Unterstützung und Raum für Künstler in Erlangen, SPD-Fraktionsantrag Nr. 032/2013 vom 12.03.2013

Betreff
Unterstützung und Raum für Künstler in Erlangen, SPD-Fraktionsantrag Nr. 032/2013 vom 12.03.2013
Vorlage
IV/042/2013
Aktenzeichen
IV/RD002
Art
Beschlussvorlage
  1. Die Verwaltung wird beauftragt, ein Förderprogramm zur Unterstützung der Anmietung von Atelierräumen durch bildende Künstlerinnen und Künstler mit einem Volumen von 20.000 € p. a. aufzulegen und für den Haushalt 2014 anzumelden.
  2. Die derzeit leerstehenden Räume im Ober- und Dachgeschoss des Bürgertreffs „Die Villa“, Äußere Brucker Str. 49 sind für eine (Einfach-) Sanierung zur Vermietung als Ateliers vorzusehen. Für den Haushalt 2014 sind dazu Investitionsmittel in Höhe von rd. 300.000 € anzumelden. Voraussetzung ist eine Lösung für die Unterbringung der Jugendsozialarbeit Anger durch das Stadtjugendamt.
  3. Der Fraktionsantrag Nr. 032/2013 der SPD-Stadtratsfraktion ist damit bearbeitet.

 

 

Künstlerinnen und Künstler weisen seit Jahren auf die schwierige Situation bei der Suche nach Atelier- und Ausstellungsräumen in Erlangen hin. In jüngster Zeit wurde dieses Problem von den Erlanger Nachrichten und auch bei den diesjährigen Kulturdialogen thematisiert und intensiv diskutiert. Die Existenz von bezahlbaren Ateliers oder künstlerisch-nutzbarer Arbeitsräume bildet die Grundlage für eine vielgestaltige kreative Szene, was Entwicklungen in Leipzig, Nürnberg etc. zeigen.

Ansätze mit Probenräumen im „Kraftwerk“ in Frauenaurach“ aber auch die Nutzungsfrequenz im Bau C des Museumswinkel bestätigen den Bedarf und die Effizienz solcher Ansätze und Entwicklungsmöglichkeiten. Dabei ist die Situation in Erlangen durch den ohnehin vorhandenen Mangel an (Wohn-)Räumen, den starken „Konkurrenzdruck“ durch studentischen Wohnbedarf und den erfreulich niedrigen gewerblichen Leerstand sowie fehlende Altbausubstanz (mit billigen Mieten) besonders angespannt. Selbsthilfeinitiativen wie „Kulturraum statt Leerstand konnten erfreulicherweise helfen, dieser Sondersituation Erlangens etwas entgegen zu wirken.

 

Mit der Wiederaufnahme der Atelierförderung knüpft die Stadt Erlangen an eine Tradition an, die mit der Thalerei oder dem „Offenen Atelier“ noch in guter Erinnerung sein dürfte. Vorschläge zur Errichtung von Atelier- oder Künstlerhäusern werden aufgrund der Marktsituation und der zu erwartenden hohen Investitionen nicht unterbreitet. Entsprechende Hinweise auf mögliche Objekte (z.B. Thalermühle, Lampenhalle an der Wladimirer Straße, ehemalige Druckerei Junge & Sohn) wurden wegen der zu erwartenden Miet-, Ankaufs- oder Renovierungskosten nicht weiter untersucht.

 

Leider kurzfristig ebenfalls wenig aussichtsreich ist aufgrund des hohen Investitionsaufwands die untersuchte Variante, das Dachgeschoß des Bauteils C im Museumswinkel (Luitpoldstr. 45), das nach dem KFA-Beschluss vom  13.5.2009 einer kulturellen Nutzung zugeführt werden soll, für Atelierräume auszubauen. Die Einbeziehung des Statikers bestätigte die bekannte Notwendigkeit zur Generalsanierung, die aber im Millionen-€-Bereich angesiedelt ist. Bauteil C bleibt weiterhin auf der Vormerkliste des mehrjährigen Investitionsprogramms, da der Leerstand des Obergeschosses auf Dauer nicht sinnvoll ist.

 

Daher wird die „Villa“ in der Äußeren Brucker Straße als geeigneter Ort für Atelierräume vorgeschlagen, wo mit wesentlich weniger Aufwand vier bis fünf Ateliers geschaffen werden können. Schätzungen des KVE gehen von einem Bedarf von ca. 15 Ateliers für Erlanger Künstler aus, so dass ein „Kunstgeschoss“ in der Villa ein spürbarer Beitrag wäre, ein bekanntes Defizit zu reduzieren.

 

Ressourcen
(Welche Ressourcen sind zur Realisierung des Leistungsangebotes erforderlich?)

Investitionskosten:

€ 300.000,--

bei IPNr.:

Sachkosten:

   20.000,--

bei Sachkonto:

Personalkosten (brutto):

bei Sachkonto:

Folgekosten

   20.000,--

bei Sachkonto:

Korrespondierende Einnahmen

bei Sachkonto:

Weitere Ressourcen

 

 

Haushaltsmittel

             werden nicht benötigt

             sind vorhanden auf IvP-Nr.      

                        bzw. im Budget auf Kst/KTr/Sk        

                   sind nicht vorhanden

Anlagen:
SPD-Fraktionsantrag Nr.  032/2013

Plan ERBA-Villa 2. OG