Entwicklung der Kinder- und Jugendlichenzahlen in Erlangen und die Auswirkungen auf die Kindertagesbetreuung

Betreff
Entwicklung der Kinder- und Jugendlichenzahlen in Erlangen und die Auswirkungen auf die Kinderbetreuung
Vorlage
51/133/2017
Aktenzeichen
HMN-T.2845
Art
Mitteilung zur Kenntnis

Der Bericht der Verwaltung dient zur Kenntnis.

 

Die Entwicklung der Zahl von unter einjährigen Kindern in Erlangen stellt sich in den letzten Jahren wie folgt dar:

 

Alter unter einem Jahr, Stichtag 31.12.2012

895

Alter unter einem Jahr, Stichtag 31.12.2013

984

Alter unter einem Jahr Stichtag, 31.12.2014

991

Alter unter einem Jahr Stichtag, 31.12.2015

1117

Alter unter einem Jahr, Stichtag 31.12.2016

1184

 

Die Zahl der Kinder im Alter unter einem Jahr liegt damit zum Jahresende 2016 wiederholt deutlich über dem langjährigen Mittelwert von ca. 950 Kindern.

 

 

Auch in den meisten anderen Altersgruppen der Kinder und Jugendlichen in Erlangen sind die Zahlen in den letzten drei Jahren deutlich angestiegen.

0-U3 Jahre

3-U6 Jahre

6-U10
Jahre

10-U16 Jahre

16-U18 Jahre

18-U21 Jahre

31.12.2013

2849

2829

3596

5522

1849

3596

31.12.2016

3368

2918

3830

5540

1947

4164

Veränderung 2016 zu 2013

18%

3%

7%

0%

5%

16%

 


 

Durch die starke Kinderzahlensteigerung im U3-Bereich in den letzten Jahren wird in dieser Vorlage ausschnitthaft auf die Entwicklung der Versorgungsquoten im U3- und Kindergartenbereich eingegangen.

 

Die Versorgungsquote im Bereich der unter dreijährigen Kinder hat sich in den Planungsbezirken sehr unterschiedlich entwickelt. Stadtweit liegt sie mit ca. 43% zum Beginn des Jahres 2017 erstmals seit 2014 wieder unter dem stadtweiten Zielkorridor von 45 bis 50%:

 

Krippen-Planungsbezirke

Zielkorridor

2013

2014

2015

2016

2017

A

Nordwest

ca. 35% - 40%

35%

40%

41%

39%

43%

B

Alterlangen

ca. 40% - 45%

27%

25%

45%

41%

42%

C

Anger

ca. 30% - 35%

17%

31%

25%

25%

23%

D

Nordost

ca. 45% - 50%

33%

34%

32%

34%

32%

E

Büchenbach,Dorf

ca. 40% - 45%

39%

48%

45%

41%

41%

F

Bruck

ca. 40% -45%

30%

40%

37%

39%

35%

G

Röthelheim und Südgel.

> 50%

64%

62%

67%

72%

64%

H

Südwest

ca. 30% - 35%

33%

38%

34%

30%

28%

I

Südost

>50%

62%

63%

63%

62%

58%

Erlangen gesamt

45% - 50%

40%

44%

45%

45%

43%

 

 

Im Kindergartenalter ist die stadtweite Versorgungsquote nach Jahren des kontinuierlichen Anstiegs wieder auf den Wert von ca. 100% gesunken. Eine derart niedrige Versorgungsquote bestand im Stadtschnitt zuletzt 2009. Auch im Kindergartenalter stellt sich lokale Versorgungssituation in den Planungsbezirken sehr heterogen dar:

 

Kindergarten Planungsbezirke

2013

2014

2015

2016

2017

01

Innenstadt I

105%

111%

98%

100%

89%

02

Innenstadt II

80%

87%

88%

85%

86%

03

Alterlangen

85%

83%

84%

77%

76%

04

Sieglitzhof

126%

117%

111%

115%

100%

05

Röthelheim

86%

89%

94%

100%

100%

06

Südstadt

96%

95%

106%

119%

120%

07

Anger

100%

102%

106%

109%

104%

08

Innenstadt III

84%

100%

93%

91%

89%

09

Bruck

96%

89%

101%

97%

87%

10

Eltersdorf

108%

109%

126%

126%

119%

11

Tennenlohe

89%

112%

105%

114%

92%

12

Frauenaurach

71%

79%

77%

73%

68%

13

Kriegenbrunn

127%

150%

134%

127%

142%

14

Büchenbach Dorf

146%

154%

138%

115%

124%

15

Büchenbach Nordwest

104%

100%

97%

106%

89%

16

Dechsendorf

78%

91%

88%

93%

93%

Erlangen gesamt

102%

104%

105%

106%

100%

 

Rechnerisch kann aktuell weiterhin jedem in Erlangen wohnenden Kind im Kindergartenalter ein Betreuungsplatz im Stadtgebiet angeboten werden – nicht immer jedoch in dem Planungsbezirk, in dem das Kind wohnt.

 

 

Bereits 2016 hat der Stadtrat aufgrund gestiegener Geburtenzahlen, den Auswirkungen der Flüchtlingssituation und einem veränderten Nachfrageverhalten der Eltern einen gestiegenen Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen beschlossen (Vorlage 51/109/2016, Beschluss vom 27.10.2016). Der aktuelle Stand der Ausbauvorhaben wurde im Dezember 2016 in der Planungsgruppe Kindertagesbetreuung erörtert und am 23.02.2017 im Stadtrat beschlossen (Vorlage 512/039/2017).

Neben den Einschätzungen von Einrichtungen und Trägern lag der Ausbauprognose 2016 die kleinräumige Bevölkerungsprognose der Abteilung für Statistik und Stadtforschung vom Frühjahr 2016 zugrunde.

 

Mittlerweile hat sich gezeigt, dass bereits zum Jahresende 2016 die tatsächliche Kinderzahl stadtweit insbesondere im U3-Bereich deutlich über den Berechnungen der Bevölkerungsprognose liegt.

 

Krippen-Planungsbezirke

Prognose Kinder im Alter unter drei Jahren für 2017

Kinder im Alter unter drei Jahren, Stand 31.12.2016

Unterschied absolut

Unterschied Prozent

A

Nordwest

396

371

-25

-6%

B

Alterlangen

240

242

2

1%

C

Anger

227

263

36

16%

D

Nordost

616

719

103

17%

E

Büchenbach Dorf

154

167

13

8%

F

Bruck

443

524

81

18%

G

Röthelheim und Südgel.

708

716

8

1%

H

Südwest

146

164

18

13%

I

Südost

195

203

8

4%

Erlangen gesamt

3126

3368

242

8%

 

 

Kindergarten
Planungsbezirke

Prognose Kinder im Kindergartenalter für 2017

Kinder im Kindergartenalter Stand 31.12.2016

Unterschied absolut

Unterschied Prozent

01

Innenstadt I

156

158

2

1%

02

Innenstadt II

233

212

-21

-9%

03

Alterlangen

290

284

-6

-2%

04

Sieglitzhof

211

233

22

10%

05

Röthelheim

435

419

-16

-4%

06

Südstadt

173

164

-9

-5%

07

Anger

229

230

1

0%

08

Innenstadt III

155

140

-15

-10%

09

Bruck

473

461

-12

-3%

10

Eltersdorf

88

101

13

15%

11

Tennenlohe

130

167

37

28%

12

Frauenaurach

117

125

8

7%

13

Kriegenbrunn

59

53

-6

-10%

14

Büchenbach Dorf

210

185

-25

-12%

15

Büchenbach Nordwest

380

398

18

5%

16

Dechsendorf

103

107

4

3%

Erlangen gesamt

3444

3437

-7

0%

 

 

Erste daraus folgende mögliche Änderungen in der Ausbauplanung werden in der Planungsgruppe Kindertagesbetreuung am 20.03.2017 diskutiert.

 

Die Abteilung für Statistik und Stadtforschung hat für April 2017 eine außerplanmäßige Aktualisierung der Bevölkerungsprognose in Aussicht gestellt. Auf dieser Grundlage kann in der Jugendhilfeplanung eine aktuelle Bedarfsüberprüfung erfolgen. Aufgrund der oben dargestellten gestiegenen Kinderzahlen insbesondere im U3-Bereich ist in den nächsten Jahren wahrscheinlich mit einem weiterhin steigenden Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen zu rechnen.

 

Anlagen: