem ersten Platz, sondern auf dem dritten Platz. Erlangen hat sich hierbei in seiner Bewertung nicht verschlechtert, die Städte Hamm und Göttingen haben aber Erlangen überholt. In Bayern ist Erlangen nach wie vor auf dem ersten Platz.

 

Als positiv sahen die Erlanger Radlerinnen und Radler:

 

·         die allgemeine Verbreitung des Rades als Verkehrsmittel,

·         die gute Vernetzung der Radwege,

·         die gute Erreichbarkeit des Stadtzentrums,

·         die Akzeptanz der Verkehrsteilnehmer untereinander.

·         die Instandhaltung der Infrastruktur durch Reinigung und Winterdienst und

·         das Sicherheitsgefühl beim Radeln.

 

Eher negativ wurde beurteilt:

 

·         Fahrraddiebstahl,

·         zu geringe Verfolgung von Gehwegparken,

·         öffentlicher Fahrradmietservice fehlt,

·         nicht immer gesicherte Fahrradmitnahme im öffentlichen Verkehr,

·         mangelhafte und eine zu geringe Menge an Abstellanlagen und

·         Führung des Radverkehrs an Baustellen.

 

 

 

2.   Programme / Produkte / Leistungen / Auflagen
(Was soll getan werden, um die Ergebnisse bzw. Wirkungen zu erzielen?)

Maßnahmen der Stadt Erlangen, die die Fahrradfreundlichkeit weiter verbessern werden:

 

Radlerhearing: Ein externer Fachmann moderierte eine Abendveranstaltung, zu der breit eingeladen wurde. Diskussionsschwerpunkt war die verkehrsplanerische Zielsetzung, dem Radverkehr aus Gründen der Verkehrssicherheit möglichst richtlinienkonforme Radverkehrsanlangen zur Verfügung zu Stellen. Dies kann bedeuten, dass an Straßen mit einer geringen Verkehrsbelastung durch den Kfz-Verkehr die Führung auf der Fahrbahn anstelle separater Radwege sich als die geeignetere Führungsform herausstellt. Spontane Äußerungen waren erwünscht, denn diese wurden an Thementischen erfragt.

Diese „Ideenliste“ wird derzeit weiter bearbeitet.

Ein weiteres Hearing soll folgen.

 

Bahnhof: Die Parkplätze am Bahnhof sollen den Pendlerinnen und Pendlern dienen, denn eine gute Verknüpfung des ÖPNV und Fahrrades ist das Rückgrat einer nachhaltigen Mobilität.

Deswegen wurde eine zulässige Parkdauer eingeführt und der konsequente Abtransport bei Überschreitung durchgesetzt.

Um den Radverkehr noch besser zu fördern, wird an Gleis 1 Süd gerade der Bau einer Fahrradabstellanlage mit circa 800 Stellplätzen geplant.

 

Transporträder: Die Stadt Erlangen hat vier Transporträder zum kostenlosen Verleih angeschafft. Diese werden von örtlichen Fahrradhändlern verwaltet und verliehen. Ein Internet-Buchungsportal ist inzwischen eingeführt und vereinfacht die Buchung.

 

Finanzen: Die Stadt Erlangen stellt jährlich etwa 50.000 € für kleinere Maßnahmen nach beschlossener Prioritätenliste für Bestandsverbesserungen im vorhandenen Radwegenetz  zur Verfügung.

Für Verbesserungen der Radverkehrsinfrastruktur wurden für den Zeitraum von 2015 – 2017 500.000,-€ zur Verfügung gestellt, so dass Projekte geplant, Grunderwerb getätigt, Maßnahmen mit finanziert und getätigt werden konnten.

 

Im Rahmen der jährlichen Fahrbahndeckenerneuerungsmaßnahmen  werden die vorhandenen Markierungen auf Verbesserungsmöglichkeiten überprüft, so dass u.a. Fahrrad-Sicherheitsstreifen, vorgezogene Aufstellflächen, Rotmarkierungen erneuert oder ergänzt werden.

Dazu kommen noch weitere Haushaltsmittel für spezielle Einzelprojekte: z.B. Bahnhof / Abstellanlagen, Fahrradparkhaus Siemens-Campus

 

Verkehrsentwicklungsplan: Im Rahmen des Verkehrsentwicklungsplanes Erlangen wird derzeit ein Radverkehrskonzept von einem externen Gutachterbüro erarbeitet. Dabei wird u.a. die aktuell vorhandene Radverkehrsinfrastruktur überprüft und es werden entsprechende Handlungsempfehlungen entwickelt. Ziele und Maßnahmen werden durch das Forum VEP öffentlich begleitet.

 

Radschnellwege: In Zusammenarbeit mit den Nachbarstädten und –landkreisen sowie mit der  Staatlichen Straßenbauverwaltung wurde in den vergangenen Monaten eine Machbarkeitsstudie erstellt, wo in der Region sog. Fahrradschnellwege errichtet werden könnten. Insbesondere die Verbindungen von Erlangen nach Nürnberg und Herzogenaurach haben hier eine Priorität erhalten und sollen daher vorrangig umgesetzt werden.

 

Prioritätenliste Radverkehr: Vom UVPA wurde letztmalig am 10.11.2015 eine Prioritätenliste beschlossen, welche Maßnahmen vorrangig in Erlangen zur Verbesserung des Radverkehrs umgesetzt werden sollen. Ein Teil dieser Maßnahmen wurde bereits im Jahr 2016 realisiert.

 

Flusstal-Radweg in Eltersdorf: Auch die Verlegung des touristischen Regnitztalradweges von der Eltersdorfer Straße ins Flusstal wird demnächst nach vielen Jahren Anlauf realisiert.

 

 

 

3.   Prozesse und Strukturen
(Wie sollen die Programme / Leistungsangebote erbracht werden?)

Die Stadt Erlangen ist kontinuierlich dabei, die Qualität des Radverkehrs nicht nur zu erhalten, sondern auch zu verbessern. Insbesondere durch den Verkehrsentwicklungsplan soll bis 2018 ein Konzept entwickelt werden, wie unter Berücksichtigung aller Verkehrsarten die Attraktivität des Radverkehrs noch weiter verbessert werden kann. Ziel sollte hierbei sein, wieder auf Platz 1 der bundesweiten Erhebung zu rücken.

 

 

4.   Ressourcen
(Welche Ressourcen sind zur Realisierung des Leistungsangebotes erforderlich?)

Investitionskosten:

bei IPNr.:

Sachkosten:

bei Sachkonto:

Personalkosten (brutto):

bei Sachkonto:

Folgekosten

bei Sachkonto:

Korrespondierende Einnahmen

bei Sachkonto:

Weitere Ressourcen

 

 

Haushaltsmittel

              werden nicht benötigt

              sind vorhanden auf IvP-Nr.      

                        bzw. im Budget auf Kst/KTr/Sk        

                    sind nicht vorhanden

Anlagen: Erlangen Fahrradklimatest Ergebnisse 2016