Ausbildungsplätze für Jugendliche mit Berufsstartschwierigkeiten, Bearbeitung des SPD-Fraktionsantrages Nr. 075/2010 vom 19.07.2010

Betreff
Ausbildungsplätze für Jugendliche mit Berufsstartschwierigkeiten, Bearbeitung des SPD-Fraktionsantrages Nr. 075/2010 vom 19.07.2010
Vorlage
111/023/2010
Aktenzeichen
OBM/ZV/11/111/SBC
Art
Beschlussvorlage

Die Ausbildungskapazität für das Jahr 2010 bleibt gemäß dem Beschluss des Haupt-, Finanz- und Personalausschusses vom 29.04.2009 unverändert.

Der SPD-Fraktionsantrag Nr. 75/2010 vom 19.07.2010 ist damit bearbeitet.

1.   Ergebnis/Wirkungen

Es wird eine qualifizierte Ausbildung bei der Stadt Erlangen im Rahmen des hierfür vorgesehenen Budgets sichergestellt.

 

2.   Programme / Produkte / Leistungen / Auflagen

Die Stadt Erlangen kommt ihrer Funktion als sozialer Arbeitgeber im Rahmen einer kontinuierlichen Bedarfsausbildung im Verwaltungsbereich sowie einer „Überbedarfsausbildung“ im gewerblich-technischen Bereich stetig nach. Die Stadt Erlangen bietet gerade im Hinblick auf Schulabgängerinnen/Schulabgänger mit qualifizierendem Hauptschulabschluss Ausbildungsmöglichkeiten an (Gärtner; Kfz-Mechatroniker; Bauzeichner, Tiefbaufacharbeiter). Gerade in diesen Ausbildungsberufen ist jedoch ein eher geringes Ausbildungsinteresse zu verzeichnen. Im Rahmen des Regelausschreibungsverfahrens können sich auch Interessentinnen/Interessenten bewerben, die von der GGFA betreut werden. Aufgrund der geringen Bewerberinnen-/Bewerberzahlen bestehen realistische Chancen bei entsprechender Leistungsfähigkeit zum Zug zu kommen. Eine vorhandene Ausbildungsreife ist jedoch unabdingbar.

 

3.    Prozesse und Strukturen

 

Im Ausbildungsjahr 2006 wurde aufgrund des Beschlusses des Haupt-, Finanz- und Personalausschusses vom 26.04.2006 (= Beschluss über die Ausbildungskapazität 2007) das Angebot von drei zusätzlichen Ausbildungsverhältnissen für Bezieherinnen/Bezieher des Arbeitslosengeld II geschaffen.

Die Ausbildungsplätze konnten nur nach einem überdurchschnittlich hohen Auswahlaufwand durch das Personal- und Organisationsamt der Stadt Erlangen besetzt werden. Weder Berufswahlinteressen noch Profil der Bewerberinnen/Bewerber waren hinreichend konkret, so dass von sieben Interessentinnen/ Interessenten letztendlich nur zwei unter Rückstellung aller Bedenken zur Ausbildungseignung, -reife und -motivation zum 01.09.2006 eingestellt wurden. Ein Ausbildungsverhältnis musste in der Folge aufgelöst werden, das andere konnte nur durch Verlängerung der Ausbildungszeit abgeschlossen werden.

 

Diese Erfahrungen haben gezeigt, dass bereits eine zielführende Besetzung der Ausbildungsplätze bis 01.09.2010 nicht möglich ist, da von der Stadt Erlangen durchgeführte Vorstellungsgespräche, Praktika und Eignungstests für eine erfolgreiche Ausbildung unabdingbar sind.

 

Zum 01.09.2010 beginnen 26 Nachwuchskräfte ihre Ausbildung/ihren Vorbereitungsdienst/ihren Aufstieg; die Ausbildungskapazität bei der Stadt Erlangen ist bis auf eine Stelle im Beruf Verwaltungsfachangestellte voll ausgeschöpft (nachträgliche Absage eines Bewerbers im Juni). Dieser Ausbildungsplatz wurde bereits als „sozialer Ausbildungsplatz“ an die Erlanger Hauptschulen gemeldet. Es sind drei Bewerbungen aus dem angesprochenen Adressatenkreis eingegangen, eine weitere über JAZZ e.V., eine weitere über die GGFA. Die Vorstellungsgespräche finden am 28.07.2010 statt.

Sofern die persönlichen Voraussetzungen gegeben sind, wird zum 01.09.2010 eine Nachwuchskraft, die bei einem anderen Arbeitgeber ihren Ausbildungsplatz verloren hat, in das 2. Ausbildungsjahr als KFZ-Mechatroniker übernommen werden. Der Fachbereich hat sich im Rahmen eines Praktikums für die Fortführung der Ausbildung ausgesprochen; derzeit werden alle Unterlagen geprüft und es steht noch ein abschließendes Vorstellungsgespräch unter Einbindung der Ausbildungsleitung an.

 

Basierend auf den Erfahrungen aus dem Ausbildungszyklus 2006/2009 sind die Rahmenbedingungen für die Schaffung zusätzlicher sozialer Ausbildungsverhältnisse nicht gegeben. Die Stadt Erlangen kommt ihrer Funktion als sozialer Arbeitgeber durch die Regelausbildung - die auch dem angesprochenen Adressatenkreis Bewerbungschancen eröffnet – und die aufgezeigten Maßnahmen nach.

Die kurzfristige Umsetzung der Schaffung von zusätzlichen Ausbildungsplätzen ist organisatorisch in der erforderlichen Qualität nicht möglich.

Die zusätzlich erforderlichen Haushaltsmittel (siehe unten 4.) sind nicht vorhanden.

 

 

4.    Ressourcen

Durchschnittliche Kosten für 3 Ausbildungsplätze für die Ausbildungsdauer von 3 Jahren

Sachkosten: 24.000 €; Personalkosten: 104.000 € à Gesamt: 128.000 €

 

Haushaltsmittel sind nicht vorhanden

 

Anlagen: