Umbau und Erweiterung des Löhe-Kinderhorts der Ev. Kirchengemeinde St. Markus

Betreff
Umbau und Erweiterung des Löhe-Kinderhorts der Ev. Kirchengemeinde St. Markus Kostenerhöhung
Vorlage
510/004/2010
Aktenzeichen
IV/51/FUE
Art
Beschlussvorlage

1. Der Erhöhung des städtischen Anteils an den Kosten in Höhe von 29.567 € (netto) für den
    Um- und Anbau des Pfarrhauses der Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Markus zur
    Schaffung von insgesamt zwei Hortgruppen wird zugestimmt.

2. Die notwendigen Finanzmittel sind vorbehaltlich der Haushaltsberatungen, wie im Zielfeld
    Ressourcen dargestellt, bereit zu stellen.

 

1.    Ergebnis/Wirkungen
(Welche Ergebnisse bzw. Wirkungen sollen erzielt werden?)

Der Um- und Anbau des Löhe-Kinderhortes der Ev. Kirchengemeinde St. Markus soll, wie per Stadtratsbeschluss am 10. Dezember 2009 beschlossen, durchgeführt werden.

 

 

2.    Programme / Produkte / Leistungen / Auflagen
(Was soll getan werden, um die Ergebnisse bzw. Wirkungen zu erzielen?)

Verbesserung der Betreuungssituation für Schulkinder im Bereich der Adalbert-Stifter-Schule und im Röthelheimpark (s. StR vom 10. Dezember 2009)

 

 

3.    Prozesse und Strukturen
(Wie sollen die Programme / Leistungsangebote erbracht werden?)

Umwandlung der provisorischen Hortplätze und Schaffung von zusätzlichen 25 Hortplätze mit Hilfe von FAG-Fördermitteln

 

4.    Ressourcen
(Welche Ressourcen sind zur Realisierung des Leistungsangebotes erforderlich?)

Investitionskosten:

vorauss. 581.184 €

bei IPNr.: 4648.0

Sachkosten:

bei Sachkonto:

Personalkosten (brutto):

bei Sachkonto:

Folgekosten

140.000 €

davon 70.000 € Einnahmen aus kindbezogener Förderung durch das Land €

bei Sachkonto: SK 530101

Korrespondierende Einnahmen

vorauss.203.414 €
Refinanzierung durch Land €

bei Sachkonto: 365D610

Weitere Ressourcen

 

 

Haushaltsmittel sind auf Haushaltsmittel sind im Finanzhaushalt 2009 unter Nr. 365D880 in Höhe von 200.000 € vorhanden. Die fehlenden Mittel in Höhe von 381.184 € sind 2010 zur Verfügung zu stellen. Der staatliche Anteil muss von der Stadt Erlangen vorfinanziert werden, so dass sich die im Zielfeld Ressourcen unter Investitionskosten genannte Summe i.H.v. 581.184 € ergibt.

 

Die Gesamtkosten für die beiden Hortgruppen betragen laut Kostenschätzung      817.283 €

Die förderfähigen Kosten[1] betragen voraussichtlich                                      871.775 €

 

Finanzierung

Förderanteil der Stadt Erlangen                                                                          377.769 €

Förderanteil Staat                                                                                                  203.414 €

Eigenanteil des Trägers                                                                                        236.100 €

Summe:                                                                                                                     817.283 €

 

Gegenüber dem Antrag im StR vom 10. Dezember 2009 ergibt sich eine Erhöhung des städtischen Anteils um 29.567 €. Die Umstände, die zu dieser Erhöhung geführt haben, werden im folgenden Sachbericht erläutert.

 

Sachbericht

Die Pläne für den Um- und Anbau des Löhe-Kinderhortes wurden am 29. Oktober 2009 bei der Regierung von Mittelfranken mit dem Träger, dem Architekten und Vertreter/innen des Jugendamtes vorbesprochen. Der Um- und Anbau wurde seitens der Regierung als eine von den beiden bestehenden Hortgruppen unabhängige Maßnahme angesehen. Diese Feststellung hat Auswirkungen auf die Berechnung der förderfähigen Flächen. Grundsätzlich bestanden keine Einwendungen gegen die Pläne, einige Empfehlungen hinsichtlich äußerer Gestaltung und Funktionalität der Räume wurden gegeben.

 

Im Vorfeld des Stadtratsbeschlusses wurde eine baufachliche und wirtschaftliche Prüfung des Vorhabens durch Amt 24 durchgeführt. Hierbei wurden in einer ersten Stellungnahme Bedenken hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit des Umbaus geäußert und angeregt zu prüfen, ob Abriss und Neubau günstiger seien. Nach Prüfung durch das Bauaufsichtsamt, Untere Denkmalschutzbehörde, wurde mit Mail vom 23. Dezember 2009 mitgeteilt, dass das ehemalige Pfarrhaus ebenso wie die Kirche unter Denkmalschutz steht. Die Frage eines Abrisses statt des Umbaus steht daher nicht weiter zur Diskussion. Derzeit wird noch geprüft, ob Einzelpositionen des Umbaus der Höhe nach angemessen sind.

 

Träger und Architekt erhielten im Vorfeld des Stadtratsbeschlusses zur Vorbereitung des FAG-Antrages eine Übersicht mit den vorzulegenden Unterlagen sowie die baufachliche und wirtschaftliche Stellungnahme vom städtischen Gebäudemangement. Am 16. Dezember 2009 wurden dem Jugendamt gegenüber den bei der Regierung von Mittelfranken vorgelegten Pläne veränderte Pläne eingereicht. Die Pläne haben teilweise Empfehlungen der Regierung hinsichtlich der Funktionalität der Räume aufgegriffen, mit der Konsequenz, dass im Altbaubestand größere Eingriffe vorgenommen werden, gleichzeitig aber die anrechenbaren Flächen im Neubau höher ausfallen. Dies hat Auswirkungen auf die förderfähigen Kosten. Obwohl die Gesamtkosten sich gegenüber der ursprünglichen Planung nicht verändert haben, erhöhten sich die förderfähigen Kosten um 45.489 € mit der Konsequenz einer um 29.567 € höheren Anteils der Förderung durch die Stadt und um 15.922 € höheren Anteil an staatlicher Förderung. Die Eigenmittel des Trägers reduzieren sich dadurch in entsprechender Höhe.

 

Die verbesserte Funktionalität der Räume durch die neue Planung ist aus fachlicher Sicht sinnvoll. Darüber hinaus gibt es derzeit keine Alternative zur Sicherstellung der Schulkindbetreuung in diesem Sprengel.

 

Der Träger hat Anfang Januar 2010 den Bauantrag gestellt. Das Jugendamt hat parallel dazu den Antrag mit der neuen Kostenberechnung bei der Regierung eingereicht und auf die Dringlichkeit der Bearbeitung des Antrags hingewirkt.

 

 



[1] Der Anbau wird pauschal nach Fläche gefördert; dadurch können die förderfähigen Kosten über den tatsächlichen Kosten liegen.

Anlagen: