Ausbildungsbericht 2012

Betreff
Ausbildungsbericht 2012
Vorlage
II/192/2012
Aktenzeichen
II/WA
Art
Beschlussvorlage

Vom Ausbildungsbericht 2012 über die Lehrstellensituation und die Aktivitäten der Stadt über den JAZ e. V. wird Kenntnis genommen. Es besteht Einverständnis, dass das Engagement bezüglich Berufsorientierung und Übergangsbegleitung fortzuführen, das Kommunale Beratungs- und Informationsbüro sowie die Akquise- und Vermittlungstätigkeiten weiterzuführen sind.

1.   Ergebnis/Wirkungen
(Welche Ergebnisse bzw. Wirkungen sollen erzielt werden?)

Steigerung der Ausbildungsfähigkeit bei jugendlichen EntlassschülerInnen der Erlanger Mittelschule (Eichendorff-, Ernst-Penzoldt-, Hermann-Hedenus-Hauptschule)

 

Unterstützung der Mittelschule Erlangen bei der Entwicklung, Organisation und Durchführung von Projekten im Rahmen des berufsorientierenden Prozesses

 

Unterstützung bei der Entwicklung von Einmündungsperspektiven für SchülerInnen jedweden Schultyps (im KOMBI-Büro)

 

Kooperationen mit Unternehmen zur Gewinnung geeigneten Nachwuchses im Rahmen der beruflichen Orientierung

 

 

2.   Programme / Produkte / Leistungen / Auflagen
(Was soll getan werden, um die Ergebnisse bzw. Wirkungen zu erzielen?)

Fortführung des Engagements an der Erlanger Mittelschule

 

KOMBI: Fortführung der Informations-, Beratungs- und Vermittlungsleistung des Kommunalen Beratungs- und Informationsbüros rund um Ausbildung

 

 

3.   Prozesse und Strukturen
(Wie sollen die Programme / Leistungsangebote erbracht werden?)

Einsatz von Sozialpädagoginnen an der Erlanger Mittelschule vor Ort in Kooperation mit den Schulleitern, Jugendsozialarbeitern und Lehrkräften

 

Fortführung des Beratungs- und Vermittlungsprozesses im KOMBI

 

Aufbau eines Ausbildungsmarketings für die Erlanger Wirtschaft

 

 

4.   Ressourcen
(Welche Ressourcen sind zur Realisierung des Leistungsangebotes erforderlich?)

Investitionskosten:

bei IPNr.:

Sachkosten:

bei Sachkonto:

Personalkosten (brutto):

€ 50.000,--

bei Sachkonto:

Folgekosten

bei Sachkonto:

Korrespondierende Einnahmen

bei Sachkonto:

Weitere Ressourcen

 

 

Haushaltsmittel

             werden nicht benötigt

             sind vorhanden auf IvP-Nr.      

                        bzw. im Budget auf Kst/KTr/Sk        

                   sind nicht vorhanden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zusammenfassung

 

 

1      Jugendliche EntlassschülerInnen der MSE                                              - Seite 4 -
(Daten der Erlanger Mittelschule, eigene Erhebung)

 

Ausbildungsquote in der Erlanger Mittelschule (Regelklassen): 51,5% (Vj 37,0%, Vvj. 32,4%)

 

Anteil jugendlicher EntlassschülerInnen mit qualifizierendem Hauptschulabschluss: 67,0% ( Vj. 50,0%,  Vvj. 51,2%)

 

Hauptschulabsolventen in der staatlichen Berufsschule ohne Ausbildungsvertrag: 41 (Vj. 61, Vvj. 61)

2      Übergangsbegleitung                                                                              - Seite 8 -

 

Schüler in der Übergangsbegleitung 2011/2012: 194 (Vj. 214, Vvj. 186)
     davon:
     Wiederholer: 13% (Vj. 14%), Ausbildung: 52% (Vj. 37%), weiterführende Schule: 19%
      (Vj. 17%), Staatliche Berufsschule Erlangen: 16% (Vj. 23%)

 

 

3    Ziele der Aktivitäten, Kooperation mit der MSE                                        - Seite 11 –

 

4    Kommunales Beratungs- und Informationsbüro – KOMBI             - Seite 11 -

·   Beratungs- und Unterstützungsangebote

·   Hilfen bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen

            Jugendliche gesamt                 70

            Davon Migrationshintergrund:   45

            Kontakte                                  150

 

5    GGFA Bericht – Jugend in Ausbildung 2012                                            - Seite 12

Vermittlung in Ausbildung 28 (Vj. 70) und in schulische Ausbildung 5 (Vj. 17)
von insges. 76 (Vj. 126) ausbildungswilligen und –fähigen Jugendlichen

 

6    Der Erlanger Ausbildungsmarkt (Daten der Arbeitsagentur)                     - Seite 13 -
      (
für Stadtgebiet und Teile des Landkreises Erlangen-Höchstadt)

 

Zunahme der Ausbildungsplätze um 10,0% gegenüber dem Vorjahr
(in 2011 Zunahme um 16,8%, in 2010 Zunahme um 7,1%)

 

Zunahme der BewerberInnen um 6% zum Vorjahr
(in 2011 Rückgang um 0,1%, in 2010 Zunahme um 12,4%)

 

Im Geschäftsstellenbezirk mehr Stellen als Bewerber ( 1624:1469, Vj. 1460:1382,

Vvj. 1250:1383 = 2010 und 2011 mehr Bewerber als Stellen)

Unversorgte Jugendliche zum 30.09.2012: 78 (2011: 56, 2010: 53, 2009: 60)

 

Nicht besetzte Ausbildungsstellen zum 30.09.2012: 122 (2011: 122,  2010: 122, 2009: 58)

 

Auswertung für Stadtgebiet Erlangen: (neu)

- Rückgang der Stellen von 891 (Vj.) um 15 auf 876

- Rückgang der Bewerber von 686 (Vj.) um 19 auf 667

- Verhältnis Stellen zu Bewerber 131,3% (Vj. 129,9%)

 

 

 

 

 

 

1. Jugendliche EntlassschülerInnen der Mittelschule Erlangen

 

Verbleibsangaben aus der Erlanger Mittelschule 2011/2012 (eigene Statistik)

 

 

Eichendorff

Ernst-Penzoldt

Hermann-Hedenus

gesamt

SchülerInnen gesamt

68

57

69

194

- ohne Abschluss

7

2

0

9

- Hauptschulabschluss

32

10

13

55

- Qualifizierender HS-Ab.

29

45

56

130

 

 

 

 

 

Verbleib:

 

 

 

 

- Wiederholer

16

6

4

26

- weiterführende Schulen

4

24

8

36

- Berufsschule (JoA, BVJ, BGJ)

13

10

9

32

- Berufsfachschule

9

6

6

21

- Ausbildung

26

11

42

79

 

 

Aufschlüsselung

 

 

Eichendorff

Ernst-Penzoldt

Hermann-Hedenus

gesamt

Ohne Abschluss:

7

2

0

9

- Wiederholer

3

0

0

3

- Berufsschule (JoA, BVJ, BGJ)

3

2

0

5

- Ausbildung

1

0

0

1

 

 

 

 

 

Hauptschulabschluss:

32

10

13

55

- Wiederholer

11

6

4

23

- Berufsschule (JoA, BVJ, BGJ)

10

2

3

13

- Berufsfachschule

3

1

1

5

- Ausbildung

7

1

5

13

- Sonstiges (Sabel Realschule)

1

0

 

1

 

 

 

 

 

Qualifizierender HS-Abschluss

29

45

56

130

- Weiterführende Schule

3

24

8

35

- Berufsschule (JoA, BVJ, BGJ)

2

6

6

14

- Berufsfachschule

6

5

5

16

- Ausbildung

18

10

37

65

 

 

 

 

 

 

 

Die Verbleibsangaben sind ein wichtiges Kriterium zur Evaluation der im Schuljahr durchgeführten Projekte / Aktivitäten / Prozesse zur Förderung der Ausbildungsfähigkeit.

Das Ergebnis stellt sich wie folgt dar:

 

 

 

Ergebnis der Übergangsbegleitung im Schuljahr 2011/2012 in den 9. Klassen

 

a)    Die Schulabschlüsse an der Mittelschule Erlangen

 

 

Ohne Abschluss          HS-      bzw. Qualifzierender Abschluss

Eichendorff-Schule                              10%                 47%                 43%

Ernst-Penzoldt-Schule                          4%                   18%                 78%

Hermann-Hedenus-Schule                     0%                   19%                 81%

 

 

 

Die Zahl der EntlassSchülerInnen ohne Schulabschluss konnte gegenüber dem Vorjahr reduziert werden und die Zahl der SchülerInnen, welche die Schule mit dem Qualifizierenden Hauptschulabschluss verlassen haben, stieg an. Dies ist zum einen auf die veränderte Prüfungsordnung zurückzuführen, wonach im Fach Arbeit-Wirtschaft-Technik die schriftliche Prüfung durch eine praxisorientierte Projektprüfung ersetzt wurde. Zum anderen werden die Schülerinnen und Schüler der Ganztagsklasse durch Hausaufgabenbetreuung und intensiveren Lerneinheiten gut vorbereitet.

Die Zahl der Wiederholer hat sich gegenüber dem Vorjahr in der Ernst-Penzoldt-Schule nicht verändert, ist in der Eichendorff-Schule gestiegen und in der Hermann-Hedenus-Schule gesunken. Eine Schulzeitverlängerung können SchülerInnen ohne Abschluss bzw. mit Hauptschulabschluss beantragen.

 

 

b)    Wiederholen an der Mittelschule Erlangen

 

                                                           ohne Abschluss                      Hauptschulabschluss

Eichendorff-Schule                              3 von insgesamt 7                    11 von insgesamt 32

Ernst-Penzoldt-Schule                          0 von insgesamt 2                    6 von insgesamt 10

Hermann-Hedenus-Schule                     0                                             4 von insgesamt 13

 

Das Wiederholen ist eine sinnvolle Alternative gegenüber dem Berufsvorbereitungsjahr bzw. der Jungarbeiterklasse an der staatlichen Berufsschule Erlangen. Dennoch wird stets geprüft, ob der Schüler diese Chance auch zu nutzen weiß. Erfahrungsgemäß neigen Wiederholer dazu, sich darauf zu verlassen, den Stoff schon einmal gelernt zu haben. Hier wird eindringlich darauf hingewiesen, dass diese Haltung mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem erneuten Nicht-Bestehen des Qualifizierenden Schulabschlusses führen kann. In manchen Fällen wird eine Probezeit bis Dezember vereinbart.

 

 

c)    Besuch einer weiterführenden Schule

 

36 von insgesamt 194 Entlass-SchülerInnen der Mittelschule Erlangen besuchen eine weiterführende Schule, d.h. sie wurden in die 10m, die 9+2 oder in der Wirtschaftsschule aufgenommen. Dabei gab die Ernst-Penzoldt-Schule  21 SchülerInnen, die Hermann-Hednus 8 SchülerInnen und die Eichendorff-Schule 3 SchülerInnen weiter.

Mit der 9+2 als Modellprojekt an der Ernst-Penzoldt-Schule wurde eine Möglichkeit für SchülerInnen mit Qualifizierendem Schulabschluss geschaffen, innerhalb von zwei Jahren einen Mittleren Schulabschluss zu erwerben. Die Aufnahmekriterien bestehen aus einem Notendurchschnitt, einem Motivationsschreiben und einem Vorstellungsgespräch. Von den aufgenommenen SchülerInnen werden überdurchschnittliches Engagement bezüglich Praktika und Projektarbeiten über die Unterrichtszeit hinaus erwartet.

 

 

d)    Einmündung in Ausbildung

 

                                         ohne Abschluss                       HS- bzw. Qualifizierender Schulabschluss

Eichendorff-Schule                   1                                  10                    24

Ernst-Penzoldt-Schule              0                                  2                      15

Hermann-Hedenus-Schule         0                                  6                      42

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

e)    Schulabschluss-/Status- und Verbleibsangaben je Schule im Jahresvergleich

 

 

n %

Eichendorff-Mittelschule

Ernst-Penzoldt-Mittelschule

Hermann-Hedenus-M. (*)

 

 

11/12

10/11

09/10

11/12

10/11

09/10

11/12

10/11

09/10

o. A. (1)

10

17

10

4

9

15

0

7

0

HS  (2)

47

44

57

18

35

40

19

40

32

Quali

43

39

33

79

55

45

81

53

68

Mig  (3)

65

70

67

40

54

42

43

32

9

SGB  (4)

26

25

13

23

15

0

28

19

0

Wdh  (5)

24

17

22

11

11

18

6

13

14

BS  (6)

19

33

25

18

29

9

13

25

12

w. S.  (7)

6

20

12

43

26

16

11

5

14

Ausb.(8)

51

27

36

30

34

49

70

48

60

Son. (9)

0

3

5

0

0

8

0

9

0

S. (10)

68

64

60

57

65

60

69

85

22

S Af (11)

48

38

36

27

41

34

57

62

16

A Af (12)

73

45

58

63

54

85

84

66

81

 

(*) Für die Hermann-Hedenus-Mittelschule ist die Vorvorjahreszahlen nicht vergleichbar durch die Zusammenlegung mit den 9. Klassen der Mönauschule.

 

(1) ohne Abschluss, (2) Hauptschulabschluss, (3) Migrationshintergrund, (4) Hartz IV Bezug, (5) Wiederholen der 9. Klasse, (6) Berufsvorbereitungsjahr oder Jungarbeiterklasse an der Berufsschule sowie Berufsgrundschuljahr, (7) Wechsel in die Wirtschaftsschule oder in den M-Zweig der Hauptschule, (8) Ausbildung in einer Berufsfachschule, Einstiegsqualifizierung oder duale Ausbildung, (9) Wegzug, FSJ, Mutterschutz, (10) Schüler gesamt absolut, (11) ausbildungsfähige Schüler absolut, (12) Ausbildungsquote in Bezug auf ausbildungsfähige Schüler in Prozent

(11) Ausbildungsfähige Schüler = Schüler gesamt abzüglich Wiederholer, weiterführende Schule und Sonstige.

 

 

                                                                       2011/2012         2010/2011         2009/2010        

Schüler gesamt                                                194                  214                  186                 

Ausbildungsquote gesamt                               52%                37%                 47%               

Ausbildungsfähige Schüler gesamt                   132                  141                  118                 

Ausbildungsquote in Bezug auf                                    76%                 55%                   71%             

Ausbildungsfähigkeit gesamt

 

Zu Schuljahresbeginn ist eine erste grobe Einschätzung bezüglich Ausbildungsfähigkeit möglich. Diese orientiert sich zum einen an in den Kernfächern erzielten Noten und zum anderen an den geäußerten Verbleibs-Absichten, z. B. „ich möchte in die 9+2 oder 10m“. Hier abzuraten und darauf zu drängen, eine Ausbildung anzustreben, ist nicht sinnvoll. Der zumeist geäußerte Wunsch, den mittleren Schulabschluss anzustreben, ist manchmal auch dem Umstand geschuldet, sich noch etwas länger dem Ausbildungsmarkt mit seinen Anforderungen zu entziehen.

Für einige SchülerInnen wurde es dann Ende Juli spannend, als sowohl Ausbildungsbetriebe als auch die Schule eine Zusage für den weiteren Schulbesuch erteilten. Dabei entschieden sich alle für den Erwerb des Mittleren Schulabschlusses. Allerdings gab es auch die umgekehrte Konstellation, dass sich SchülerInnen auf die Zusage der Schule verliessen und sämtliche Bewerbungsbemühungen verweigerten um am Ende ohne Perspektive in die Sommerferien gehen zu müssen.

 

 

 

 

 

 

Abschluss und Verbleib sowie Kontakthäufigkeit

 

Signifikante Auffälligkeiten in Bezug auf Geschlecht bzw. Herkunft konnten nicht festgestellt werden. Der Lernerfolg bzw. die Einmündungsergebnisse sind stets nach wie vor abhängig von der Leistungsfähigkeit und dem Leistungswillen des Einzelnen. Alle Schulen bemühen sich die optimalen Rahmenbedingungen für den Lernerfolg zu schaffen.

In Prozent

Eichendorff

Ernst-Penzoldt

Hermann-Hedenus

Mittelschule ges.

 

m

w

ges

m

w

ges

m

w

ges

Σm

Σw

Σges

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schüler-/innen gesamt

30

38

68

33

24

57

37

32

69

100

94

194

- ohne Abschluss

13

8

10

3

4

4

0

0

0

5

4

5

- Hauptschulabschluss

43

50

47

21

13

18

22

16

19

28

29

28

- Qualifizierender HS-AB.

43

42

43

76

83

79

78

84

81

67

67

67

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Migrationshintergrund

83

50

65

33

50

40

51

34

43

55

45

50

Hartz IV

20

31

26

18

29

23

30

25

28

23

29

26

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verbleib

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

- Wiederholer

27

21

24

12

8

11

5

6

6

14

13

13

- weiterführende Schule

7

5

6

39

46

43

17

6

11

21

16

19

-  Jungarbeiter

10

8

9

6

13

9

14

6

10

10

9

9

- Berufsvorbereitungsjahr

13

8

10

15

0

9

0

6

3

9

5

7

- Berufsfachschule

7

18

13

9

13

11

0

19

9

5

17

11

- Ausbildung

37

39

38

18

21

19

65

56

61

41

40

41

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quoten:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anschlussquote 1

7

5

6

39

46

42

16

6

11

21

16

18

(weiterführende Schule)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anschlussquote 2

23

16

19

21

12

17

13

12

13

19

14

16

(JoA, BVJ, BGJ)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anschlussquote 3

43

58

51

27

33

30

65

75

70

46

57

52

(BFS, A)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kontakte ÜM

244

367

611

208

198

406

208

205

413

660

770

1430

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kontakte pro Schüler (rechnerisch)

8

10

9

6

12

7

6

6

6

7

8

7

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kontakthäufigkeit und –intensität richten sich individuell je nach Standort des Schülers – je weiter von der Ausbildungsfähigkeit entfernt, desto häufiger und intensiver. Je näher, desto effizienter die Begleitung.

Als Kontakt zählt die Terminvereinbarung im JAZ-Büro. Die Kontakte in den Schulen finden kanalisiert in der Klasse bzw. Gruppe statt, mit unterschiedlichen Themen, die alle ihre Relevanz bezüglich Ausbildungsfähigkeit besitzen.

 

Das Anfertigen eines Anschreibens für die Bewerbung eignet sich gut, um mit der Schülerin / dem Schüler intensiver über Wünsche, Vorstellungen, Ziele und Eignungen zu sprechen. Dieser Prozess beinhaltet weit mehr als lediglich die Erstellung von Bewerbungsunterlagen. Eine gute Bewerbung spiegelt den Charakter, das Wesen des Bewerbenden wider. Eventuelle „Schwächen“ können als Entwicklungsfelder thematisiert, Ziele vereinbart und der Erfolg kontrolliert werden. Insoweit ist der Prozess des Bewerbungsschreibens eher als ein individueller Coaching-Prozess zu verstehen, an dessen Ende die Aufnahme einer Ausbildung steht.

 

Ebenso kann über die Art und Weise, wie Termine vereinbart, eingehalten, abgesagt und Vereinbarungen eingehalten werden auf den Grad der Ausbildungsfähigkeit bzw. auf das Vorhandensein von „Entwicklungsfeldern“ geschlossen werden. Insoweit stellt dies auch für uns eine nicht zu unterschätzende Informationsquelle dar.

Desweiteren kann in diesem geschützten und vertrauensvollem Raum über Probleme gesprochen werden, welche letzten Endes zu Ausbildungshemmnissen führen können. Gemeinsam wird dann überlegt, welche Lösungen es gibt und wie weiter vorgegangen werden kann.

 

Die Erfahrung zeigt, dass SchülerInnen, die das Angebot nutzen, auch in eine Ausbildung einmünden. Die Arbeit an der MSE, mit den Klassen und den Gruppen sowie den Einzelnen erfolgt nach der Maßgabe „vom Groben ins Detail“.

 

Die SchülerInnen der MSE wählten nachfolgend genannte Berufe:

 

Anlagenmechaniker (5)                                                 Kfz-Mechatroniker (7)
Bäcker (2)                                                                   Koch (1)

Bäckereifachverkäuferin (5)                                          Lackierer (1)

Bauzeichner-/in (3)                                                       Maler (1)
Kauffrau im Einzelhandel (5)                                         Maschinen- und Anlagenführer (2)
Elektriker / Elektroniker (4)                                           Medizinische Fachangestellte (8)
Fachkraft für Lebensmitteltechnik (1)                            Metallbauer (1)
Fischwirt (1)                                                                 Pharmazeutisch-kfm. Angestellte (1)
Foto- und Mediengestalterin (1)                                    Stahlbetonbauer (1)
Friseurin (5)                                                                 Verkäufer-/in (10)
Garten- und Landschaftsbauer (2)                                 Werkzeugmechaniker (3)

Industriemechaniker (3)                                                Zahnmedizinische Fachangestellte (4)

Karosseriebauer (1)                                                      Zerspanungsmechaniker (1)                                                                                                                                                              

Aufnahme einer berufsfachschulischen Ausbildung:

BFS Energietechnik (2)

BFS Kinderpflege (11)

BFS Altenpflegehelferin (2)

BFS Physiotherapie (1)

BFS Bauten- und Objektbeschichter (2)

BGJ Agrar (1)

BGJ Holz (2)

 

 

2. Übergangsbegleitung

 

Mit dem sogenannten „Übergangsmanagement“ startete der Verein JAZ im März 2007. In den Jahren 2003 bis 2006 stand die Akquise von Ausbildungsplätzen im Vordergrund sowie die Suche nach geeigneten Besetzungsvorschlägen. Hier konnte ein Defizit in der Ausbildungsfähigkeit festgestellt werden, d.h. es wurde immer schwieriger, Ausbildungsplätze mit geeigneten SchülerInnen zu besetzen. Die unmittelbare Betreuung von Schülern ab der 9. Klasse wurde sukzessive ausgedehnt auf die 8. bzw. 7. Klasse.

 

Mit der Gründung des Mittelschulverbundes Erlangen im Jahr 2010 ergab sich Möglichkeit, schulübergreifend die Ausbildungsfähigkeit zu thematisieren. Das Engagement in den Schulen wurde durch wöchentlich regelmäßige Anwesenheit von „Übergangsmangerinnen“ institutionalisiert und strukturiert. Ein wesentliches Erfolgskriterium war das niederschwellige Angebot der Kontaktaufnahme und der Anspruch, jeden Schüler mit der für ihn geeignteten  Entwicklungsperspektive zu begleiten.

 

Mit der Entwicklung von Ganztagsklassen, ob offen oder gebunden, sowie dem stärkeren Zusammenwachsen der Mittelschule Erlangen zu einem kooperativen Schulverbund konnte eine erneute Anpassung an die Bedarfssituation vorgenommen werden. Die Angebote in den Schulen erfolgen unter dem Blickwinkel der Kompetenzerweiterung in sozialer, kultureller und bildungsrelevanter Hinsicht. Dieses trägt wesentlichen zur Herausbildung der Ausbildungsfähigkeit bei.

 

Das Know-How des JAZ e.V.´s kann nun kanalisiert auf das Gebiet der Berufsorientierung angewandt werden. Vor diesem Hintergrund schlossen der Verein und der Mittelschulverbund Erlangen zum Schuljahr 2012/2013 eine Kooperationsvereinbarung. Diese sieht vor, die Schulleiter bei der Auswahl, Durchführung und Evaluation der BO-Maßnahmen zu unterstützen bzw. eigene Projekte zu entwickeln und durchzuführen.

 

Die Aufgaben in den Schulen umfassen nun Klassen-Aktivitäten sowie Organisation schulübergreifende Jahrgangsstufen-Projekte. Ein individuelles Bewerbungs-Coaching findet ausschließlich nachmittags im KOMBI-Büro in der Friedrichstraße statt. Die Aktivitäten im Schuljahr 2011/2012:

 

 

2.1 Klassen-Aktivitäten

 

Durchschnittlich kann hier jeweils mit 9 Klassen gerechnet werden (pro Schule 3 Klassen je Jahrgangsstufe)

 

Jahrgangsstufe 7

-       Vorstellen des Berufswahlpasses

-       Gesprächsrunden zur Profilfachwahl

-       Info-Abend zur Profilfachwahl

-       Vorstellung des Technik-Camps für Mädchen

 

Jahrgangsstufe 8

-       Gesprächsrunden zu Ausbildungsfähigkeit, Perspektiven-Entwicklung und Bewerbungsverfahren sowie berufliche Vorstellungen und Interessen

-       Unterstützung bei Praktika-Wahl und –Suche

-       Besuch im BIZ der Agentur für Arbeit, Gespräche über Test-Ergebnis

-       Betriebsbesichtigung „Der Beck“ mit anschließender Nachbereitung im JAZ-Büro

-       Rathaus-Führung mit Frau Bürgermeisterin Aßmus

-       Besuch des Jugendhauses „Easthouse“ mit Frau Bürgermeisterin Aßmus

-       Betriebsbesichtigung Fa. Siemens mit Herrn Stadtrat Sapmaz

-       Besuch der Theateraufführung

-       Reflektion Praktika-Erfahrungen

-       Betriebsbesichtigung „Vier Jahreszeiten“: Anforderungen an Kaufleute im Einzelhandel, Warenpräsentation und Regalaufbau sowie Vorteile gesunder Ernährung mit anschließender Nachbesprechung im JAZ-Büro

-       Training Sozialkompetenz

 

 

 

 

 

 

 

 

Jahrgangsstufe 9

-       Gespräch über Berufswünsche

-       Gespräche über Verhalten im Praktikum und im beruflichen Alltag

-       Film über Vorstellungsgespräch mit anschließender Reflektion

-       Stärken-/Schwächen-Analyse in Gruppenarbeit

-       Informationen über Berufsfachschulen, Berufsvorbereitungsjahr und Jungarbeiter-
klasse

-       Informationen über Veranstaltungen: dm-Praxistag, speed dating, Aldi-Praxistag

-       Spiel zur Entwicklung von Teamfähigkeit

-       Besuch des Christkindlesmarkt in Nürnberg

-       Besuch im Deutschen Museum in München

-       Diskussion zum Thema Ausbildungsfähigkeit

-       Besuch des Nürnberger Zoos

-       Teilnahme am Jahrgangsstufenausflug nach Dachau

-       Erstellen von Bewerbungsunterlagen

-       Gespräche über Perspektiven nach der Schule

 

2.2 Schulübergreifende Jahrgangs-Projekte

 

Jahrgangsstufe 8

-       Teilnahme mit 14 SchülerInnen am Praxistag der Berufsfachschule für Hauswirtschaft in Höchstadt

 

Jahrgangsstufe 9

-       Besuch der B1 in Nürnberg mit den Technik-Schülern

-       Gespräche über technische Berufe und Bauberufe im Technik-Unterricht

-       Teilnahme mit 5 SchülerInnen am speed dating im E-Werk

-       Teilnahme mit 13 SchülerInnen an der Ausbildungsbörse in Herzogenaurach

-       Quali-Training in den Pfingstferien

-       Last-Minute-Börse für Ausbildungsplätze

 

Speed Dating am 21.1.2012 im E-Werk

-       Information und Vorstellung des Projektes in allen 9. Klassen der MSE

-       Angemeldet zur Info-Veranstaltung: 49 SchülerInnen

-       Teilnahme: 5 Schüler

-       Einladung zu einem Vorstellungsgespräch erhielt keiner

 

dm-Paxistag am 17.3.2012

-       Anmeldungen zur Teilnahme: 14

-       Teilnahme: 4

-       Ausbildungsplatz: 1

 

Ausbildungsbörse in Herzogenaurach am 24.3.2012

-       Teilnehmer: 14 SchülerInnen

-       Einladung zu Probe-Arbeit: 5 Schülerinnen

-       Ausbildungsverträge: 2

Jeder Teilnehmer wurde mit 5 Bewerbungsflyern ausgestattet, die bei den jeweiligen Ausbildungsfirmen abzugeben waren.

 

Quali-Training in den Pfingstferien

-       Anmeldungen: 24 SchülerInnen

-       Teilnahme: 10 SchülerInnen

 

Last Minute-Börse am 23.7.2012

-       Angeschriebene Unternehmen: 67

-       Offene Ausbildungsplätze: 14

-       Teilnehmende Firmen: 7

-       Teilnehmende Schüler: 12

3. Ziele der Aktivitäten, Kooperation mit der MSE

 

Mit den Aktivitäten werden zwei Ziele verfolgt:

-       Nachwuchs für die Erlanger Wirtschaft sicherstellen

-       Begeisterung für Ausbildung und Beruf bei SchülerInnen wecken

 

Zur Erreichung dieser Ziele ist es notwendig, einen strukturierten und verbindlichen Ansatz für die Berufsorientierung zu entwickeln, der die Elemente Lehrplan, Maßnahmen der vertieften Berufsorientierung der Agentur für Arbeit sowie einzelne Projekte miteinander verbindet bzw. verzahnt. Hierbei soll ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt werden, bei dem die SchülerInnen der MSE frühzeitig und altergerecht mit den Anforderungen der Arbeitswelt vertraut gemacht werden und sich zielgerichtet auf die Berufswahl vorbereiten können. Darüberhinaus sollen sie besonders ihre Kompetenzen erweitern und ihre Persönlichkeit entwickeln können.

 

Inhalte der Kooperation

 

·      Projekte in den Jahrgangsstufen 7 bis 9 entwickeln, organisieren, durchführen und begleiten. Schwerpunkte sind:

-       Entscheidungsfindung bezüglich eines berufsorientierenden Zweiges (boZ-Wirtschaft, boZ-Technik, boZ-Soziales)

-       Organisation von lehrreichen Praktika in Kooperation mit Firmen bzw. Trägern

-       Überwachen und Steuern des Prozesses „Bewerbungsschreiben“

-       Aufbau eines Ausbildungsmarketings mit Ausbildungsbetrieben zur gezielten Gewinnung von geeignetem Nachwuchs

-       Vermittlung in Ausbildung im Sinne eines individuellen Coachings

·      JAZ e.V. fungiert als Berater für die strategische Schulleitung beim Einkauf und bei der Umsetzung von BO-Maßnahmen externer Träger.

·      JAZ e.V. übernimmt im Auftrag der strategischen Schulleitung der MSE Aufgaben im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern

·      In enger Absprache und im Einvernehmen mit den Klassenlehrern werden BO-spezifische Inhalte in den Fächern Arbeit/Wirtschaft/Technik (AWT) und Deutsch mit gestaltet.

·      In den Klassen „9plus2“ soll eine Schülerfirma aufgebaut werden, die eine Schülerzeitung zur BO an der MSE herausgibt.

·      Für jedes Schuljahr wird eine Dokumentation zum BO-Prozess an der MSE erstellt.

 

 

 

4. Kommunales Beratungs- und Informationsbüro „KOMBI“

 

Schülerinnen und Schüler aus Stadt und Landkreis, Mittel- und Realschulen bzw. Wirtschaftsschule, können das Angebot zur Unterstützung nutzen. Unterstützung bedeutet, den Weg in den Ausbildungmarkt entsprechend den Bedürfnissen zu begleiten:

 

 

Jugendliche bis 31.10.2012 gesamt                              63

-       davon Migrationshintergrund:      45

-       Kontakte gesamt:                     148

-       Durchschnittl. Kontakthäufigkeit   2

 

 

 

 

 

Schulabschluss und Entlassjahr:

-       Ohne Abschluss 2011 (4)                      - Q 2011 (14)

-       HS 2009 (3)                                         - Q 2012 (6)

-       HS 2010 (3)                                         - M-Zug 2011 (7)

-       HS 2011 (8)                                         - WIR, Abschluss 2013 (3)

-       HS 2012 (1)                                         - FOS, Abschluss 2013 (3)

-       Q 2009 (2)                                           - Abitur (2)

-       Q 2010 (1)                                           - Sonstige (6)

 

Anliegen zur Kontaktaufnahme bzw. Terminvereinbarung:

 

- Beratungen über Ausbildungs- bzw. Bildungsmöglichkeiten     14

- Ausbildungsstellen suchen, Bewerbungen schreiben               45

            - davon erfolgreich zum Sep. 2012        15

            - ohne Rückmeldung über Ergebnis       30

- Üben von Vorstellungsgesprächen                                         4

           

 

Bei den 51 SchülerInnen aus der „Hauptschule“ kamen drei aus Schulen des Landkreises. Bei den SchülerInnen aus dem Jahre 2009 handelte es sich um Schülerinnen und Schüler, die nach ihrer abgeschlossenen Berufsausbildung eine Anschlussperspektive suchten. Bei den Jahrgängen 2010, 2011 und 2012 ging es im Wesentlichen um die Fortsetzung bzw. Wiederaufnahme der bereits in den Schulen begonnenen „Begleitarbeit“.

 

 

 

5. GGFA-Bericht – Jugend in Ausbildung 2012

 

Wie jedes Jahr boten wir verantwortlich für die Ausbildungsplatzvermittlung jugendlicher

SGB II Leistungsbezieher, Schulabgänger und Altbewerber, ein umfangreiches Leistungsspektrum.

 

Dazu zählten:

 

·        Durchführung von Informationsseminaren

·        aufsuchende Kontaktaufnahmen

·        Gruppen- und Differenzierungsgespräche

·        Coachingmaßnahmen

·        Berufsfindungsanalysen

·        Eignungs- und Ausbildungsfähigkeitsprüfungen

·        aktive Suche nach Praktikumsplätzen

·        Ausbildungsplatzakquisition.

 

Leistungsbilanz

 

88 Schulabgänger:

28        in eine betriebliche Ausbildung

5          in eine schulische Ausbildung

15        Studium aufgenommen oder weiterführende Schule (FOS)

12        verbleiben auf der bisherigen Schule

2          in eine Reha-Ausbildung

7          aus dem Bezug, (Umzug, Mutterschutz, FSJ, Bundeswehr

3          keine Ausbildung aber Arbeit aufgenommen

12        noch keine Ausbildungsreife (BVJ, BVB, JaK, GGFA Maßnahme)

4          noch in Prozess Ausbildungssuche

 

 

 

Altbewerber:

21 Altbewerber

13 in eine betriebliche Ausbildung

8   in eine schulische Ausbildung

 

6. Der Erlanger Ausbildungsmarkt in Zahlen (Daten der Agentur für Arbeit)

 

Neben der unten stehenden Gesamtübersicht für den gesamten Agenturbezirk gibt es von der Agentur für Arbeit erstmalig umfangreiche Zahlen und Daten zur Ausbildungssituation im Stadtgebiet. Dieser 25-seitige Bericht über „Bewerber und Berufsausbildungsstellen“ vom September 2012 wird den Fraktionen elektronisch zur Verfügung gestellt. Daraus ist erkennbar, dass in der Stadt sowohl Stellen als auch Bewerber gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen sind (Bewerber – 19, Stellen – 15). Die Zahl der gemeldeten Stellen in 2012 mit 876 ist um 209 höher als die Zahl der gemeldeten Bewerber – ähnlich wie im Vorjahr.

 

 

Anlagen: