Haushalt 2017; Antrag zum Arbeitsprogramm von Amt 31: Kampagne für Grün in der Stadt

Betreff
Haushalt 2017; Antrag zum Arbeitsprogramm von Amt 31: Kampagne für Grün in der Stadt
Vorlage
31/123/2016
Aktenzeichen
I/31
Art
Beschlussvorlage

In den Jahren 2017 und 2018 wird eine Öffentlichkeitskampagne zur Neuschaffung und naturnahen Weiterentwicklung von Grünflächen und –strukturen in der Stadt vom Amt für Umweltschutz und Energiefragen in Kooperation mit anderen städtischen Ämtern gestartet. Zugleich soll durch die Kampagne auch die Akzeptanz des Bürgers für eine veränderte, naturnähere Grünpflege gesteigert werden. Zielgruppe dieser Öffentlichkeitskampagne sind insbesondere Haus- und Grundbesitzende, Gewerbetreibende und Gebäudeverwaltungen.

 

Hierzu wird ein externes Büro beauftragt. Für das Jahr 2017 sind dazu Mittel aus der Budgetrücklage vorgesehen (30.000 €), für 2018 müssen Mittel in entsprechender Höhe (= 30.000 €) zum Haushalt angemeldet werden.

 

 

Der Fraktionsantrag Nr. 129/2016 der Grüne Liste Stadtratsfraktion vom 18.10.2016 ist somit abschließend bearbeitet.

 

1.   Ergebnis/Wirkungen
(Welche Ergebnisse bzw. Wirkungen sollen erzielt werden?)

In den wachsenden Städten werden die Räume für grüne Flächennutzung knapp. Dies führt zu großen Herausforderungen für Natur- und Artenschutz und Biodiversität. Auf engem Raum müssen qualitativ hochwertiges Grün realisiert und neue Formen von Grünflächen für Mensch, Tier und Klimaschutz geschaffen werden.

 

Durch eine naturnähere Bewirtschaftung bereits existenter Grünflächen kann neuer Lebensraum für die Tierwelt und ein neues Bewusstsein für Natur beim Bürger geschaffen werden. Dies gilt nicht nur für öffentliche sondern auch für private Grünflächen und Hausgärten.

 

Auch eine Neuschaffung von Grün in der Stadt durch die Entsiegelung von Flächen bietet großes Potential für Mensch und Natur. So können auf diesen Flächen beispielsweise Firmengärten, Schulgärten oder Blühflächen für Insekten entstehen.

 

Für die Verbesserung des innerstädtischen Klimas bieten sich auch Dach- und Fassadenbegrünungen an. Sofern die richtigen Pflanzen gewählt werden, bieten diese zudem Insekten und Vögeln Nahrung. An dieser Stelle ist auf den Konflikt zwischen Fassadenbegrünung und Gebäudebrütern hinzuweisen, da letztere durch Fassadenbegrünung von Brutmöglichkeiten fern gehalten werden.

 

 

2.   Programme / Produkte / Leistungen / Auflagen
(Was soll getan werden, um die Ergebnisse bzw. Wirkungen zu erzielen?)

Durch eine umfassende Informations- und Aktionskampagne kann eine breite Öffentlichkeit erreicht werden.

 

So wären Aktionstage und Wettbewerbe in Schulen und Firmen denkbar, die beispielsweise die Entsiegelung und Bepflanzung von Flächen als Thema haben.

 

Auch die finanzielle Unterstützung oder die Zurverfügungstellung von Flächen für Urban Gardening kann einen Beitrag für mehr Grün in der Stadt leisten.

 

Für interessierte Bürger, Gewerbetreibende, Grundbesitzer und Hausverwalter kann durch das Umweltamt Hilfestellung geleistet und Informationen weitergegeben werden. Zudem kann dort individuell abgewogen werden, an welchen Gebäuden eine Fassadenbegrünung tatsächlich sinnvoll ist, denn Fassadenbegrünung und Gebäudebrüter am gleichen Gebäude schließt sich meist aus. Deshalb gilt es im Einzelfall gemeinsame Lösungen zu finden.

 

 

3.   Prozesse und Strukturen
(Wie sollen die Programme / Leistungsangebote erbracht werden?)

Dieses umfangreiche, neue Vorhaben ist alleine mit dem aktuellen Personalstand des Umweltamtes nicht umsetzbar.

 

Daher ist die Vergabe der Kampagne an ein externes Büro notwendig, das sich um die anfallende Konzeptentwicklung, Planung, Erstellung von Informationsmaterial und Umsetzung übernimmt.

 

 

4.   Ressourcen
(Welche Ressourcen sind zur Realisierung des Leistungsangebotes erforderlich?)

     

Investitionskosten:

bei IPNr.:

Sachkosten:

€ 60.000

bei Sachkonto:

Personalkosten (brutto):

bei Sachkonto:

Folgekosten

bei Sachkonto:

Korrespondierende Einnahmen

bei Sachkonto:

Weitere Ressourcen

 

 

 

Haushaltsmittel

             werden nicht benötigt

             sind vorhanden auf IvP-Nr.      

                        bzw. im Budget auf Kst/KTr/Sk   310090/55410010/527141 (für Haushaltsjahr 2017)

                   sind nicht vorhanden (für Haushaltsjahr 2018)

 

Für den derzeit zu erwartenden Überschuss im Rahmen der Personalkostenbudgetierung im Haushaltsjahr 2016 ist geplant, diesen entsprechend 2017 für o. g. Maßnahme zu verwenden (Personalkostenüberschuss wird voll umfänglich für 2017 in die Budgetrücklage übernommen).

 

 

Für die derzeitigen Rücklagen von Amt 31 sind aktuell folgende Verwendungen beauftragt bzw. geplant:

Ausgleich Einsparungen für Haushaltskonsolidierung (Ertragserhöhung)              50.000 €

Sicherheitskonzept / Gefährdungsbeurteilung                                                           8.000 €

Stadtklimakartierung                                                                                                38.000 €

Aktualisierung und Fortschreibung des Grundwasserberichtes für Erlangen         15.000 €

Orientierende Boden- und Grundwasserbeprobungen                                              9.000 €

Dechsendorfer Weiher, Blaualgenbekämpfung                                                      30.000 €

 

Anlagen:       

Antrag der Grüne Liste Stadtratsfraktion  Nr. 129/2016 vom 18.10.2016_Kampagne für Grün in der Stadt