Krippenplätze St. Kunigund, Eltersdorf

Betreff
Krippenplätze St. Kunigund, Eltersdorf
Vorlage
512/100/2013
Aktenzeichen
IV/512/HP004, 2314
Art
Mitteilung zur Kenntnis

Der Bericht der Verwaltung dient zur Kenntnis.

 

Die kath. Kirchengemeinde St. Kunigund in Eltersdorf plant, in Kooperation mit der Firma  Rehau, die Schaffung von 12 betrieblichen Krippenplätzen.

 

Am 07.03.2013 wurde dem Jugendhilfeausschuss eine Beschlussvorlage zur Begutachtung dieses Projektes vorgelegt.

 

Im Jugendhilfeausschuss bestand partei- und trägerübergreifend der Wunsch, die 12 Krippenplätze zu schaffen. Dennoch wurde die Begutachtung der Vorlage einstimmig abgelehnt und die Verwaltung beauftragt, „nach einer gründlichen Überplanung seitens des Bau- und Betriebsträgers die Vorlage in einer der nächsten Sitzungen des JHA neuerlich zur Entscheidung vorzulegen“ (siehe Protokollvermerk zur Sitzung des JHA am 07.03.2013).

 

Mit Schreiben vom 22.03.2013 unterbreitete die Kirchenverwaltung St. Kunigund dem Oberbürgermeister, den Bürgermeisterinnen, den Stadträtinnen und Stadträten der Stadt Erlangen den Vorschlag die Kosten pro Platz auf ca. 38.500 € zu senken, ansonsten die eingereichte Planung beizubehalten. Sollte die Stadt Erlangen nicht auf dieses Angebot eingehen, würden die Planungen für dieses Projekt von St. Kunigund eingestellt.

 

Am 15.05.2013 beantragte die Trägervertretung beim Jugendamt die Überprüfung, ob die Kinderzahl von 12 Kindern auf 14 Kinder erhöht werden könne, damit sich die Pro-Platz-Kosten reduzieren. Für die Aufstockung der Kinderzahlen sind eine Bedarfsprüfung sowie die Überprüfung der in Aussicht gestellten Betriebserlaubnis erforderlich. Die Überprüfung wurde von der Verwaltung in die Wege geleitet.

 

Am 22.05.2013 teilte der Kirchenverwaltungsvorstand, sowie die Trägervertretung von St. Kunigund mit, dass sie weiterhin am Bau der Kinderkrippe für die Firma Rehau interessiert sind und gleichzeitig um ein Gespräch mit der Stadt Erlangen bitten, um Möglichkeiten für Änderungen an der Planung auszutarieren.

 

Der strittige Punkt sind insbesondere im Vergleich mit anderen Baumaßnahmen in Erlangen nach wie vor die hohen Pro-Platz-Kosten. Bedingt wird dies insbesondere durch die hohen und ungünstig situierten Verkehrsflächenanteile und durch die Gestaltung des Baukörpers mit den auffällig hohen Außenwandanteilen. In der baufachliche Stellungnahme vom 05.02.2013 des Gebäudemanagements wird auf die energetischen Folgeprobleme verwiesen (die Stellungsnahme lag der letzten JHA-Vorlage bei).


Mit der aktuellsten Kostenschätzung vom 10.04.2013 wurden die Platzkosten im Vergleich zur letzten Kostenschätzung von 40.680 € um 2.650 € auf 38.210 € gesenkt. Ohne Ausstattungskosten liegen die Platzkosten der neuen Schätzung bei rund 36.720,00 €.

 

Der Durchschnitt bisheriger Plankosten liegt hier bei 30.366 €. Die Kostensenkung erfolgte durch eine pauschale Kürzung der Kostengruppe 300 (Baukonstruktion) um 5 % und durch die Kostensenkung bei der Heizung um 20.000 €. Die Kostenreduzierung an der Heizungsanlage ist allerdings noch unsicher, denn hierzu heißt es in der Kostenschätzung: „Momentan kann der Anschluss an die bestehende Heizungsanlage des Kindergartens kostentechnisch nicht genau dargestellt werden (…). Darüber hinaus erfolgte eine Kostenreduzierung in der KGr 500, den Außenanlagen. Dieser Wert ist nach Einschätzung des Jugendamtes zu niedrig angesetzt, da er nur ein Drittel der Durchschnittskosten bei vergleichbaren Neubauten beträgt. Außerdem ist nicht ersichtlich, aufgrund welcher Änderungen die Kostensenkung bei der Kostengruppe 300 (s.o.) möglich war.

 

Zur Klärung und zum weiteren Verfahren wird im Juni Referat IV, das Jugendamt und Gebäudemanagement mit dem Träger ein Abstimmungsgespräch führen.

           

Anlagen: