CSU-Antrag 142/2014 Frankenhof - Ersatzräume für Vereine während des Umbaus und SPD-Antrag 185/2014 Hilfe bei Raumsuche der Vereine während der Errichtung des Frankenhofs

Betreff
CSU-Antrag 142/2014 Frankenhof - Ersatzräume für Vereine während des Umbaus und SPD-Antrag 185/2014 Hilfe bei Raumsuche der Vereine während der Errichtung des Frankenhofs
Vorlage
47/014/2015
Aktenzeichen
IV/47/sao
Art
Beschlussvorlage

1.       Der Bericht der Verwaltung dient zur Kenntnis.

 

2. Die Verwaltung informiert den Ausschuss über weitere Ergebnisse bei der Suche nach Ersatzräumen für Vereine im Laufe 2016.

 

3. Der CSU-Fraktionsantrag 142/2014 gilt hiermit als bearbeitet.

 

4. Der SPD -Fraktionsantrag 185/2014 gilt hiermit als bearbeitet

 

1.       Ausgangssituation

 

Mit der anstehenden Sanierung des Frankenhofs voraussichtlich ab Mitte 2017 besteht die Notwendigkeit, die betroffenen Vereine frühzeitig über die anstehenden Veränderungen zu informieren und soweit möglich Ausweichräume anzubieten bzw. die Vereine aktiv bei der Suche nach Ausweichräumen zu unterstützen. Dies erfolgt in enger Abstimmung zwischen Kulturamt, Amt für Soziokultur, Bürgermeisteramt, Gebäudemanagement und dem Stadtverband der Erlanger Kulturvereine.

 

2.       Vorgehensweise und Lösungen Stand Oktober 2015:

 

Aufgrund der Unterbringung der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge im Frankenhof wurde bereits im Juli 2015 damit begonnen, Gruppen und Vereine anderweitig unterzubringen. Das ist u. a. bei der Koreanischen Schule und der Akkordeon-Gruppe in Zusammenarbeit mit dem CEG bereits gut gelungen. Der jährlich stattfindende Jazzworkshop wird  2016 im Egloffstein`schen Palais stattfinden können. In individuellen Gesprächen wurden Lösungen erarbeitet. Weitere Vereine und Gruppen haben zwischenzeitlich eigenständig Ausweichmöglichkeiten gefunden.

 

Kulturamt und Amt für Soziokultur haben bereits damit begonnen, mit den noch im Frankenhof verbliebenen Vereinen und Gruppen Gespräche zu führen, um diese bei der Suche nach Ersatz-Räumen zu unterstützen. Ziel ist es, für alle Betroffenen Räume zu finden, die so weit als möglich deren jeweiligen Bedürfnissen (Raumgröße, bisherige Nutzungszeiten etc.) entsprechen.

 

Im zweiten Halbjahr 2016 wird die Nutzbarmachung der oberen Geschosse im Bürgertreff Die Villa abgeschlossen sein. Dann werden wie geplant, die bisher im Angertreff beheimateten Gruppen und Nutzungen in die Villa umziehen. Die dann freien Räume im Angertreff sind aus Sicht des Amtes für Soziokultur als Ersatzräume für die Zeit der Sanierung des Frankenhofs ideal. Dort stehen zur Mehrfachnutzung zwei Gruppenräume mit 30 m² und 40 m², eine Besprechungsecke, die auch zu einem kleinen Büro umfunktioniert werden kann und mehrere Kellerräume als Lagerflächen zur Verfügung. Vertreter der Griechischen Gemeinde und von Amnesty International haben die Räume im Angertreff bereits besichtigt und können sich diese Lösung grundsätzlich gut vorstellen.

 

Auch dem Lagerbedarf der Folkloretanzgruppen IHNA und LEBA für deren umfangreichen Kostümfundus und die Requisiten kann im Angertreff zumindest zum Teil nachgekommen werden. Selbstverständlich können nicht alle Vereine und Gruppen aus dem Frankenhof im Angertreff untergebracht werden.

Daher werden in den nächsten Wochen noch weitere Gespräche mit den Vereinen, u. a. mit IHNA und LEBA, geführt werden, um entsprechende Übungsräume für deren Tänze und Folklore-Darbietungen zu finden.

 

Zugleich weist freilich das Jugendamt darauf hin, dass diese Räume auch für die Unterbringung einer teilzeitbetreuten sozialpädagogischen Wohngemeinschaft (mit Bezug voraussichtlich ab Herbst 2016) geeignet wären und Platz dafür dringend gebraucht wird. Voraussetzung wären einige bauliche Ertüchtigungen (Einbau von Duschen, Einzug von Trennwänden im EG, Trockenlegung der Mauern im Souterrain). Eine Entscheidung über die künftige Nutzung bedarf deshalb noch weiterer Klärung.

 

 

3.       Noch ausstehender Handlungsbedarf für 2016

 

Im Laufe 2016 wird die Verwaltung noch folgende Vereine und Gruppen je nach Bedarf bei der Suche nach Ausweichräumen/Lagerflächen aktiv unterstützen. Hierzu haben bereits Gespräche stattgefunden, die fortgesetzt werden:

 

  • Komotauer und Brüxer Stuben: Es besteht ein Raumbedarf für Büro-, Ausstellungs- und Archivflächen von (derzeit 3 Räume) ca. 70–100 m².
    Amt 13/Bürgermeisteramt wird in Zusammenarbeit mit den Vorständen der Vereine und mit dem Gebäudemanagement den Bedarf konkretisieren und Raumalternativen zeitnah klären.
  • Netz für Kinder e.V. (Unterstützung des Vereins durch 24/Gebäudemanagement und 51/Jugendamt))
  • Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club
  • Briefmarkenverein Erlangen e.V.
  • BRK-Wasserwacht-Ortsgruppe Erlangen
  • Bund der Vertriebenen
  • Landsmannschaft der Banater Schwaben
  • Landsmannschaft der Schlesier
  • Landsmannschaft Ost-und Westpreußen
  • Club vielseitig interessierter Frauen e.V.
  • Deutsche Friedensgesellschaft
  • Erlanger Foto Amateure
  • Erlanger Tanzhaus
  • Junge Philharmonie Erlangen e.V.
  • Studiobühne
  • Politische Parteien
  • und ein paar kleinere Vereine und Gruppierungen

 

Abt. Soziokulturelle Stadtteilarbeit wird den Vereinen und Gruppen hierzu eine Liste mit entsprechenden Ausweichräumen und den dazugehörigen Ansprechpartnern zur Verfügung stellen. Sollten vereinzelt nur Lösungen in Frage kommen, die eine Mietzahlung voraussetzen, ist grundsätzlich eine finanzielle Unterstützung durch die Kulturförderung denkbar.

 

 

4.       Stellungnahme Gebäudemanagement:

 

Das Amt für Gebäudemanagement ist zum einen für die Sanierung des Frankenhofs zuständig und zum anderen in der Rolle des Vermieters. Bei fünf im Hause untergebrachten Vereinen bestehen Mietverträge zwischen GME und Verein.

Die privatrechtlichen Mietverträge sehen nicht vor, dass sich der Vermieter um Ersatzflächen bemüht. Dennoch wird das GME selbstverständlich im Rahmen seiner Möglichkeiten bei der Suche nach Ersatzflächen behilflich sein und z. B. Kontakte zu Vermietern herstellen.

 

Die Stadt mietet zunehmend Flächen Dritter an, um die Bedarfe der städtischen Dienststellen zu decken. Das gilt auch für Lagerflächen. Es ist jedoch nicht möglich, den Lagerbedarf von Vereinen aus dem Bestand zu decken, da aktuell keine städtischen Flächen zur Verfügung stehen.

 

In den Verträgen mit Nutzern im Frankenhof ist eine Kündigungsfrist von drei Monaten zum Monatsende vereinbart. Die Kündigung soll unabhängig von der vereinbarten Frist ausgesprochen werden, sowie eine verlässliche Zeitschiene absehbar ist. So erhalten die Vereine weitgehend Planungssicherheit. Wünscht ein Verein vorzeitig aus dem Vertrag entlassen zu werden, kann das Vertragsverhältnis auch ohne Einhaltung von Kündigungsfristen aufgelöst werden.

Im Hinblick auf benötigte Lagerflächen werden Abt. Soziokulturelle Stadtteilarbeit und Kulturamt/Abt. Frankenhof die Vereine bei der Lösungsfindung ebenfalls soweit möglich beraten.

 

Trotz dieser Bemühungen ist allerdings nicht völlig auszuschließen, dass einige Vereine und Gruppen bei den alternativen Räumen und Lagerflächen an der einen oder anderen Stelle mit Abstrichen gegenüber der bisherigen Unterbringung im Frankenhof rechnen müssen.

 

 

 

Anlagen: