Fahrradklimatest 2012, Stadt Erlangen wiederum auf Platz 1 bei Städten von 100.000 bis 200.000 Einwohnern

Betreff
Fahrradklimatest 2012, Stadt Erlangen wiederum auf Platz 1 bei Städten von 100.000 bis 200.000 Einwohnern
Vorlage
31/207/2013
Art
Mitteilung zur Kenntnis

Der Bericht der Verwaltung dient zur Kenntnis.

Von Oktober bis November 2012 fand der fünfte deutschlandweite Fahrradklimatest statt. Er wurde unterstützt vom BMVBS sowie der Fahrrad-Fachhandelsgruppe ZEG. Rund 80.000 Radfahrer machten mit – beim letzten Fahrradklima-Test 2005 waren es 26.000. Mit ihren Antworten auf
27 Fragen in fünf Kategorien konnten die Teilnehmer beschreiben, wie willkommen sie sich auf den Straßen ihrer Städte fühlen. 332 Städte haben die für die Wertung notwendige Mindestanzahl an eingeschickten Fragebögen erreicht. Die Ergebnisse wurden am 01. Februar 2013 in Berlin bekannt gegeben.

 

Bei den Städten über 200.000 Einwohnern steht Münster ganz oben, gefolgt von Freiburg und Aufsteiger Karlsruhe.

Bei den Städten in der Kategorie 100.000 bis 200.000 Einwohner konnte Erlangen knapp seinen Titel verteidigen, gefolgt von Oldenburg und Hamm.

Bei den Städten bis 100.000 Einwohnern gehören Rees und Rhede auf den Plätzen zwei und drei zu den Newcomern. Sieger war Bocholt.

Unter den bayerischen Gemeinden hat Erlangen mit 853 Teilnehmern an der Befragung eine vergleichsweise hohe Teilnehmerzahl, gemessen an der Gesamteinwohnerzahl, erreicht.

Die Durchschnittsbewertung verschlechterte sich bundesweit im Vergleich zum letzten Fahrradklima-Test 2005: Dass sich die Situation für Radfahrer tatsächlich verschlechtert hat, ist allerdings kaum anzunehmen. Vieles spricht dafür, dass sich in den letzten Jahren ein stärkeres Bewusstsein für die Probleme von Radfahrern gebildet hat.

Besonders positiv wurden in Erlangen bewertet:

Erreichbarkeit Stadtzentrum (1,52), Alle fahren Rad (1,67), zügiges Radfahren (1,69), Infrastruktur Radverkehrsnetz (2,40), Spaß oder Stress (2,41), Fahrrad- und Verkehrsklima (2,65), Akzeptanz als Verkehrsteilnehmer (2,71), Werbung für das Radfahren (2,79), Reinigung der Radwege (2,98).

Als besonders verbesserungsbedürftig wurden eingeschätzt:

Fahrraddiebstahl (4,39), Falschparker auf Radwegen (4,06), Fahrradmitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln (3,92), fehlende öffentliche Fahrräder (3,90), Ampelschaltungen für Radfahrer (3,87), Zeitungsberichte //lokal oder bundesweit?// (3,78), Führung an Baustellen (3,78),
Konflikte mit Kfz (3,66), Förderung in jüngster Zeit (3,64), Komfort beim Radfahren (3,54), Qualität und Zahl der Abstellanlagen (3,50).

Die vollständigen Ergebnisse des ADFC-Fahrradklima-Tests sind auf
 
www.adfc.de/fahrradklima-test nachzulesen.

 

Zusatz:

Städte in Bayern und Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern e.V.

Beim Fahrradklimatest haben 37 bayerische Kommunen die erforderliche Teilnehmerzahl erreicht. Davon wiederum sind 8 große Städte (bis auf Fürth und Würzburg) Mitglieder der AGFK. Unter den 29 kleineren Städten und Kommunen (unter 100.000 Einwohner) sind 14 Mitglieder der AGFK; mehrere der restlichen Gemeinden haben Aufnahmeanträge gestellt oder sich über die Aufnahmekriterien berichten lassen. 

Anlagen:        keine