Klärwerk Erlangen - Systemintegration Zulaufanlagen

Betreff
Klärwerk Erlangen - Systemintegration Zulaufanlagen Betr.: Zustimmung zum Vorentwurf gem. DA-Bau
Vorlage
E-1/1/037/2011
Aktenzeichen
VI/EBE/1/WRC
Art
Beschlussvorlage

Im Vollzug der DA Bau wird:

1. dem Vorentwurf für die Systemintegration der Zulaufanlagen zugestimmt,

2. der Bauumfang um ein zusätzliches Bauwerk zur Erfassung der Zulaufmenge nach den Empfehlungen der
    Arbeitsblätter A 131 + 198 erweitert, und

3. das Vorhaben mit der Entwurfsplanung fortgesetzt.

 

 

1.   Ergebnis/Wirkungen
(Welche Ergebnisse bzw. Wirkungen sollen erzielt werden?)

·      Betrieb der Abwasseranlage nach den Bestimmungen der §§ 57 / 60 Wasserhaushaltsgesetz durch

·      Optimierung der betrieblichen Abläufe von Netz und Klärwerk mit Hilfe einer voll automatisierten Abflusssteuerung des Kanalnetzes auf Grundlage der hydrodynamischen Kanalnetzberechnung.

 

2.   Programme / Produkte / Leistungen / Auflagen
(Was soll getan werden, um die Ergebnisse bzw. Wirkungen zu erzielen?)

·      Umbau und Modernisierung des Zulaufschachtes Bj.1955 an der Übergabestelle am Zulauf zum Klärwerk mit Verlängerung des Hauptsammlers bis Einlaufhebewerk neues Rechengebäude.

·      Verlagerung der Rückhaltefunktion vom bestehenden RÜB am Zulauf Klärwerk in das Teilstück des Hauptsammlers bis zum Schwabachdüker und dadurch Sicherstellung des RÜB - Betriebes bei Hochwasser,

·      zusätzliches Messbauwerk vor dem Einlaufhebewerk zur Erfassung des tatsächlichen Abwasserzuflusses aus dem Netz.

 

3.   Prozesse und Strukturen
(Wie sollen die Programme / Leistungsangebote erbracht werden?)

3.1. Beschlusslage:

* 01.12.2009: Grundsatzbeschluss Vorhaben Systemintegration gem. Alternative 4 der durchgeführten Studie.

3.2. Vorgaben an die Planung / Randbedingungen:

1.                 Bei der Planung war zu berücksichtigen:

·      die zwingende Aufrechtrechterhaltung des Betriebes der Altanlage (Rechen mit Notumlaufgerinne und RÜB im Nebenschluss, Sandfang, Venturi, Vorbelüftung) während der Bauphase.

·      die zusätzlichen Maßnahmen für Hilfseinrichtungen und Provisorien, die im Rahmen der Baufeldfreimachung bei den Unterbrechungen des Abwasserzuflusses mit vorübergehender Pufferung im Netz für die Systemtrennung, Umverlegung und befristete Wiederanbindung notwendig sind.

·                                                             die verfahrenstechnischen Abhängigkeiten und Schnittstellen aus der parallelen Objektplanung Neubau mechanische Reinigung;

 

 

Ergebnis:

1.        Umsetzung Projektauftrag.

Der Vorentwurf wurde im Umfang des Projektauftrages vom 01.12.2009 bearbeitet und umgesetzt:

·         Die Verlängerung des Hauptsammlers bis zum Einlaufhebewerk erfolgt wie vorgesehen am Böschungsfuß des Erddammes zur Regnitz, der durch die Verlegung und nachfolgende Geländeauffüllung weiter stabilisiert wird.

·         In den Zulaufschacht wird die Entlastung aus der künftigen RÜB – Funktion des Hauptsammlers integriert.

·         Die Erfassung des kreuzenden Altbestandes an Leitungen, Gerinnen und querenden Bauwerksteilen muss durch Suchschlitze und Suchgräben vor Ort ergänzt werden.

 

2.        Änderung des Bauumfanges

Die DWA Arbeitsblätter A 198 + 131 empfehlen zur verfahrenstechnischen und energetischen Optimierung des Anlagenbetriebes u.a. auch die zusätzliche Erhebung des tatsächliche Abwasserzufluss aus dem Kanalnetz, ohne Verfälschung durch interne Rückbelastungen oder unterschiedliche Betriebszustände im Klärwerk.

Eine diesbezügliche Messeinrichtung fehlt, weil der bestehende Venturikanal im Klärwerk Bj. 1970 aufgrund seiner Lage und Ungenauigkeiten (bei Zuflüssen ab 500 l / s werden nur noch Teilmengen erfasst oder unlogische Werte erzeugt) aufgelassen werden muss.

Mit der hydraulischen Entkoppelung von Kanalnetz und Klärwerk durch die neue Mechanik besteht nunmehr die Möglichkeit, im Rahmen dieses Vorhabens ein technisch ausgereiftes Messbauwerk am Ende des verlängerten Hauptsammlers – unmittelbar vor dem Anschluss an das Einlaufhebewerk – für die Erfassung des tatsächlichen Abwasserzuflusses zu errichten.

Die  Kostenschätzung hierfür hat anteilige Mehrkosten in Höhe von brutto rd. 0,310 Mio. € ergeben.

 

3.        Terminplan

Bei plangemäßer Weiterführung des Vorhabens soll der Entwurf genehmigungsreif bis Ende des II. Quartales 2011 abgeschlossen sein.

Es folgen im restlichen Jahr 2011 die Ausführungsplanungen und Wettbewerbe und in 2012 die Bauausführung. Angestrebt ist die zeitgleiche Inbetriebnahme mit der neuen mechanischen Reinigung zum Jahreswechsel 2012/ 2013.

 


 

4.   Ressourcen
(Welche Ressourcen sind zur Realisierung des Leistungsangebotes erforderlich?)

 

Die Fortschreibung der Kostenanteile von der Kostenannahme – Stand 12 / 2009 – bis zur Kostenschätzung –
Stand  03 / 2011 ist in der nachstehenden Tabelle aufgezeigt.

 

Kostenstand in brutto Mio. €:

 

 

Kostenannahme

Stand 12 / 2009

(ohne Planunterlage oder Mengenangaben).

Projektauftrag

 

Änderung / Mehrung aus Planfortschritt im
Vorentwurf

Kostenschätzung

Stand 03 / 2011

(Erfahrungswerte aus Planungskonzept).

Vorentwurf

 

1.Umsetzung Projektauftrag

Abbrucharbeiten, Baufeldfreimachung, Systemtrennungen, Umlegungen und Provisorien.

 

Umbau Zulaufschacht (B – und M – Technik),

Verlängerung Hauptsammler

Außenanlagen

 

 

0,038

 

 

 

0,264

0,303

nicht enthalten

 

 

+ 0,134

 

 

 

- 0,031

+ 0,017

+ 0,021

 

 

0,172

 

 

 

0,233

0,320

0,021

 

Summe 1 netto

brutto +  10 % Nebenkosten

 

0,605

0,800

 

+ 0,141

+0,188

 

0,746

0,988

 

2. Änderung Bauumfang

(zusätzliches Messbauwerk, B – und M - Technik);

brutto + 10 % Nebenkosten

 

 

nicht enthalten

 

 

 

+ 0,240

 

+ 0,310

 

 

0,240

 

0,310

 

Kostenstand des Vorhabens aus Summe 1 + 2

brutto Stand 03 / 2011

gerundet

 

1,298

1,300

 

 

Anlagen:        -