Bericht über den Jahresabschluss 2013 der Gesellschaft zur Förderung der Arbeit (GGFA) AöR, Anstalt des öffentlichen Rechts der Stadt Erlangen

Betreff
Bericht über den Jahresabschluss 2013 der Gesellschaft zur Förderung der Arbeit (GGFA) AöR, Anstalt des öffentlichen Rechts der Stadt Erlangen
Vorlage
II/019/2014
Aktenzeichen
II
Art
Beschlussvorlage
  1. Es wird davon Kenntnis genommen, dass der Verwaltungsrat der Gesellschaft zur Förderung der Arbeit (GGFA), Anstalt des öffentlichen Rechts der Stadt Erlangen beschlossen hat,
    a) den geprüften Jahresabschluss mit Lagebericht festzustellen,
    b) den Jahresfehlbetrag in Höhe von 99.453,75 Euro mit der allgemeinen Rücklage zur Verlustabdeckung zu verrechnen,
    c) den Vorstand zu entlasten
  2. Der Verwaltungsrat wird entlastet.

 

1.   Ergebnis/Wirkungen
(Welche Ergebnisse bzw. Wirkungen sollen erzielt werden?)

Vorstand und Verwaltungsrat der Gesellschaft zur Förderung der Arbeit (GGFA), Anstalt des öffentlichen Rechts der Stadt Erlangen, berichten an den Gewährträger Stadt Erlangen über das Geschäftsjahr 2013.

 

2.   Programme / Produkte / Leistungen / Auflagen
(Was soll getan werden, um die Ergebnisse bzw. Wirkungen zu erzielen?)

 

 

3.   Prozesse und Strukturen
(Wie sollen die Programme / Leistungsangebote erbracht werden?)

 

 

4.   Ressourcen
(Welche Ressourcen sind zur Realisierung des Leistungsangebotes erforderlich?)

Jahresergebnis in 2013: - 99.453,75 € (Vorjahr – 176,9 T€, Vorvorjahr – 9,1 T€).

Betriebszuschuss aus städt. Haushalt 2013: 0 Euro (Vorjahr 150 T€)

Aber: Zahlung aus Bürgschaft zur Ausschöpfung des Integrationsbudgets mit ges. 78,1 T€ (Vorjahr 0)

Zweckgebundene städtische Zuschüsse – Integrationsmittel (Sozialkaufhaus, etc.) in 2013: 178,6 T€ (Vorjahr 218,4 T€).

Die Zuschüsse sind ertragserhöhend unter den Aufwandszuschüssen gebucht.

 

 

1      Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Lagebericht für 2013

Nach § 6 Abs. 3 Buchstabe g der Unternehmenssatzung der „Gesellschaft zur Förderung der Arbeit (GGFA) – Anstalt des öffentlichen Rechts der Stadt Erlangen“ hat der Verwaltungsrat den geprüften Jahresabschluss festzustellen, über die Verwendung des Jahresgewinns bzw. die Behandlung eines Jahresverlustes zu entscheiden sowie über die Entlastung des Vorstandes abzustimmen.

Der Jahresabschluss der GGFA AöR schließt per 31.12.2013 (Vorjahre 2012 und 2011) mit folgenden Zahlen (in T€) ab:

 

 

Ist
31.12.2013

WiPlan
2013

Ist
31.12.2012

Ist
31.12.2011

Bilanzsumme

2.070

 

2.580

2.646

Eigenkapital

1.240

 

1.339

1.516

Umsatzerlöse

352

345

440

567

Aufwandszuschüsse

4.425

4.572

4.779

5.263

Jahresergebnis

-99

-155

-177

-9

Betriebszuschuss der Stadt

79*)
*) aus Bürgschaft zum Integrationsbudget

0

150

0

Stammpersonal ges./

(incl. EAZ bezuschussten Mitarb. und Azubis )

79

 

83

95

 

Die Eigenkapitalquote beträgt 59,9% (Vorjahr 51,9%) sowie weitere 3,0% (Vj. 4,9%) Verbindlichkeiten gegenüber dem Anstaltsträger, der Stadt Erlangen.

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt -351 T€ (Vorjahr +218 T€; hierin enthalten sind jedoch BMAS-Mittel in Höhe von 214 T€, welche in 2013 zurückzuzahlen waren). Für Investitionen wurden in das Anlagevermögen 36 T€ (Vorjahr 34 T€) eingesetzt.

Das Jahresergebnis 2013 ist 78 T€ besser als im Vorjahr und 56 T€ besser als geplant. Enthalten ist hierbei aber ein neutrales Ergebnis mit +254 T€, darin u.a. Erträge in Höhe von 168 T€ aus der Auflösung von Rückstellungen. Auch für 2014 wird mit einem Verlust in ähnlicher Größenordnung gerechnet. Diese Verluste ergeben sich vor dem Hintergrund der Kürzungen von Aufwandszuschüssen des BMAS. Die Anpassung der Kosten auf diese Situation ist eingeleitet.

Die Umsatzerlöse und die Aufwandszuschüsse liegen unter dem Vorjahresniveau und verteilen sich auf die beiden Unternehmensbereiche wie folgt:

 

Erfolgsübersicht 2013

 

 

 

in T€

Betrieb gewerblicher Art

Hoheitlicher Bereich

gesamt
Hoheit+BGA

Umsatzerlöse

352

0

352

Aufwandszuschüsse

1.526

2.899

4.425

Sonstiges

140

-7

133

Personalkosten

-1.457

-2.090

-3.547

Sachkosten

-538

-345

-883

Materialeinsatz

-132

-447

-579

Ergebnis

-109

10

-99

 

Die Erlöse im Betrieb gewerblicher Art (BgA) zu 352 T€ (Vj. 440 T€) setzen sich zusammen aus der Kulturwerkstatt mit 2 T€ (Vj. 11 T€), der Umweltwerkstatt mit 65 T€ (Vj. 138 T€) und den Sozialkaufhäusern mit 285 T€ (Vj. 291 T€). Die Aufwandszuschüsse sind um 354 T€ auf 4.425 T€ (Vj. 4.779 T€) gesunken. Sie gliedern sich – unterteilt nach Zuwendungsgebern – folgendermaßen:

 

 

2013

2012

2011

2010

2009

Stadt Erlangen/BMAS

4.165

4.447

4.827

5.279

5.468

Regierung von Mittelfranken

106

106

177

181

78

Europäischer Sozialfonds

147

177

190

108

114

Übrige

7

49

69

55

18

 

 

2      Ausblick 2014 – Auszüge aus dem Lagebericht 2013 des Vorstands

„Die Konstruktion der GGFA AöR, der Selbstvornahme von Maßnahmen (Grundsicherungsträger ist Maßnahmenträger) wird seit 2012 weiterhin durch das BMAS unter der Vorgabe der Einhaltung von Mindeststandards, akzeptiert. Diese Mindeststandards werden in der GGFA eingehalten.“

„Um nicht gedeckte Personalkosten u. a. aufgrund der Reduktion der bisherigen 50plus Bundesmittel ab 2016 zu vermeiden, ist im Rahmen des Fünfjahresplans ein stufiger, einstelliger Personalabbau vorgesehen, auf Basis eines Sozialplans, der sich aktuell in der Endverhandlungsphase befindet.“

„Der für die Jahre 2014 bis 2018 aufgestellte Fünfjahresplan soll die „Leitplanken“ der weiteren GGFA Entwicklung auf einer betriebswirtschaftlich relativ sicheren Basis darstellen. Die Ziele des Fünfjahresplans sind:

 

  • Eine schwarze Null als Ziel für das jährliche Geschäftsergebnis ab 2015
  • Sicherstellung der Aufgabenerledigung im behördlichen Bereich der GGFA
  • Vorhaltung von effektiven Integrationsinstrumenten im Betriebsteil der gewerblichen Art, finanziell unterstützt durch Drittmittel, kommunale Mittel und Erträge aus der Eigenerwirtschaftung
  • Überführung der bisher über die 50plus Bundesmittel geförderten Betriebsteile in andere Bundes- und ESF-Landesprogramme, mit der altersübergreifenden Öffnung auf Langzeitarbeitslose.
  • Angepasste Personalreduzierung überwiegend im Betriebsteil der gewerblichen Art, mit dem Ziel die grundlegenden Kompetenzen im Trägerteil zu erhalten.
  • Einbindung Dritter Träger beispielhaft über den Arbeitskreis Inklusion oder bei einem neu entstehenden sozialen Arbeitsmarkt.“

„Der für Januar 2015 vorgesehene Umzug des Fallmanagements aus der räumliche beengten Situation im Rathaus in die sanierten Räume in der Bogenpassage, in der bereits die Personalvermittlung und der Vorstandsbereich angesiedelt ist, wird sich zu weiteren Verbesserungen der Zusammenarbeit führen.

Die sehr gute Kooperation mit dem Jugendamt im Rahmen der kommunalen Jugendberufshilfe wird sich positiv weiterentwickeln. Ein attraktives strategisches Ziel wäre die Konzentration von Angeboten im Aufgabenbereich Schule-Beruf in das GGFA Gebäude in der Alfred Wegener Straße unter dem Arbeitstitel Jugendberufsagentur Stadt Erlangen.“

 

3      Feststellungen des Abschlussprüfers

Die Wirtschaftsprüfer Herr Dr. Storg und Herr Ansorge von der Kanzlei Dünkel/Storg haben den Jahresabschluss und den Lagebericht zum 31.12.2013 geprüft und mit Datum vom 24.06.2014 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

 

Die Jahresabschlussprüfung wurde nach § 317 HGB und Artikel 107 GO Bay unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung vorgenommen.

Nach Beurteilungen aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen entspricht der Jahresabschluss den deutschen handelsrechtlichen und den ergänzenden landesrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Anstalt.

Zum Lagebericht führt der Abschlussprüfer aus, dass dieser im Einklang mit dem Jahresabschluss steht und ein zutreffendes Bild von der Lage der Anstalt vermittelt. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung sind zutreffend dargestellt.

 

4      Bericht des Verwaltungsrates der GGFA

Der Verwaltungsrat hat in seiner Sitzung am 11.07.2014 den Jahresabschluss 2013 und den Prü-fungsbericht beraten. An den anwesenden Abschlussprüfer, Herrn Dr. Storg, wurden Fragen gerichtet, diskutiert und beantwortet. Der Verwaltungsrat hat den Jahresabschluss mit dem Lagebericht einstimmig zur Kenntnis genommen, festgestellt und dem Vorstand die Entlastung für das Geschäftsjahr 2013 ausgesprochen.

 

Des Weiteren hat der Verwaltungsrat beschlossen, den Jahresfehlbetrag 2013 in Höhe von 99.453,75 Euro mit der allgemeinen Rücklage 1.313.334,57 Euro zu verrechnen.

Der Vorstand hat den Verwaltungsrat während des Geschäftsjahres regelmäßig schriftlich und mündlich über die Entwicklung und Lage der Gesellschaft und über alle wesentlichen Geschäftsvorfälle unterrichtet. Der Verwaltungsrat hat die Tätigkeit des Vorstands überwacht und in seinen Sitzungen am 12.7., 23.9. und 23.11.2013 die grundsätzlichen Fragen der Geschäftspolitik ausführlich beraten. Zusätzlich gab es eine Vielzahl von Abstimmungsgesprächen zwischen Vorstand und VR-Vorsitzenden.

 

5      Geschäfts-/Sozialbericht

a)      Betriebsteil gewerblicher Art – Beschäftigungs- und Qualifizierungsangebote der GGFA in 2013

Ausgewählt die wichtigsten Daten im Überblick:

 

Abteilung

Platzangebot

Teilnehmer 2013

AGH GGFA intern + sozialintegrierte AGH

24 (Vj. 44)

86 (Vj. 176)

AGH extern mit Coaching

  5 (Vj. 16)

11 (Vj. 13)

Betrieblicher Sozialdienst (BSD-AGH)

29

97

Werkakademie SIZ

38 (Vj. 24)

303 (Vj. 152)

Werkakademie PAS

24 (Vj. 24)

218 (Vj. 198)

CLEO

10

17

FAKT

10

  9

transit/last Minute/BIBER

52 (Vj. 38)

92 (Vj. 127)

Eichendorffschule (GTB)

85 (Vj. 74)

79 (Vj. 75)

BaE/abH/EQ

  7 (Vj. 17)

11 (Vj. 7)

Alleinerziehenden-Projekt

20 (Vj. 20)

39 (Vj. 28)

BG-Coaching

46 (Vj. 46)

89 (Vj. 25)

Kompetenzagentur

80 (Vj. 80)

134 (Vj. 95)

KAJAK Start

40

34

Kombimaßnahme (50up)/Aktivwoche

120

90

C Modell (50up)

160 (Vj. 160)

140 (Vj. 167)

Bewerbungszentrum

nach Bedarf

1.192 (Vj. 1.098)

Gesamtangebot und Teilnehmer

750 (Vj. 746)

2.641 (Vj. 2.373)

 


b)     Hoheitlicher Bereich/Eingliederungsbereich

Ausgewählt die wichtigsten Daten:

 

 

2013

2012

2011

2010

2009

Alg2-Bezieher Dezember:

3.042

2.979

2.975

3.256

3.458

- davon arbeitslos (gem. BA Definition):

1.450

1.450

1.296

1.337

1.413

entspricht Al-Quote SGB II in %

2,4

2,4

2,2

2,3

2,5

Eingliederungsleistungen gesamt:

3.164

2.663

3.955

3.430

4.100

Vermittlungen in Arbeit oder Ausbildung
(inkl. Minijob)

1.044

1.019

1.109

1.156

941

Passivleistungen in Mio. Euro

22,7

21,5

21,8

25,1

24,6

 

 

Anlagen:

Anlage 1 Bilanz zum 31.12.2013

Anlage 2 G+V