Kindertageseinrichtungen Bedarfsplanung für den Bezirk Rathenau - hier: Bedarfsfeststellung für eine zweigruppige Grundschullernstube im Schulsprengel der Friedrich-Rückert-Grundschule und einer Spielstube im Kindergartenbezirk Innenstadt III

Betreff
Kindertageseinrichtungen Bedarfsplanung für den Bezirk Rathenau - hier: Bedarfsfeststellung für eine zweigruppige Grundschullernstube im Schulsprengel der Friedrich-Rückert-Grundschule und einer Spielstube im Kindergartenbezirk Innenstadt III
Vorlage
511/036/2016
Aktenzeichen
SWI-T.2516
Art
Beschlussvorlage

1. Der Bedarf für eine Spielstube mit 16 Betreuungsplätzen und einer zweigruppigen Grundschul-
    lernstube mit  insgesamt 32  Plätzen wird bestätigt.

2. Die erforderlichen Räumlichkeiten sollen durch die Stadt angemietet werden.

3. Die Verwaltung wird beauftragt, für die Räumlichkeiten einen geeigneten Bauträger zu suchen.

4. Die Verwaltung wird beauftragt,  die notwendigen Haushaltsmittel für den HH 2018 anzumelden.

 

1.   Ergebnis/Wirkungen
(Welche Ergebnisse bzw. Wirkungen sollen erzielt werden?)

Aus Sicht der Jugendhilfeplanung stellt sich die Situation wie folgt dar:

 

Spielstube

Im Kindergartenplanungsbezirk Innenstadt III leben mit Stichtag 30.06.2016 155 Kinder im Kindergartenalter. Für diese stehen aktuell 125 Betreuungsplätze zur Verfügung. Die lokale rechnerische Versorgungsquote liegt damit bei ca. 81 % und liegt damit deutlich unterhalb des Stadtschnittes (ca. 104 %). Laut Bevölkerungsprognose der Abteilung für Statistik und Stadtforschung wird für 2019 eine Erhöhung der Anzahl an Kindergartenkindern auf ca. 160 erwartet. Die Prognose ist aufgrund des laufenden Nachverdichtungsprozesses mit deutlichen Unsicherheiten behaftet. Dies ist bei den weiteren Planungen im Auge zu behalten. Nach übereinstimmender Aussage der Fachkräfte vor Ort besteht dezidierter Bedarf an Spielsstubenplätzen. Der Kindergartenplanungsbezirk Innenstadt III ist nach Aussage des 2. Erlanger Sozialberichts sowohl aktuell als auch in den kommenden Jahren überdurchschnittlich von sozialen Belastungsfaktoren betroffen.

Aus bedarfsplanerischer Sicht ist eine Spielstube mit 16 Betreuungsplätzen aus qualitativer und quantitativer Sicht geeignet, zur Deckung des örtlichen Bedarfs beizutragen. Die Einrichtung einer Spielstube wird daher von der Jugendhilfeplanung unterstützt.

 

Grundschullernstube

Im Sprengel der Friedrich-Rückert-Grundschule können im Schuljahr 2016/17 für 271 Grundschüler 190 Betreuungsplätze (116 Plätze in Hort-/Lernstube, 74 Plätze in der Mittagsbetreuung) angeboten werden. Dies entspricht einer rechnerischen schulbezogenen Versorgungsquote von ca. 70 %. Damit ist die Versorgung im Schulsprengel deutlich unterhalb des Erlanger Stadtschnittes (ca. 80 %). Die Schülerprognose für 2022/23 geht von ca. 340 Grundschulkindern im Sprengel aus, was einer Steigerung von ca. einem Drittel im Vergleich zu 2016/17 entspricht.
Der Jugendhilfeausschuss hat in seiner Sitzung vom 23.10.2016 (Vorlagennummer 51/109/2016) einem aktuellen Bedarf von 30 Betreuungsplätzen für Grundschulkinder festgestellt. Die zu erwartenden Kinderzahlensteigerungen der nächsten Jahre sind dabei explizit noch nicht berücksichtigt.

Nach übereinstimmender Aussage der Fachkräfte vor Ort besteht dezidierter Bedarf an Lernstubenplätzen. Der statistische Bezirk Rathenau ist nach Aussage des 2. Erlanger Sozialberichts sowohl aktuell als auch in den kommenden Jahren überdurchschnittlich von sozialen Belastungsfaktoren betroffen.

Aus bedarfsplanerischer Sicht ist eine zweigruppige Grundschullernstube mit 32 Betreuungsplätzen im genannten Schulsprengel aus qualitativer und quantitativer Sicht geeignet, zur Deckung des örtlichen Bedarfs beizutragen und wird daher von der Jugendhilfeplanung befürwortet.

.

 

 

2.   Programme / Produkte / Leistungen / Auflagen
(Was soll getan werden, um die Ergebnisse bzw. Wirkungen zu erzielen?)

      Im Planungsbezirk Rathenau fehlen Kindertagesplätze im Kindergartenalter und im Schulkindalter. Die Verwaltung wird mit Bauträgern nach Realisierungsmöglichkeiten für die Räume suchen und in Abstimmung mit den fachlichen Bedarfen die Räumlichkeiten in Abstimmung mit der Regierung von Mittelfranken und dem Bauträger entwickeln.

 

 

3.   Prozesse und Strukturen
(Wie sollen die Programme / Leistungsangebote erbracht werden?).

      Die Lernstube und die Spielstube werden  je Gruppe jeweils bis zu drei integrative Plätze anbieten.

 

 

4.   Ressourcen
(Welche Ressourcen sind zur Realisierung des Leistungsangebotes erforderlich?)

      Finanzielle Ressourcen sind bisher nicht vorhanden. Im Investitionsbereich sind Mittel für die Einrichtung und die Außenanlage erforderlich. Weiter sind als Folgekosten die Finanzmittel für die Miete erforderlich. Nach heutigem Kenntnisstand wird eine  Fertigstellung dieser Räumlichkeiten frühestens in 2018 erfolgen. Für die Realisierung der  maximalen FAG-Förderung ist ein Investitionskostenzuschuss, der über die Bauphase bis 2019 oder ggf. auch später umgesetzt werden kann, notwendig. Dieser Investitionskostenzuschuss wirkt sich mietmindernd aus. Die in der Übersicht aufgezeigten Summen sind Erfahrungswerte, die sich anhand der Planung und Genehmigung der Regierung von Mittelfranken noch ändern können. Das für den Betrieb erforderliche Personal ist im Personalhaushalt 2018 zu beantragen und auch im Leitungsbereich entsprechend zu berücksichtigen.  

Investitionskostenzuschuss:

€ 1.495.000

bei IPNr.:

Sachkosten:

bei Sachkonto:

Personalkosten (brutto):

bei Sachkonto:

Folgekosten

bei Sachkonto:

Korrespondierende Einnahmen

€ 600.000

bei Sachkonto:

Weitere Ressourcen

 

 

Haushaltsmittel

                         werden nicht benötigt

             sind vorhanden auf IvP-Nr.      

                        bzw. im Budget auf Kst/KTr/Sk        

                               sind nicht vorhanden

Anlagen: keine