Der Bericht der Verwaltung dient zur Kenntnis.
Im Jahr 2026 begeht das Stadtjugendamt sein 100-jähriges Bestehen. Über die Planungen dazu wurde mehrfach im Ausschuss berichtet (Vorlage 516/003/2026).
Dieser Anlass wurde im Rahmen
einer Fach- und Jubiläumsveranstaltung unter dem Motto „100 Jahre
Stadtjugendamt Erlangen – Impulse und Begegnungen“ am 06.05.26 gewürdigt.
Zahlreiche Gäste aus dem Kreis der Mitarbeitenden, ehemaligen Beschäftigten,
Kooperationspartner sowie Vertreterinnen und Vertreter der politischen Gremien
nahmen an der Veranstaltung teil.
Zu Beginn wurden die Gäste auf
eine Zeitreise durch die Jahre 1926 bis 2026 mitgenommen. Ein eigens
produzierter Film veranschaulichte das jeweilige Zeitgeschehen, bedeutende
Ereignisse in der Stadt
Erlangen sowie die Entwicklung des Jugendamts im Laufe eines Jahrhunderts.
Ergänzend dazu wurden an verschiedenen Zeitstationen prägende Ereignisse der
jeweiligen Epochen durch historisch gekleidete Akteurinnen und Akteure
dargestellt.
Die Amtsleiterin des
Stadtjugendamts, Kerstin Knörl, eröffnete die Veranstaltung gemeinsam mit der
Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses, Andrea Winner. Dabei wurde die
besondere Bedeutung der Zweigliedrigkeit des Jugendamts als Zusammenspiel von
Verwaltung und Jugendhilfeausschuss
hervorgehoben. In seinem Grußwort betonte Oberbürgermeister Jörg Volleth die
zentrale Rolle der
Kinder- und Jugendhilfe für das Aufwachsen junger Menschen in der Stadt
Erlangen.
Fachliche Impulse gaben Dr.
Christian Lüders, Vorsitzender des Landesjugendhilfeausschusses, sowie Prof.
Dr. Jutta Harrer-Amersdorffer. Dr. Lüders verwies auf die wachsenden
gesetzlichen Anforderungen an die Jugendämter und die Notwendigkeit einer
angemessenen finanziellen Ausstattung.
Prof. Dr. Harrer-Amersdorffer beleuchtete in ihrem Fachvortrag die aktuelle
Bedeutung der Kinder- und Jugendhilfe sowie deren Herausforderungen und
Perspektiven.
Einen besonderen Einblick in die
praktische Arbeit der Jugendhilfe boten die Beiträge aus der Praxis.
Ein Videobeitrag der Beratungsstelle KoKi verdeutlichte die
Unterstützungsmöglichkeiten für Familien. Darüber hinaus schilderte eine
ehemalige Klientin der stationären Jugendhilfe eindrucksvoll ihren
persönlichen Lebensweg und die dabei erfahrene Unterstützung durch das
Jugendamt.
Für die musikalische Gestaltung sorgten eine Klasse der Pestalozzi-Grundschule sowie Kindergruppen aus den Lernstuben Zeißstraße und Max-Planck-Straße mit den Beiträgen „Das Licht“ und „Streitlied“. Die Jubiläumsveranstaltung fand ihren Ausklang bei Gesprächen und persönlichem Austausch der Gäste.
Ein Film zur Jubiläumsveranstaltung bietet die Gelegenheit, den festlichen Nachmittag Revue passieren zu lassen und nochmal in die besondere Stimmung einzutauchen.
Im Rahmen des Jubiläumsjahrs wird eine Broschüre „Stadtjugendamt Erlangen – Beratung. Begleitung. Unterstützung“ herausgegeben. Diese gibt einen Überblick über Leistungen, Dienste, Einrichtungen und Beratungsangebote des Stadtjugendamtes und unterstützt dabei, passende Hilfen, weiterführende Informationen und die richtigen Ansprechpersonen schnell und unkompliziert zu finden. Die Verbreitung erfolgt in der Hauptsache digital, zusätzlich in begrenzter Stückzahl für das Jubiläum als Druckversion.
Angesichts der zwischenzeitlich weiter verschärften Haushaltssituation und weiterer alle Bereiche der Stadtverwaltung treffenden Einsparungsvorgaben muss nun von der Durchführung des für den 19.09.26 vorgesehenen Familientages abgesehen werden. Die Entscheidung dazu kann aufgrund des Vorbereitungsstadiums derzeit noch getroffen werden. Die dafür vorgesehenen Haushaltsmittel werden freigegeben.
Anlagen:
