Eingliederungsbericht 2013 des kommunalen Jobcenters Erlangen

Betreff
Eingliederungsbericht 2013 des kommunalen Jobcenters Erlangen
Vorlage
II/294/2014
Aktenzeichen
II
Art
Mitteilung zur Kenntnis

Der Bericht der Verwaltung dient zur Kenntnis.

In der letzten SGA-Sitzung am 26.03.2014 waren unter TOP 4 „Sachstandsberichte von Sozialamt und GGFA zum SGB-II-Vollzug“ aufgelegt. Unter der Anlage 4 wurde der „Eingliederungsbericht des Kommunalen Job-Centers“ für 2013 zur Kenntnis genommen.

 

Dem HFPA werden sowohl die Zusammenfassung (Seite 3) sowie Fazit und Bewertung (Seite 18) aus dem Eingliederungsbericht zur Kenntnis gegeben. Der vollständige Bericht kann zum einen beim Referat für Wirtschaft und Finanzen angefordert werden, zum anderen ist er über das Ratsinformationssystem aus der letzten SGA-Sitzung am 26.03.2014 erhältlich.

 

1.        Zusammenfassung

Trotz deutlicher Kürzungen der Bundesmittel im Berichtsjahr 2013 konnten folgende wesentliche Ziele und Ergebnisse des Jobcenters erreicht werden:

 

-       1.044 Integrationen in Arbeit

-       3.164 Inanspruchnahmen von Integrationsinstrumenten, jedoch starke Einschränkungen im Bereich der Arbeitsgelegenheiten

-       105 Integrationen in Ausbildungsplätze

-       Gutes Kennzahlenergebnis bei der Nachhaltigkeit von Integrationen

-       Platz 1 bei der SGB II Quote mit Ingolstadt

-       Platz 2 bei der SGB II Arbeitslosenquote nach Ingolstadt

-       Neue Projekte u. a. für Kunden bei psychischen Hemmnissen

-       Drittmitteleinwerbung in Höhe von mehr als 1,1 Mio. Euro

-       Sehr gute Zusammenarbeit im Kommunalen Netzwerk insb. mit dem Jugendamt

 

2.        Fazit und Bewertung

Trotz der massiven Bundesmittelkürzungen wurden unter Einsatz der engagierten Mitarbeiterschaft im Jobcenter, im eigenen Träger und bei den externen Trägern, wie auf Basis eines noch umfänglichen Maßnahmenangebotes gute Integrationserfolge erzielt.

 

Verlierer sind aufgrund der Mittelkürzungen vor allem die SGB II-Kunden, die ein aufwendigeres Maßnahmenangebot benötigen, bzw. für die eine Arbeitsgelegenheit, besser ein sozialer Arbeitsmarkt mit langen Laufzeiten, die einzige Chance zur Teilhabe am Arbeitsmarkt darstellt.

 

Hier ist die Politik gefordert, dieses Ungleichgewicht in der gesellschaftlichen Teilhabe zu beheben, zumal bei der Verfassung dieses Berichtes sich die erneuten Kürzungen für 2014 bereits in der Umsetzung befinden.

 

Als sehr vorteilhaft hat sich die Stellung des kommunalen Jobcenter mit eigenem Umsetzungsträger in der kommunalen Familie gezeigt. Dies insbesondere in der Zusammenarbeit mit der kommunalen Wirtschaftsförderung, mit dem Jugendamt  und der Obdachlosenhilfe. An den Beispielen der Kompetenzagentur im Zielfokus Übergang Schule und Beruf und der Netzwertarbeit für die Zielgruppe der Alleinerziehenden konnte dies sehr gut unter Beweis gestellt werden.

 

Die eigene Trägerkonstruktion ermöglichte es sehr flexibel auf unterjährige veränderte Bedarfslagen zu reagieren.

 

Der zum Zeitpunkt der Schriftlegung eingebrachte Bundeshaushaltsentwurf lässt hoffen, dass die zugesagten Mittelerhöhungen zur Linderung der Mangelbewirtschaftung tatsächlich eintreffen werden.

 

Zusätzlich werden aus dem Statistik- und Tabellenteil der „Verlauf SGB II-Eckwerte“ (Seite 20) sowie die Ergebnisse der Eingliederungen mit Branchenverteilung (Seite 21) zur Kenntnis gegeben.

 

Anlagen:

Anlage 1: Verlauf SGB II-Eckwerte (Seite 20)

Anlage 2: Ergebnisse der Eingliederungstätigkeit mit Branchenverteilung (Seite 21)