Stadtarchiv, Außenabdichtungsmaßnahme Untergeschoss

Betreff
Stadtarchiv, Außenabdichtungsmaßnahme Untergeschoss
Änderungsplanung nach DA-Bau 9.1 Abs. 2
Vorlage
242/121/2015
Aktenzeichen
VI/24
Art
Beschlussvorlage

Der Entwurfsplanung für die Außenabdichtungsmaßnahme des Stadtarchivs wird zugestimmt. Sie soll der Ausführungsplanung zugrunde gelegt werden. Die weiteren Planungsschritte sind zu veranlassen.

1.    Ergebnis/Wirkungen
(Welche Ergebnisse bzw. Wirkungen sollen erzielt werden?)

Bereitstellung von geeigneten Archivräumen im 1. Untergeschoss des Stadtarchivs

 

 

2.    Programme / Produkte / Leistungen / Auflagen
(Was soll getan werden, um die Ergebnisse bzw. Wirkungen zu erzielen?)

Abdichtung des Untergeschosses von außen

 

 

3.    Prozesse und Strukturen
(Wie sollen die Programme / Leistungsangebote erbracht werden?)

3.1 Ausgangslage
Über den Stand der Kellersanierung im Stadtarchiv wurde zuletzt im BWA am 24.09.2013 und im KFA am 02.10.2013 berichtet. Das damals vorliegende Gutachten über die Wirksamkeit der eingesetzten Flächeninjektion der Kellerwände wurde in Folge durch eine umfangreiche wissenschaftliche Untersuchung der Kelleraußenwände durch Geozentrum Nordbayern ergänzt. Das Gutachten liegt seit 17.07.2015 vor und kommt zu dem Ergebnis, dass die im Jahr 2010 durchgeführte Flächeninjektion samt deren Nachbesserungsversuche in den Jahren 2011-2013 nahezu wirkungslos sind. Die Kellerräume sind bis heute noch nicht ihrer Zweckbestimmung als Magazin-, Büro- und Seminarräume übergeben, sodass dem Stadtarchiv noch ca. 23% seiner Archivflächen fehlen.

Um die Räume für ihre Zweckbestimmung zu ertüchtigen, muss eine mangelfreie Abdichtung hergestellt werden. Die gutachterlichen Experten kommen zu der Einschätzung, dass einzig und allein das Aufbringen einer Abdichtung von außen auf die Kelleraußenwände dieses Ziel erreichen kann. Diese Art der Ausführung war bereits in der ursprünglichen Planung vorgesehen, wurde dann aber aufgrund der zu erwarteten technischen Schwierigkeiten bei der Ausführung und der hohen Kosten verworfen.

Die Verwaltung hat dennoch auf Grund dieser Empfehlung die Vorentwurfs- und Entwurfsplanung der Maßnahme an das Architekturbüro bmnp.architekten aus Nürnberg beauftragt, um die Durchführbarkeit der Maßnahme sorgfältig zu prüfen und die Kosten zu ermitteln.

Die Ergebnisse zur Art der Ausführung und Höhe der Kosten wurden nun Anfang 2016 übergeben.

 

Die Verwaltung prüft des Weiteren, inwieweit Rechtsansprüche gegenüber der ausführenden Firma der ursprünglichen Flächeninjektion durchsetzbar sind. Ein entsprechender Mahnbescheid wurde fristgerecht veranlasst.

 

3.2 Entwurfskonzept

Zur Sicherung der Baugrube wird ein Verbau als Trägerbohlwand eingesetzt. Stahlträger werden in Erdbohrungen gesetzt und deren Zwischenräume im Zuge des Erdaushubs lagenweise von oben nach unten mit Kanthölzern verbaut. Die an der Nord- und Ostseite vorhandenen Lichtschächte werden abgebrochen, das Vordach vor dem Aufzug und die Zugangstreppe zum Osttreppenhaus abgebaut. Die vorhandenen Eingänge bleiben im Zuge der Ausführung zugänglich.

Die Abdichtung von außen ist als kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung geplant. Durch tief aussandende Fugen und Wanddeformationen des Bestandes ist eine Ausgleichsschicht erforderlich. Um die Außenabdichtung mit der Flächenabdichtung auf der Bodenplatte zu verbinden ist zusätzlich noch eine Horizontalsperre im Mauerwerk notwendig.

Die Außenanlagen werden nach der Durchführung wiederhergestellt.

 

3.3 Kosten

Entsprechend der vorliegenden Kostenberechnung ergeben sich nachfolgend aufgelistete Gesamtkosten inkl. 19% Mehrwertsteuer nach DIN 276 (2008):

Zusammenstellung der Gesamtkosten

Kostengruppen

Gesamt

Summe 100 Grundstück

- - -

Summe 200 Herrichten und Erschließen

- - -

Summe 300 Bauwerk - Baukonstruktionen

532.307 €

Summe 400 Bauwerk – Techn. Anlagen

13.042 €

Summe 500 Außenanlagen

in 300 enth.

Summe 600 Ausstattung und Kunstwerke

- - -

Summe 700 Baunebenkosten

74.651 €

Gesamtkosten Bau

620.000 €

 

Die Haushaltsmittel verteilen sich wie folgt auf die Haushaltsjahre 2016 und 2017:
2016: 550.000 €

2017:   70.000 €

 

Das Ergebnis der Kostenberechnung kann zu dem derzeitigen Planungszeitpunkt nur mit einer Genauigkeit von +/- 10% ermittelt werden. Bei berechneten Gesamtkosten in Höhe von 620.000 € wird die Endabrechnungssumme damit voraussichtlich zwischen 558.000 € und 682.000 € liegen.

 

Hinweis zur Wirtschaftlichkeit der Maßnahme:

Mit den Planern wurden Alternativen diskutiert, die ggf. zu einer Kostenreduktion führen könnten. Angesichts der Erfahrungen, die die Verwaltung mit der Flächeninjektion gesammelt hat, werden Alternativen jedoch nicht weiter verfolgt.

 

3.4 Bauablauf/Termine
Der Baubeginn der Maßnahme ist Anfang Juni 2016 geplant, die Fertigstellung der Außenbereiche im Dezember 2016.

Die flankierenden Innenmaßnahmen finden anschließend Anfang 2017 statt, so dass eine Trocknungszeit von ca. 5-6 Monaten eingehalten werden kann.

Die Archivräume im Untergeschoss können somit ab ca. Juni 2017 bestimmungsgemäß genutzt werden.

 

4.    Ressourcen
(Welche Ressourcen sind zur Realisierung des Leistungsangebotes erforderlich?)

Investitionskosten:

620.000 €

bei IPNr.: 251A.403

Sachkosten:

bei Sachkonto:

Personalkosten (brutto):

bei Sachkonto:

Folgekosten

bei Sachkonto:

Korrespondierende Einnahmen

bei Sachkonto:

Weitere Ressourcen

 

 

Haushaltsmittel

                   werden nicht benötigt

                   sind für 2016 auf IvP-Nr. 251A.403, per Mittelumschichtung innerhalb des Deckungsrings und im Budget auf Kst 920 651/ KTr 2512 0024/ Sk. 521 112 vorhanden.
Der Betrag für 2017 wird ebenfalls im Budget vorgesehen.

  sind nicht vorhanden

 

Gesamtbetrachtung zur Finanzierung der Baumaßnahme

Wirtschaftliche Werk- und Detailplanung sowie zum Teil sehr gute Ausschreibungsergebnisse insbesondere im Gewerk Stahlbauarbeiten führten in der Vergangenheit zu erheblichen Kosteneinsparungen gegenüber der ursprünglichen Kostenberechnung für die Gesamtmaßnahme.

 

In den Jahren 2008 bis 2013 wurden daher insgesamt Haushaltsmittel in Höhe von rund 996.000 € an den Gesamthaushalt zurückgegeben.