Kalkschotterverwendung im Bebauungsplangebiet Staudtstraße

Betreff
Kalkschotterverwendung im Bebauungsplangebiet Staudtstraße
Vorlage
31/196/2012
Aktenzeichen
III/31/BI002
Art
Mitteilung zur Kenntnis

 

Der Bericht der Verwaltung zur Anfrage des beratenden Mitglieds Frau Fuchs in der 10. Sitzung des Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschusses dient zur Kenntnis.

 

Sandmagerrasen, wie sie im Naturschutzgebiet „Exerzierplatz“ vorkommen, sind empfindlich gegen Kalkeintrag. Sie sind auf sauere Bodenverhältnisse, wie sie die hiesigen Sandböden bieten, angewiesen. Da Sandmagerrasen mit ihren typischen Arten wie Sandgrasnelke, Silbergras und Berg-Sandglöckchen immer seltener werden sind sie gesetzlich geschützt. Im Naturschutzgebiet "Exerzierplatz" ist die Düngung verboten, weil sie auch durch Nährstoffeinträge beeinträchtigt werden.

 

Der südlich angrenzende Bebauungsplan Staudtstraße sieht (nur) für die Randflächen zum Naturschutzgebiet vor, dass kalkhaltige Materialien nicht zulässig sind. Dies ist bezogen auf die Oberflächengestaltung der Wegeverbindung in Ost-Westrichtung südlich der NSG-Grenze, weil Kalkstaub-Auswehungen verhindert werden sollen.

Vor dem Hintergrund, dass Schotter aus Hartgesteinsmaterialien wie Diabas, Basalt oder Granit im Wegebau bei uns ca. 30 % teurer sind als Kalkschotter, muss sich die Forderung nach kalkfreien Materialien auf die zwingend nötigen Bereiche beschränken.

 

Anlagen: