Pausenhofneugestaltung Eichendorffschule - Bedarfsnachweis nach DA-Bau

Betreff
Pausenhofneugestaltung Eichendorffschule - Bedarfsnachweis nach DA-Bau
Vorlage
40/036/2015
Aktenzeichen
IV/40-1
Art
Beschlussvorlage

Der Bildungsausschuss stellt den Bedarf für eine Neugestaltung des Pausenhofs in der Eichendorffschule im Rahmen des Ausbaus zur Ganztagsschule fest.

Die Verwaltung wird beauftragt, die Planungen gem. Vorentwurf weiterzuführen und die notwendigen Mittel für die Umsetzung des Konzepts zum Haushalt 2016 anzumelden.

1.   Ergebnis/Wirkungen
(Welche Ergebnisse bzw. Wirkungen sollen erzielt werden?)

Die Eichendorffschule befindet sich auf Weg zu einer reinen gebundenen Ganztagsschule. Das entsprechende Konzept wurde dem Bildungsausschuss bereits im Jahr 2014 vorgestellt. Am 25.03.2015 beschloss der Bildungsausschuss einstimmig die Einrichtung von zwei gebundenen Ganztagszügen zum Schuljahr 2015/16.

 

Weil die Ganztagsschule einen immer längeren Aufenthalt der Schülerinnen und Schüler in der Schule mit sich bringt, beschäftigte sich die Eichendorffschule bereits seit mehreren Jahren mit Möglichkeiten der Bewegungsförderung und der sinnvollen Freizeitgestaltung für die Schüler. So entstand beispielsweise 2010 das Projekt „Bewegte Pause“.
 

Im Jahr 2013 wurde dann das Konzept „Bewegungsfördernde Maßnahmen an der Eichendorffschule entwickelt. Es handelte sich um einen Entwurf von Sportstudenten der Friedrich-Alexander-Universität, der moderne Spielkonzepte und Betätigungsmöglichkeiten (z. B. Slackline) vorschlägt. Um diese zu ermöglichen, ist auch eine punktuelle Neugestaltung des Pausenhofs vorgesehen. Der Entwurf wurde in enger Abstimmung mit Schulleitung und Schülern erstellt und im Anschluss der Lehrerschaft und Elternvertretern vorgestellt.

Nach Kontaktaufnahme mit dem Schulverwaltungsamt wurde 2014 die Abt. Stadtgrün beauftragt, die Planung auf Machbarkeit zu überprüfen, zu überarbeiten und an rechtliche Vorgaben (z. B. Sicherheit, Baumschutz) anzupassen. Gleichzeitig hatte die Schule die Gelegenheit vergleichbare Spielplätze im Stadtgebiet zu besichtigen, nochmals die aktuellen Vorstellungen sowohl jüngerer als auch älterer Schüler abzufragen und sich zu jeder Zeit in den Planungsprozess einzubringen.

Der vorliegende Planungsvorschlag beinhaltet im Wesentlichen die Neugestaltung der Fläche des bisherigen Allwetterplatzes (s. Anlage 1 Nr. 1). Dieser ist derzeit u. a. aufgrund von Stolperstellen im Kunststoffbelag nur eingeschränkt nutzbar. Eine grundlegende Neugestaltung ist bei Amt 40 vorgemerkt, scheiterte bislang jedoch an fehlenden Haushaltsmitteln.

 

Mit Umsetzung des durch Abt. Stadtgrün nun vorliegenden Vorentwurfs soll an der Eichendorffschule ein attraktives Bewegungsangebot im Freien geschaffen werden, das von Schülern und Schülerinnen aller Altersklassen gleichermaßen angenommen wird und im Rahmen des ganztägigen Aufenthalts am Schulgelände sinnvolle Betätigungen ermöglicht.

 

 

 

2.   Programme / Produkte / Leistungen / Auflagen
(Was soll getan werden, um die Ergebnisse bzw. Wirkungen zu erzielen?)

 

Durch die Umgestaltung des Pausenhofs sollen attraktive Bewegungsflächen und Ruhezonen nach den Vorstellungen der Schüler geschaffen werden (vgl. Anlage 1 und Detailplanung des ehemaligen Allwetterplatzes in Anlage 2). Teile des Konzepts wurden bereits durch die Schule, Sponsoren und Ehrenamtliche umgesetzt.

 

1.    Den Kernbereich der Planung stellt der Aktivbereich des ehemaligen Allwetterplatz dar (Anlage 1 Nr. 1), der in der Vergangenheit insbesondere für Ballspiele vorgesehen war. Eine Überarbeitung dieses Bereichs ist aufgrund bestehender sicherheitsrelevanter Mängel ohnehin dringend geboten.

Bei der Planung wurde Wert darauf gelegt, eine Beeinträchtigung von Anwohnern durch die spätere Nutzung weitestgehend zu vermeiden. Da keine Ballspiele mehr auf dem Gelände stattfinden sollen, kann zukünftig vermieden werden, dass Bälle in den Nachbargärten landen. Durch eine Pflanzfläche wird gegenüber der bisherigen Nutzung weiterhin eine zusätzliche Abstandsfläche zu den Anwohnern vorgesehen.

Mit den Turngeräten im nördlichen Bereich (Nrn. 2 und 3 der Anlage 2) sollen insbesondere ältere Schüler angesprochen werden, während im südlichen Bereich ein Klettergerüst gerade für jüngere Schüler entstehen soll.

 

2.    Die angrenzende Fläche mit bestehenden und funktionsfähigen Angeboten (Anlage 1 Nr. 2 und Anlage 2 Nr. 10) wird erhalten und diese werden in das Konzept integriert.

 

3.    Im asphaltierten Bereich des Pausenhofes sollen durch zusätzliche Markierungen neue Spielmöglichkeiten geschaffen werden. Dies wird von der Schule großteils durch Eigenleistung umgesetzt. Die Kosten für einen weiteren Basketballkorb sind allerdings in der Planung und Kostenschätzung enthalten.

 

4.    Der Bereich des ehemaligen Hausmeistergartens (Anlage 1 Nr. 4) wurde in der Planung bewusst ausgespart. Im Rahmen des Konzepts der Schule ist dieser als Entwicklungsbereich für Schülerprojekte im Rahmen der Ganztagsschule vorgesehen.

 

5.    Südlich des Schulgebäudes soll ein attraktiver Ruhebereich mit Hängematten und einer Vogelnestschaukel geschaffen werden (Anlage 1 Nr. 5).

 

6.    Das ehemalige Fahrradhaus in der Südostecke des Schulgeländes (Anlage 1 Nr. 6) wurde bereits als ansprechendes offenes Klassenzimmer, aber auch als Ort der Erholung, des Spielens und des Lernens durch ehrenamtliches Engagement der Worker Wheels neugestaltet.

 

 

 

3.   Prozesse und Strukturen
(Wie sollen die Programme / Leistungsangebote erbracht werden?)

 

Die Abteilung Stadtgrün übernimmt die weitere Planung, überwacht die Umsetzung und macht den Herstellern Vorgaben im Rahmen der Ausschreibung. Dabei wird insbesondere Wert auf stabile und vandalismussichere Ausführungen gelegt, um spätere Kosten zu minimieren. Hierbei kann auf vielerlei Erfahrung aus anderen Spielplatzprojekten zurückgegriffen werden.

Die gesamte Planung (beispielsweise des Fallschutzes) erfolgt in Abstimmung mit dem Unterhalt, um Folgekosten möglichst gering zu halten. Zukünftig anfallenden Kosten für die Wartung der Geräte und das Auffüllen von Fallschutzmaterialien stehen wegfallende Kunststoffausbesserungen bei Auflösung des bisherigen Allwetterplatzes gegenüber. Die verbleibenden Mehrkosten durch die etwas aufwendigere Gestaltung belaufen sich auf 1.510,- € jährlich beim Grünflächenunterhalt.

Bereits bestehende Anlagen (Tischtennisplatten, Sitzmöglichkeiten, Boulderwand, Schulsportflächen, ehemaliges Fahrradhaus) wurden bereits sinnvoll in das Gesamtkonzept integriert. Nach Möglichkeit werden kostengünstige Lösungen durch Eigenleistung der Schule (z. B. Aufzeichnen von Spielfeldern) vorrangig umgesetzt.

Die Maßnahme beschränkt sich daher im Wesentlichen auf die Neugestaltung des ehemaligen

Allwetterplatzes gem. Anlage 2. Alternativ zu einer Neugestaltung müsste der Kunststoffbelag mittelfristig komplett erneuert werden, da bereits aktuell erhebliche Sicherheitsmängel bestehen. Dies erscheint jedoch aufgrund von Problemen durch das Ballspiel mit Anwohnern in der Vergangenheit, ebenfalls erheblichen Kosten und der angestrebten modernen Ausstattung der Ganztagsschule nicht sinnvoll.

 

 

4.   Ressourcen
(Welche Ressourcen sind zur Realisierung des Leistungsangebotes erforderlich?)

Investitionskosten:

220.000 €

bei IPNr.: 212A.K351

Sachkosten:

bei Sachkonto:

Personalkosten (brutto):

bei Sachkonto:

Folgekosten

1.510 € p. a.

bei Grünflächenunterhalt EB 77

Korrespondierende Einnahmen

bei Sachkonto:

Weitere Ressourcen

 

 

Haushaltsmittel

             werden nicht benötigt

             sind vorhanden auf IvP-Nr.      

                        bzw. im Budget auf Kst/KTr/Sk        

                   sind nicht vorhanden

Anlagen:

Übersichtsplan Pausenhof Gesamtkonzept
Übersichtsplan Neugestaltung Allwetterplatz

Übersichtsplan südliche Pausenhoffläche
Kostenschätzung