Kostenübernahme für Verhütungsmittel in besonders belastenden Lebenssituation, Bericht 2015

Betreff
Kostenübernahme für Verhütungsmittel in besonders belastenden Lebenssituation, Bericht 2015
Vorlage
513/006/2016
Aktenzeichen
IV/51/513 T 2295
Art
Mitteilung zur Kenntnis

Der Bericht der Verwaltung dient zur Kenntnis.

Am 21.04.2015 beschloss der JHA  für Frauen im Sozialhilfebezug in belastenden Lebenssituationen die Kosten für die Verhütung zu übernehmen. Der städtischen Schwangerenberatung steht ein Budget von € 10.000 zur Verfügung, das gemeinsam von Amt 50 und 51 zur Verfügung gestellt wird. Das Angebot gilt für Bewohnerinnen der Stadt Erlangen.

Kosten für Verhütungsmittel werden grundsätzlich bei Frauen bis 20 Jahre über den Arzt auf Rezept von der Krankenkasse finanziert.

Ab 21 Jahren sind die Kosten für Verhütungsmittel selbst zu tragen, es sei denn eine Schwangerschaft soll aus medizinischem Grund vermieden werden. In diesem Fall ist die Kostenübernahme durch die Krankenkasse obligatorisch.

Ziel der Schwangerenberatung ist es, Müttern mit niedrigem Einkommen, die selbst den Wunsch nach Verhütung haben, ein Beratungsgespräch über Verhütungsmethoden anzubieten, um dann ein sicheres Mittel mit längerfristiger Wirkung zu finanzieren. Dabei fallen pro Antrag etwa 300 € Gesamtkosten an. 

In 2015 wurde dieses Angebot von insgesamt fünf Frauen genutzt;  für 2016 liegen bis Mitte März  bereits vier Anträge vor und es ist geplant ein Infoblatt zu erstellen für Einrichtungen, die regelmäßig mit der Zielgruppe Kontakt haben, damit die Einrichtungen wie z. B. Koki oder familienpädagogische Einrichtungen auf dieses Angebot hinweisen können.

Anlagen: