Schulhöfe kinder-/bewegungsfreundlicher und schöner gestalten; CSU-Fraktionsantrag 047/2016

Betreff
Schulhöfe kinder-/bewegungsfreundlicher und schöner gestalten; CSU-Fraktionsantrag 047/2016
Vorlage
40/113/2017
Aktenzeichen
IV/40-1
Art
Beschlussvorlage
Untergeordnete Vorlage(n)
  1. Die Ausführungen der Verwaltung werden zur Kenntnis genommen.
  2. Die Verwaltung wird beauftragt, die weiteren Planungen zur Gestaltung der Pausenhöfe mit der Priorisierung 1 bis 5 aufzunehmen und auf eine mittelfristige Umsetzung hinzuwirken.
  3. Die Verwaltung wird beauftragt, die hierfür erforderlichen Finanzmittel zu ermitteln.
  4. Der Bedarf für die laufenden Unterhaltsmaßnahmen der bestehenden Pausenhöfe wird festgestellt.
  5. Es wird zur Kenntnis genommen, dass hierfür bei Umsetzung der Maßnahmen  bei Amt 40 jährliche Haushaltsmittel in Höhe von 50.000 € benötigt würden.
  6. Der CSU-Fraktionsantrag Nr. 047/2016 ist bearbeitet.

 

1.    Ergebnis/Wirkungen
(Welche Ergebnisse bzw. Wirkungen sollen erzielt werden?)

Nachdem in Dechsendorf ein zentraler Verkehrsübungsplatz mit Freizeiteinrichtungen errichtet wird, wurde die Verwaltung mit Fraktionsantrag der CSU (047/2016) vom 09.05.2016 gebeten,

a.       Möglichkeiten aufzuzeigen, wie die Schulhöfe kinderfreundlicher, bewegungsfreundlicher und schöner gestaltet werden können.

b.      Eine Übersicht über den jeweiligen Zustand der Schulhöfe anzufertigen und als Folge daraus eine Prioritätenliste hinsichtlich des Sanierungsbedarfs zu erstellen.

c.       Eine Kostenschätzung über die aufgezeigten Maßnahmen abzugeben.

d.      Die Schulen bei diesen Planungen zu beteiligen.

 

2.    Programme / Produkte / Leistungen / Auflagen
(Was soll getan werden, um die Ergebnisse bzw. Wirkungen zu erzielen?)

Das Schulverwaltungsamt hat in Zusammenarbeit mit EB77, dem Spielplatzbüro und dem Amt für Gebäudemanagement zunächst eine Bestandsaufnahme der Pausenhöfe aller 15 Erlanger Grundschulen erstellt. Betrachtet wurden der Zustand der Bepflanzung, des Fallschutzes, der befestigten Flächen und die Spielgeräte (Zustand und Anzahl). Die Bewertung der Grünflächen orientiert sich an der Vitalität und Attraktivität der Grünflächen. Oft werden  Gehölzflächen bespielt und mit Trampelpfaden durchzogen, wodurch  die natürliche Verjüngung ausbleibt; dies führt langfristig zu einer Auskahlung.

Die Bewertungsskala reichte von 1 (sehr gut) über 2 (gut), 3 (mittel) bis 4 (schlecht).

Parallel wurden die Schulleitungen der Grundschulen um ihre Einschätzung zu diesen Teilaspekten und Bewertung ihrer Pausenhöfe (nach dem gleichen Bewertungssystem wie oben) gebeten, Verbesserungspotenziale sollten benannt werden.

 

Anschließend wurden alle Bewertungen in einer Matrix erfasst und ausgewertet. Hierbei wurden die Schulen mit der schlechtesten Punktezahl in den einzelnen Kategorien und den meisten Nennungen mit der höchsten Priorität versehen. Die Schulen wurden nicht isoliert bewertet, sondern auch ihre Bedeutung für das Umfeld betrachtet.

 

Zusammenfassend ergibt sich folgende Reihenfolge:

1.       Pestalozzi-Grundschule

2.       Grundschule Frauenaurach

3.       Friedrich-Rückert-Grundschule

4.       Adalbert-Stifter-Grundschule

5.       Michael-Poeschke-Grundschule

 

Für diese Schulen wird vorrangig Handlungsbedarf gesehen.

 

Bei der Pestalozzi-Grundschule mussten etliche Spielgeräte abgebaut werden, die drei Pausenhöfe sind kaum noch mit Spielgeräten ausgestattet. Es sind überwiegend asphaltierte Flächen vorhanden. Die Pflanzflächen werden mangels anderen Spielangeboten stark bespielt und sind deswegen in einem schlechten Zustand, die Gehölze sind überaltert. Die Schule hat einen sehr hohen Anteil an Schülern mit Migrationshintergrund und ist Ganztagsschule. Der Anger ist einer der kinderreichsten Stadtteile Erlangens. Im Umfeld gibt es nur einen Spielplatz und einen Bolzplatz.

Der Förderverein der Schule plant derzeit die Errichtung eines Balancierparcours.

 

In der Grundschule Frauenaurach sind der Fallschutz und die befestigten Flächen dringend sanierungsbedürftig. Die Grünstrukturen befinden sich in einem schlechten Zustand, weil  Grünflächen fehlen und die bestehenden stark genutzt werden. Die Sitzrondelle mussten wegen Unfallgefahr bzw. des Anbaus einer Feuerschutztreppe entfernt werden. Auch die Kletterseile befinden sich in einem schlechten Zustand.

Auch hier soll auf Initiative des Fördervereins ein Klettergerüst installiert werden.

 

Die Rasenfläche im Osten der Friedrich-Rückert-Grundschule wurde im Zuge der Sanierung des Ohm-Gymnasiums stark beeinträchtigt. Auf diese Fläche wird ab April 2017 ein Container als Ersatzquartier für den Hort Reinigerstraße (für die Dauer der Sanierung) aufgestellt. Gleichzeitig wird neben dem Container eine Baustellenzufahrt für die Fertigstellung der Außenanlagen des Ohm-Gymnasiums errichtet. Hierfür müssen mehrere Spielgeräte abgebaut werden. Dabei ist die Schule nur sehr dürftig mit Spielgeräten ausgestattet, die keinen hohen Aufforderungscharakter bieten. Der Fallschutz und die befestigten Flächen sind zum Teil in schlechtem Zustand. Die Stadtteile Röthelheim und Rathenau sind mit Spielplätzen unterversorgt.

Nach Rückbau der Baustellenzufahrt und des Containers sind die Außenanlagen wiederherzustellen. Angedacht ist zunächst eine gemeinsame Nutzung der Außenanlagen des Ohm-Gymnasiums im Übergangsbereich zur Friedrich-Rückert-Grundschule.

 

Auch die befestigten Flächen und der Fallschutz der Adalbert-Stifter-Grundschule sind in einem schlechten Zustand. Die umrahmenden Gehölze im südlichen Pausenhof sind teilweise  in einem schlechten Zustand (die weiteren Grünflächen wurden teilweise vor wenigen Jahren erneuert). Die Gabionen sind zum Teil löchrig und stellen eine Unfallgefahr dar.

Die Schule hat durch Anstrengungen des Fördervereins in diesem Jahr  eine neue Spielgerätekombination erhalten.

 

Die Grünstrukturen der Michael-Poeschke-Grundschule sind in so schlechtem Zustand, dass für diese Schule seitens EB77 hier oberste Priorität gesehen wird. Auch die befestigten Flächen haben viele Stolperstellen, der Fallschutz ist defekt. Die Holzpfosten der Beeteinfassungen sind morsch und stellen eine Unfallgefahr dar. Im ganzen Pausenhof gibt es keine Sitzgelegenheiten. Von einem Spielgerät sind nur noch die Grundpfosten übrig.

Für das einzige noch verbleibende Klettergerüst wurden letztes Jahr seitens des Fördervereins die Erneuerung der kaputten Seile und des Fallschutzes initiiert und mit Hilfe des Schulverwaltungsamtes mitfinanziert.

 

 

3.    Prozesse und Strukturen
(Wie sollen die Programme / Leistungsangebote erbracht werden?)

Die fünf oben genannten Pausenhöfe sollten saniert und schöner gestaltet werden. Hierfür sind mittelfristige Planungen anzustellen und die genauen Kosten zu ermitteln. Diese Kosten können sich pro Pausenhof im 5- bis 6-stelligen Bereich bewegen und sind dann rechtzeitig bei Referat II zum jeweiligen Haushalt anzumelden.

 

Für die restlichen Pausenhöfe können im Rahmen des regulären Unterhalts einzelne Maßnahmen, die zu einer Verbesserung der Aufenthaltsqualität führen,  durchgeführt werden.

 

In letzter Zeit kommt es häufiger vor, dass auf Initiative von Eltern/Fördervereinen neue Spielgeräte auf einzelnen Pausenhöfen errichtet werden, was seitens des Schulverwaltungsamtes ausdrücklich begrüßt und erwünscht ist, um die Aufenthalts- und Spielqualität der Schülerinnen und Schüler zu verbessern. Hinzu kommt, dass sich in vielen Schulen auf Grund der Ganztagsbetreuung die Kinder lange Zeit dort aufhalten und für ausreichend Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten gesorgt werden muss.

Die neuen Spielgeräte müssen jedoch auch regelmäßig geprüft und bei Bedarf gewartet und erneuert werden. Die Kosten für die laufenden Unterhaltsmaßnahmen sind in den letzten Jahren gestiegen.

Um in der Lage zu sein, diese Unterhaltsmaßnahmen auch realisieren zu können, würde bei Amt 40 – um EB77 mit dem Unterhalt beauftragen zu können (siehe auch DA Spielplätze) – ein jährliches Budget in Höhe von 50.000 € benötigt werden. Bisher verfügen weder Amt 40 noch EB77 über entsprechende Haushaltsmittel für den Unterhalt von Spielgeräten.

 

 

4.    Ressourcen
(Welche Ressourcen sind zur Realisierung des Leistungsangebotes erforderlich?)

Investitionskosten:

bei IPNr.:

Sachkosten:

50.000 € p.a.

bei Sachkonto:

Personalkosten (brutto):

bei Sachkonto:

Folgekosten

bei Sachkonto:

Korrespondierende Einnahmen

bei Sachkonto:

Weitere Ressourcen

 

 

Haushaltsmittel

                 werden nicht benötigt

                 sind vorhanden auf IvP-Nr.      

                               bzw. im Budget auf Kst/KTr/Sk        

                         sind nicht vorhanden

Anlagen:

CSU-Fraktionsantrag Nr. 047/2016